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Full text: 65, 1937

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1937. 
Eine einfache Schnellmethode zur Bestimmung der Luftkohlensäure 
nach Y. Kauko. 
Von K. Kalle, Hamburg, Deutsche Seewarte, 
(Hierzu Tafel 32 mit Figuren I und 2.) 
Während die bisherigen Methoden zur Bestimmung des Kohlensäurengehaltes 
der Luft eine immerhin nicht ganz einfache Apparatur oder leicht verderbliche 
Lösungen zu ihrer Ausführung benötigten, ist neuerdings nach eingehender 
theoretischer Durcharbeitung der hier gültigen Gesetzmäßigkeiten von Y.Kauko (1) *) 
in Zusammenarbeit mit seinen Mitarbeitern J.J. Carlberg (2) und T. Yli-Uotila (s) 
eine Methode entwickelt worden, welche wegen ihrer einfachen und schnellen 
Arbeitsweise verdient, weiteren Kreisen bekanntzuwerden, Ein besonderer Vor- 
zug dieser Methode liegt vor allem darin, daß sie auch von Arbeitskräften aus- 
geführt werden kann, die mit chemischen Arbeiten weniger vertraut sind. 
Die praktische Ausführung der Methode beruht auf folgendem Vorgang. Die 
zu untersuchende Luft wird durch eine Bikarbonatlösung geleitet und die sich 
im Gleichgewicht mit der Luftkohlensäure einstellende Säurenstufe der Bikarbonat- 
i‚ösung kolorimetrisch bestimmt. Aus dieser p„*)-Messung ergibt sich dann der 
Kohlensäurengehalt der Luft. 
Zur Ausführung dieser Bestimmung stellt man sich folgende Lösungen her: 
A. 83 prim. Kaliumphosphat. 13.62 g „Kaliumphosphat, einbasisch nach 
Sörensen“ werden mit dest, Wasser zu 1000 ccm gelöst. 
2. 35 Borax. 9.54 g Borax krist. zur Analyse werden mit dest. Wasser zu 
500 com gelöst. . 
3. 0.25% Bromthymolblau, 0.25 g Bromthymolblau werden mit 8 ccm 
SS Natronlauge (0.2 g NaOH auf 100 ccm dest, Wasser) bis zur völligen Lösung 
verrieben und mit dest, Wasser auf 100 ccm aufgefüllt?) 
$. 0.002 m Natriumkarbonat. 16.8 mg Natriumbikarbonat zur Analyse werden 
mit dest. Wasser auf 100 ccm aufgefüllt, 
5. 0.198 m Kaliumchlorid, 1.476 g Kaliumehlorid zur Analyse werden zu 
100 com dest. Wasser gelöst, 
Tabelle I. Pufferlösungen aus m Kaliumphosphat und Borax. 
Lösung | Phosphat | Borax 
Nr. com cem 
| 
Pa 
Lösung | Phosphat Borax | Par 
Nr. Cem cm 
x | A ——— WE 
Gemäß Tabelle 1 stellt man sich durch entsprechendes Mischen aus den 
Lösungen 1 und 2 17 Pufferlösungen her, deren p„-Werte sich in Intervallen von 
*} Diese und die folgenden Ziffern beziehen sich auf das Schrifttum am Schluß dieser Abhandlung, 
1) Über den Begriff des Pur als Maß des Säurengrades siehe die Lehrbücher der physikalischen 
Chemie, — 2%) Die Anwendung einer alkoholischen Lösung ron Bromthymolblau {3} hat gewisse Nachteile, 
Einmal macht sich, wie Gegenversuche erwiesen haben, bei der Anwendung dieser Lösung in Ver- 
bindung mit der Bikarbonatlösung A (siche unten) eine bereits meßbare Verschiebung der p.,-Werte 
ins Saure hinein bemerkbar, die als eine Wirkung der freien ‚Farbsäure‘“ aufzufassen ist. Der gleiche 
der ein entgegengesetzter Effekt tritt bei Anwendung der hier empfohlenen Lösuug des „Farbsalzes‘ 
nicht oder jedenfalls in nicht merkbarem Maße auf. Außerdem weist die wässerige Lösung des 
Farbsalzes eine bessere Beständigkeit auf als die alkoholische Lösung der Farbsäure. 
26.75 23.25 
27.60 22.40 
28.50 2150 
20.50 20.50 
30.55 19.45 
31.70 38.30 
32,85 17.15 
34.10 15.90 
35.55 1445 
7,5 
7.4 
73 
12 
7.1 
7.0 
aß 
6, 
Bi 
10 
11 
17 
15 
14 
15 
16 
| 
36,75 
37.75 
38.70 
40.20 
41.75 
43.00 
44.30 
45 75 
13.25 
12.25 
11,30 
9.80 
8.25 
2.00 
5.70 
495 
6.6 
6.5 
6.4 
63 
6” 
6.1 
5.0 
59
	        
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