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Full text: 65, 1937

142 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1937. 
des österreichischen Flugwetterdienstes erörtert, 
und es wird auch ein Einblick in die mühevolle 
Wartung und Pflege der Flugzeuge geboten. Alle 
diese rein technischen Fragen werden in lebens 
vollem und fesselndem Erzählerton behandelt und 
zind umrahmt von meisterhaften Naturschilde- 
rungen. Aus allen Schilderungen spricht die Be- 
geisterung des Verfassers für das Fliegen und das 
Bestreben, der Fliegerei neue Freunde zu werben 
Eine große Anzahl der künstlerischen Luftbild 
aufnahmen ist für den Meteorologen sehr interessant, 
Ein Bild von einem charakteristischen Föhnhimme) 
über den Hohen "Tauern läßt das Anbrausen des 
Föhnsturmes ahnen, Ein anderes Bild beispiels- 
weise zeigt in markanter Weise das Überkämmen 
der schon tieferen Föhnwolken über den Gipfel 
und die Kämme eines Bergmassivs. Auch das 
föhnige Abtrocknen und Auflösen von Wolken: 
decken und das Brauen der Morgennebel im Ge- 
birgstale mit den Auflösungsformen beim Hoch: 
steigen an den Bergwänden kommt in den Bildern 
zum Ausdruck. Auf einer geschlossenen Stratus- 
decke im Salzachtale sieht man den Flußlau: 
abgezeichnet. Mehrere Bilder zeigen das mächtige 
Emporquellen der Haufenwolken an den Berg- 
massen und den Auflösungsvorgang beim UÜber- 
strömen der Gebirgskämme und lassen den Gegen- 
satz erkennen zu den reihenförmig angeordneten 
schwächeren Quellungen der Ebene, wie es ein 
Bild von der Ebene an der Adria darstellt. 
A. Lohr. 
/* 6. Mai 1856, + 19. Februar 1920), Wie hart der 
Kampf war, und wie groß die Gefahr, die Frucht 
der immer erneuten Trainings-Expeditionen in Nord- 
zrönland durch mangelnde Unterstützung zu Hause 
1 verlieren, zeigt erstmalig dieses Buch, geschrieben 
7on einem Manne, der als Gelehrter wie durch 
praktische Forschertätigkeit auf Grönland kompe- 
ent ist. Ohne gegen Fehler Pearyv’s blind zu 
sein, gibt er uns, großenteils in Dokumenten, ein 
zon dem bisher iu Europa bekannten sehr ver- 
zchiedenes Charakterbild dieses {u.a. auch 1910 
Jurch die goldene Nachtigal-Medaille der Ges, f, 
Srdk. Berlin geehrten) großen Erforschere, Wir 
ernen Pesry kennen als hochbegabten, ungewöhn- 
ich fähigen, in Theorie und in der Feldarbeit durch- 
ıus selbständigen Ingenieur, aber auch als liebens- 
werten Menschen mit starkem Gefühl für die Natur, 
für Familie und Freundschaft. Ahnlich dem Schick- 
al von Nobile wurde sein letztes Jahrzehnt ver- 
Jüstert clurch den beklagenswerten Streit mit 
Dr. Cook, seinem ehemaligen Expeditionskame- 
raden. Das reiche hierzu von Hobbs beigebrachte 
Material spricht freilich klar zugunsten Peary’s, 
Besonderes Interesse muß gerade in Deutsch- 
land finden, daß Peary 1910 einen später aus 
Geldmangel aufgegebenen Plan veröffentlicht hat, 
ınter Benutzung seiner in der Arktis in 23 Jahren 
erworbenen Reisetechnik eine antarktische Expe- 
dition auszuführen, und zwar vom Weddellmeer zum 
Südpol. Filchner., der 1912/13 mit „Deutschland“ 
und hervorragenden wissenschattlichen Begleitern 
‘u.a. Brennecke, Barkow) den gleichen Plan 
W.H. Hobbs: Peary. New York 1936 (XV u. verfolgte, wäre vielleicht erfolgreich gewesen, wenn 
502 S. m. 27 Plänen, 23 Abb, u, 36 Federzeich- er ein so hervorragendes Polarschiff, wie die von 
nungen d. Verf.). Peary konstruierte „Roosevelt“ gehabt hätte. — 
Kein Polarforscher hat so lange und mit solch Auch das später besonders von Alfred Wegener 
verbissener Zähigkeit um sein in jungen Jahren auf dem Inlandeis erforschte eigene Windsystem 
(28 J.!) ins Auge gefaßtes Lebensziel — das Er- Grönlands, sowie die Bedeutung der Schneetrift 
reichen des Nordpols als Trophäe für sein Vater- für den Massentransport ist von Peary zuerst be- 
land — gekämpft, wie Robert Edwin Peary schrieben worden, J. Georgi. 
