Kleinere Mitteilungen,
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9. August. 6h: t 10°; NW-Wind 2. Nebel bedeckt die ganze Landschaft. —
8h: Der Wind dreht auf W 4, und der Nebel verdichtet sich immer mehr. Die
Sicht beträgt nur etwa 30 m. — 8%: Himmelsbedeckung 8 (im W Acu, im E
Ci), — 11b: Ast-Wolken bedecken den Himmel völlig. t15°%, Im SW über den
Bansso-Bergen fällt Regen, Um 11%h beginnt es in Ndu zu regnen. Nbst-Wolken
verbreiten sich rasch von W nach S und SE.
12h; Heftige Böen mit Stärke 7 peitschen den Regen fast waagerecht. Um
13% Jäßt der Regen nach, und um 15b ist der ganze Himmel mit Steu bedeckt.
Der Wind ist abgeflaut auf Stärke 3; die Temperatur beträgt 17% — 16%h;:
Wind SW 3, die Bewölkung weist keine Veränderung auf. t15% — 18h: Die
Abend-Regenmessung ergibt 24.9 mm. t 13°. Von W ziehen Nebelschwaden heran.
J. Sieber.
Neuere Veröffentlichungen.
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben.
Werdendes Land am Meer, Landerhaltung und Zeitschriften erscheinenden Untersuchungen über
Landgewinnung an der Nordseeküste in Beiträgen die halbjährige Luftdruckwelle dar, Amplitude,
von K. Gripp, R. Stadermann, R. Schmidt Phase und gleichzeitige Druckabweichung vom
und K. H. Jacob-Friesen, Das Meer in volks- Mittelwert dieser durch die halbjährige Periode der
tümlichen Darstellungen, Fünfter Band, Heraus- Sonneneinstrabhlung in den Tropen verursachten
gegeben im Auftrage des Instituts für Meeres- Welle werden für verschiedene Zeiträume karten-
kunde zu Berlin von G. Wüst, Berlin 1937 mäßig zusammengestellt, wobei die besonders große
E. 8. Mittler & Sohn, Preis gebd, 4,80 RM. Amplitude des halbjährigen Gliedes der Druck-
Dieser neue Band der allgemeinverständlichen ıchwankung über Nordeuropa ins Auge fällt. Die
Reihe unterrichtet in außerordentlich ansprechender Ausbildung stehender meridionaler und zonaler
Weise über die genannten, heimatkundlich wie Wellen erklärt Reuter durch das Zusammenwirken
rolkswirtschaftlich gleich wichtigen Fragen, Zur ier Anderung des Druckgefälles zwischen den Roß-
Einführung in die geologischen Grundlagen, ins. breiten-Hochdruckgebieten und den Tiefdruckrinnen
besondere in das Problem der Küstenhebung und der mittleren Breiten infolge der halbjährigen tro-
‚senkung, gibt K. Gripp (Man burg) Siven lebendig pischen Zirkulationsschwankung und des thermisch
geschriebenen Abriß der geologischen Geschichte verschiedenen Verhaltens von Land und Meer, Es
der Nordsee, R. Stadermann (Berlin) behandelt wird ein Zusammenhang mit den Symmetriepunkten
die Aufgaben der Landerhaltung und Land: im Luftdruckgang vermutet, da diese im Winter
gewinnung vor allem an Beispielen von der schles- gerade zu einer Zeit aufzutreten pflegen (bekannt-
wig-holsteinischen Küste, wo die umfangreichsten lich gegen Ende Dezember!), wenn der halbjährige
und aussichtsreichsten Arbeiten im Gang sind, und Schwingungsvorgang seine Richtung wechselt,
trennt das heute und in absehbarer Zukunft Er- R. Scherhag.
reichbare von phantastischen Laienvorschlägen,
Als Auswirkung des gegenwärtig in Angriff ge-
nommenen Planes, der in den Grundlinien 1943
durchgeführt sein soll, ist in den nächsten 80 bis
90 Jahren an der schleswig-holsteinischen Küste
mit der Gewinnung von 350 km? besiedlungs-
fähigen Bodens zu rechnen, an der ostfriesischen
Küste mit 100 km?, insgesamt also etwa mit einer
Fläche, die der Hälfte der Insel Rügen nahekommt.
Den Inselschutz im besonderen und seine Bedeu-
tung für die Seewasserstraßen, die Festlandküste
und die Landgewinnuug im Wattenmeer beleuchtet
R. Schmidt (Berlin) vornehmlich an Beispielen
von den ostfriesischen Inseln, Der abschließende
Beitrag, von K. H. Jacob-Friesen (Hannover),
gilt den Warfen (Wurten) der Nordseeküste als
Problem der Vor- und Frühgeschichtsforschung
— Der Band ist mit zahlreichen, durchweg recht
klaren Textfiguren und schönen Lichtbildern aus-
gestattet und enthält am Schluß als besonders er-
wünschte Beigabe die amtliche Karte der aus-
geführten und geplanten Landerhaltungs- und Land-
gewinnungsarbeiten im Ebbe- und Flutgebiet an der
Westküste Schleswig-Holsteins, A. Schumacher.
F. Reuter: Die synoptische Darstellung der !/, jäh-
rigen Druckwelle, Veröff. d. Geophys. Inst, d.
Univ. Leipzig. 2. Serie, Band V1I, Heft 5 (1936)
(39 S. m. 17 Karten u. 5 Fig.).
Diese Arbeit stellt eine kurze Zusammenfassung
der vom Verfasser in verschiedenen meteorologischen
W. Bleeker: Der mittlere Höhenwind von De
Bilt nach Pilotballonbeobachtungen (1922—1931).
Mededeelingen en Verhandelingen (Kon. Neder-
landsch Meteorol. Inst. Nr. 102) Nr. 38 (1936).
126 S. (holländisch, mit 16 Seiten umfassendem
deutschem Auszug!) mit 13 Abb. u. 50 Tabellen,
Nach einer verbesserten Differenzen-
methode — der Mittelwert für jeden Quadranten
wird mit der zugehörigen Anzahl der Bodenbeob-
achtungen multipliziert, die so für jedes Niveau
gefundenen Werte werden dann summiert und durch
die Gesamtzahl der Beobachtungen dividiert —
werden aus dem monatlichen, jahreszeitlichen und
dem Jahresmittel die mittleren Windgeschwindig-
keiten für alle Morgen- und Mittagbeobachtungen,
im allgemeinen bis zu einer Höhe von 2000 m und
schließlich im Gesamtmittel mitgeteilt. Die Wind-
zeschwindigkeit erreicht im Mittel in allen
Schichten ilIr Maximum im Januar, der
aiedrigste Wert liegt am Boden im September
uud tritt in der Höhe früher, oberhalb 2500 m
schon im April ein, wofür Bleeker die großen
vertikalen Temperaturgradienten im Frühjahr als
ebenso mögliche Ursache ansieht, wie er darauf auf-
merksam macht und durch einen Vergleich der
Temperaturbeobachtungen auf dem Pico de Teyde
(Teneriffa) und in gleicher Höhe (3700 m) über Reyk-
javik (während des Polarjahres) nachweist, daß d as
meridionale Temperaturgefälle im April
seinen niedrigsten Wert zu erreichen scheint.