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Annalen der Hydrographie und Maritimen, Meteorologie, April 1937,
B. Die Troposphäre,
(Bearbeitet von A. Defant,.)
Es ist von vornherein klar, daß die auf breiter Fläche mit der Luft in
Berührung stehende Troposphäre viel stärkeren und schnelleren Veränderungen
ausgesetzt ist und deshalb zu anderen Fragestellungen führt und andere Wege
zu ihrer Beantwortung nötig macht als die Stratosphäre, Jahreszeitliche und
- - unperiodische Schwankungen,
dazu interne Wellen erschweren
die Untersuchung außerdem;
trotzdem hat der Verfasser
keine Umrechnungen auf Mittel-
werte ausgeführt (was übrigens
auch W üst möglichst vermieden
hatte), sondern die in den Beob-
achtungen notwendigerweise
vorhandenen Unstimmigkeiten
lieber in Kauf genommen; zu-
mal dank dem Umfange der
verarbeiteten Beobachtungen
(717 Stationen, davon etwa !/;
vom „Meteor“) die Hauptzüge
auch so noch deutlich genug ans
Licht treten. Manche Ergeb-
nisse freilich werden dadurch
beschränkt auf einen zwischen
den 30er Nord- und Südbreiten
gelegenen, wenn nicht auf einen
noch schmaleren Gürtel, in
dem der Wechsel der Jahres-
zeiten an Bedeutung zurücktritt.
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Abb. 8. Abb. 9,
Zustand der Troposphäre auf den ,„, Meteor“ - Stationen
(a) 256 (2.1° S, 39.3° W), (b) 195 (8.79 S, 12.5° W) und (€) 68 (41.83° S, 17.4° W).
Die vunktierte Gerade gibt an, wie groß der Gradient der Temperatur mindestens
sein muß, damit von einer Sprungschicht gesprochen werden kann.
— Temperatur; == Salzgehalt (*/.o); ———-— Dichte (9%).
6. Aufbau der Troposphäre. Der wesentliche Grundzug der Troposphäre ist
eine, besonders in den Tropen, gut ausgeprägte Sprungschicht der Temperatur
und zugleich der Dichte; sie kehrt häufig wieder in der Sauerstoffverteilung und
besonders im Salzgehalte, der überdies in der Tiefe des Temperatursprungs
oft ein Maximum besitzt (Abb. 7, 8); in höheren Breiten verliert sie sich (Abb. 9)