Kleinere Mitteilungen,
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interessiert ist’), mit norwegischen Namen belegt sind; es handelt sich um das
„König Haakon VIl.-Meer“ zwischen etwa 0° und 40° O.Lg. sowie um das „Roald
Amundsen-Meer“ zwischen etwa 100 und 140° W-Lg. Die wie die beiden genannten
ebenfalls von dem Herausgeber bearbeitete Karte 3 stellt die mittleren Packeis-
grenzen für den 1. November, 15, Dezember, 15, Januar und 1, März dar, für
das antarktische Gebiet des Stillen Ozeans konnten diese Linien für den November
und Dezember allerdings nicht durchgeführt werden, Die von Häkon Mosby
bearbeitete Karte der Windverteilung und der Lufttemperatur stützt sich für
die Winddarstellung in dem Gebiet nördlich 55° S-Br., auf die Darstellung von
W. Köppen für Januar-Februar; für das südlicher gelegene Gebiet mußte auf
eine entsprechende Darstellung verzichtet werden, es wurden für größere Gebiete
gültige Windrosen oder resultierende Winde angegeben. Als Luftisothermen
wurden die von Shaw für den Januar gezeichneten übernommen. Auf den fünf
lolgenden von Johan T. Ruud entworfenen Karten sind die Walfangerträge im
Oktober/November, Dezember, Januar, Februar und März/April/Mai der Jahre 1929
bis 1934 bzw. 1930 bis 1935 dargestellt. Zwei Tatsachen treten besonders deutlich
hervor, nämlich, daß die Fanggebiete mit fortschreitendem Sommer immer näher
an den antarktischen Kontinent heranrücken und außerdem, daß das weitaus
wichtigste Fanggebiet dieses Zeitraumes sich östlich der Süd-Sandwich-Inseln
bei etwa 100° O-Lg. erstreckt; nördlich des Roß-Meeres zwischen 170 und 180°
O-Lg. befindet sich ein weiteres wichtiges Fangfeld. Auf Karte 10 ist von
Olaf Prydz der Ertrag des gesamten Walfanges in der Antarktis von 1904/05
bis 1934/35 auf Grund der internationalen Walfangstatistik dargestellt. Weitere
von Paul Loyning und Erling Christophersen stammende Karten und
Tabellen behandeln die Verbreitung der Nistplätze von 15 in der Antarktis
vorkommenden Vogelarten sowie nach Blütenpflanzen und Moosen getrennt die
pflanzengeographischen Beziehungen zwischen Teilen der Antarktis, der Sub-
antarktis und den Südteilen der umgebenden Kontinente. Olaf Holtedahl
stellt auf einer Karte die aus der Antarktis und von den subantarktischen
Inseln bekannten geologischen Tatsachen zusammen, Die letzte Karte endlich
bringt eine von H. E. Hansen ausgearbeitete Tiefenkarte mit Isobathen von 1000
zu 1000 m,
Beigegeben sind dem Atlas die von Norges Geografiske Opmäling in Oslo
gedruckten und in erster Ausgabe 1932 erschienenen vier Seekarten der antark-
tischen Gewässer (vgl. ds. Ztschr. 1935, 124—125), und zwar in der Ausgabe 1936.
Selbst der Vergleich mit der nächstvorhergehenden Ausgabe aus dem Jahre 1935
‚äßt eine erhebliche Zunahme der Menge der angegebenen Tiefenzahlen erkennen.
Auf allen vier Blättern finden sich neue Lotungsreihen; besonders zwischen
70° bis 80° W-Lg. im Südsüdwesten von Südamerika jst eine größere Zahl von
neuen Tiefenwerten angegeben. In der südlich von Westaustralien gelegenen
und im Norden durch die Ausläufer der Zentralindischen Schwelle und der
Macquarie-Schwelle begrenzten Mulde ist in 123° O-Lg, und 55° S-Br. mit
5310 m eine 5000 m übersteigende Tiefe festgestellt worden, so daß in dieser
Mulde offenbar ähnliche Tiefen wie in dem Indischen Südpolar-Becken und in
der Beilingshausen-Mulde erreicht werden. B. Schulz.
4, Wetterskizzen. Nr. 18: Die Abhängigkeit der Windstärke von der Wind-
richtung bei „Adlergrund“-Feuerschiff.
Bei Ausübung des Sturmwarnungsdienstes im Seewetterdienst der Deutschen Seecwarte ist es
aufgefallen, daß die von „Adlergrund“-Feuerschiff gemeldeten nordöstlichen bis östlichen
Winde sehr oft die Warngrenze (6 bzw, S Beaufort} erreichen, obwohl nach dem Luftdruckgradienten
Jiese Stärke nicht zu erwarten war,
Es soll deshalb im folgenden untersucht werden, ob tatsächlich bei gleichem Gradienten die NE-
bis E-Winde stärker sind (bzw. bei gleicber Windstärke ein geringerer l’ruckgradient herrscht) als
bei Winden avderer Richtung, oder ob es sich hier um eine subjektive Wahrnehmung handelt.
Die Grundlagen der Untersuchung bilden die 8%-Beobachtungen des Feuer-
schiffes „Adlergrund“ (54° 50’ N, 14° 22 E, etwa 100 km nördlich des Stettiner
1) W. Paschen, Der Walfang in Vergangenheit und Gegenwart. Marine-Rundschau 41. Jahr-
gang, 1936, 5, 601 f.