Groissmayr, F. B.: Eine 24jährige Witterungsperiode und ihre erneute Bestätigung usw. 197
Tabelle VI.
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20
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33
34
Wie zu ersehen, waren 1910 und 1934 die trockensten Jahre und auf das
absolut trockenste 1910 folgte auch 1934 (4 Zeit: 24 Jahre) der weitaus wärmste
Sommer, eine Beziehung, die absolut folgerichtig erklärt werden kann, denn
Sommerniederschläge sind — weil das Regenmaximum im normalen jährlichen
Gange in dieser Jahreszeit eintritt — für die Jahressumme ausschlaggebend,
außerdem kündigt sich in Zentral-U.S. A. ein trockener (nasser) Sommer durch
trockenes Frühjahr (nasses) an (Erhaltungstendenz); gleichzeitig besteht auch
ein Gegensatz zwischen Temperatur und Regen in der wärmeren Jahreszeit, so
daß auch — bedingt durch die 24jährige Periode die Korrelation 1 mit 2
negativ sein muß.
Zusammenfassung.
1. Eine von mir schon seit drei Jahren vermutete 24jährige Witterungs-
periode, die vor allem im Groß-Wetterverlauf der letzten Jahre eine ausgezeich-
nete Bestätigung fand, wurde an Hand zahlreicher Beispiele eingehender Be-
trachtung unterworfen. Vor allem findet sich diese Periode bei Sommer-
temperatur- und Regenfall Mitteleuropas, beim Vollwinter und Frühling in
Skandinavien und Finnland einerseits, der Union und der Temperaturdifferenz
Finnland—Grönland anderseits. Im Herbst jedoch finden wir diese Periode weder
in Zentral- noch Nordeuropa, noch in der Union,
Vorankündigung. Die 2. Mitteilung über diese Periodizität umfaßt die
indisch-malayischen-australischen Gebiete.
Literaturnachweise, Quellen,
1. W. Köppen: „Periodizität der strengen Winter“, 3. Mitteilung in Ann, d, Hydr. und Marit,
Met. — Daten: „World Weather Records“, „Monthly Weather Reviews“, „Annual Meteorological
Summaries with Comparative Datas“ und amtliche schriftliche Mitteilungen.
Ostseetemperatur und Niederschlag im nordwestlichen Ostpreußen.
Von W. Kohlbach.
Nachdem jetzt 45jährige monatliche Niederschlagssummen von vielen ost-
preußischen Stationen vorliegen, kann der Versuch unternommen werden, die
Niederschlagsverhältnisse, besonders des Nordwestteils der Provinz, des Samlandes,
im Jahresverlauf zu untersuchen, Wie ein rechtwinkliger Keil schiebt sich der
Landblock des Samlandes in die Ostsee vor und unterbricht damit den von SW
nach NE gerichteten Küstenzug. Es ist daher zu vermuten, daß die Nieder-
schlagsverteilung innerhalb des Samlandes bedeutende Unterschiede gegenüber
dem Hinterland aufweist, und daß besonders die Temperaturverhältnisse der
Ostsee hierbei eine maßgebende Rolle spielen.