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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 65 (1937)

Repsold, A.: Chronometer und Nautisches Jahrbuch, 
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wendung alter Chronometer nicht umgewandelt zu werden braucht und daß bei 
Sonne, Mond und Planeten infolge der Einschaltung die 360°-Grenze im Zeit- 
winkel nicht überschritten werden kann, Die abgeänderte Form 1. hat aber 3. 
gegenüber den Vorzug, sich dem bisherigen Jahrbuch anzuschließen, 
Unter Berücksichtigung der Forderung eines nicht zu großen Jahrbuch- 
umfanges stehen sich hiernach also drei Entwürfe gegenüber, deren Inhalt durch 
die nebenstehende Tabelle, die 
den Gang der Berechnung des 
Greenwich-Zeitwinkeis anzeigt, 
wiedergegeben ist. 
Im Falle 1. und 2. wird für 
Mond und Planeten die Zeit- 
gleichung (m © @ — * «) tabel- 
liert; Klammern zeigen die Addi- 
tionen an; im Falle 1. sind bei 
den Fixsternen drei Werte zu 
addieren; im Falle 3. ist die 
M.G.Z. zwar hingeschrieben, sie = 
wird aber nicht mit addiert; es M.G.Z. 
tritt stattdessen eine weitere Ad- GryYs | 
dition durch die Einschaltung auf, +1360— a) f 
Durch Anordnung der Ent- Gr Patti al 
würfe in der Kalenderform wird © = - — a Or Zehtrinke 
die Vereinheitlichung der Jahrbücher in der See- und Luftfahrt angestrebt und 
vielleicht erreicht, Mit Rücksicht auf die alten Chronometer ist doppelter Ein- 
gang (Stunden und Grad) geboten. Im einzelnen sind betr. Anordnung der Jahr- 
bücher noch weitere Aufgaben zu erfüllen (z. B. zweckmäßigste Art der Ein- 
schaltung), die hier nicht mehr verfolgt werden können, 
Wie eine nähere Verfolgung aller möglichen Jahrbuchformen ergibt, ist eine 
weitere rechnerische Vereinfachung bei der Berechnung des Stundenwinkels 
nicht möglich — es sei denn, daß man zu den Niemannschen Vorschlägen: Vor- 
einstellung von Zeitgleichung, Längenunterschied und Stand auf dem Chrono- 
meter durch drehbare Ringe zurückgreifen wollte. Während aber der Grad- 
umlauf der Zeiger nur verhältnismäßig geringe mechanische Veränderungen und 
Zusätze am Chronometer erfordert, machen die nach Niemann erforderlichen 
Verstellungen einen großen feinmechanischen Aufwand nötig und lassen beob- 
achtungstechnische Schwierigkeiten und daher Fehler befürchten. In der Ein- 
führung der Gradablesung erblicke ich daher die praktisch tragbare Grenze der 
technischen Entwicklung des Chronometers. 
Schluß. 
Es ist nun eine Sache praktisch-nautischer Erprobung, festzustellen, welcher 
der drei Jahrbuchentwürfe sich am besten bewährt, wobei man allerdings 
erwarten darf, daß nicht einfach der Standpunkt eingenommen wird: das Alte 
hat sich bewährt und bedarf keiner Verbesserung. Es besteht kein Zweifel, daß 
eine Vereinheitlichung des Längen- und Breitenmaßes einen bedeutenden Fort- 
schritt darstellt. Hierfür ist die Ablesung der Zeit in Graden und Bogenminuten 
erforderlich, wenn man nicht, wie oben für eine Übergangszeit auseinander- 
gesetzt, die Umwandlung an die Spitze setzen will, Die Ablesung der Zeit 
in Graden bedeutet keine Erschwerung. Zeit und Stundenwinkel sind identische 
Begriffe; die Stundeneinteilung des Tages ist durchaus willkürlich und kann 
zum Zwecke der astronomischen Navigation ebensogut durch die Gradteilung 
ersetzt werden. Die sehr wichtige Frage des Überganges von einem Chrono- 
meter zum anderen, von einer Rechnungsart zur anderen und von einem Jahr- 
buch zum anderen ist als durchaus gelöst anzusehen. Ja, man kann noch weiter 
gehen: selbst wenn man in Verbindung mit einem ganz auf Gradmaß abgestimmten 
Nautischen Jahrbuch die bisherigen Stundenchronometer zunächst in Anwendung
	        
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