B. Neueste Erscheinungen im Bereiche der Seefahrt und der Meereskunde 
sowie auf verwandten Gebieten, 
a) Werke. 
Deutsche Atlant, „Meteor“-Exped. 1925—1927, Chineesche Zeeen en in het westel. deel van 
Wiss. Ergebn. Bd. 1l1ı: Allgem. Biologie des den Noord Stillen Oceaan. 11: Maand- 
Südatlant. Ozeans. E. Hentschel. Lfg. 2: kaarten voor Juti-Dee, (1910—1930}. ’s-Graven- 
Das Pelagiat der unteren Wasserschichten. hbapye 1936. 2% 
Berlin-Leipzig: de Gruyter 1936. S, 171—344. Onderzoekingen in de Hoolden in verband 
56 Textabb., 24 Beil. 4%. met de gesteldheit der Nederlandsche Kust. 
Hoffmeister, C. Die Meteore, ihre kosmischen Door Ir. Joh. van Veen, Hoofdingenieur van 
und irdischen Beziehungen. Leipzig: Akadem. den Rijkswaterstaat, ’s-Gravenhage 1936. 4%. 
Verlagsges. 1937. VIII, 154 S. 25 Textabb., "Abschnitte: De metingen van de „Oceaan‘“* ver- 
4 Taf. 8°% (Probleme der kosmischen Phvsik. geleken met eenige buitenlandsche. — Beweging 
Bd. 17.) van vaste stoffen in de Hoofden. — Metingen 
Meteorological Office, Averages of temp. for betreffende de stroomsnelheden in de Hoofden, — 
the British Isles, for periods ending 1935. — Verdieping van de Hoofden, — Verbreeding van 
Averages of bright sunshine for the British de Hoofden, — De Zandstroom langs onze 
Isles, for periods ending 1935. London 1936. kusten. — Beschouwingen. — Beschrijving van 
52 u. 435. 8% de toestellen en van de opstelling ervan aan 
Kon. Neder]l, Meteorol. Instituut. No.115, Oceano- bord.] 
graph. en meteorol. waarnemingen in de 
b) Abhandlungen in Zeitschriften, sonstigen fortlaufenden Veröffentlichungen 
und Sammelwerken. 
Witterungskunde, ia Guinee Francaise. Hobeniche. — Kz- 
„Ann. de Physique du Globe, France d’Outre-Mer.“ perimentation d’abris meteorol, au Maroc. 
Paris. 1936, 18. Accidents dus ä la foudre. Dedebant. [Thermometer-Strahlungsschutz.] 
& Madagascar, satsons chaudes 1934/35 et „Bull, Amer, Met. Soc.“ Milton, Mass, 1936, 12, 
35/36. RR. Warnet. — Les eyclones des An- Observations on the elimate and the „North- 
tilles en 1935. S. Frolow. — Le eyclone saster“ storms of the Kodiak Archipelago, 
des 24/27, aoüt 1933 en Oceanie. J.Giovan- Alaska. W.B. Merriam, — On climatic 
nelli. — Courants aegriens sur la cöte de  elassifications. P.E. James.
	        
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