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Full text: 65, 1937

30 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1937, 
neuen Netzen können sie gute Dienste leisten. Durch Vorgabe von geeigneten 
Funktionen 3, S hat man es in der Hand, völlig unbrauchbare Netze von vorn. 
herein auszuscheiden, Andererseits ist nach der Vorgabe von 3, © noch Spiel- 
raum genug vorhanden, andere wichtige geforderte Karteneigenschaften anzti- 
bringen. Wie dabei im einzelnen zu verfahren ist, muß weiterführenden 
Untersuchungen überlassen bleiben, 
Den beigegebenen Abbildungen liegen folgende Zahlenwerte zugrunde: 
Abb. 1, Abb. 2, Abb. 3. 
—_ (A+0.2 sin 2) cos gp | I ÄcC0so | —_ (A—02sin A) cos @ 
“57 0740400 * 7 07+0.4c08@ * 070408 
= 0.7 -+04sing, y=072+04sing, y=07@-+04sine., 
ig] 09 | 30° | 60° | 90° 
|| 9° 130° | 60° | 900 
[| 0° | 306 | 60° | 90° 
„= 30° 
600 
50° 
120° 
150° 
180° 
CO 
x 15670.5160.346 0 121=30° 
x 1.109.1.010.0.678 0 609 
x '1.610.1.465.0.984/| 0 90° 
x 2.061/1.877/1.260/ 0 | 120° 
<’2.471/2.249.1.510) 0 150° 
x 2.8602.600 1.745. © 180° 
7? 0 2567/1.079 1,5 
x 10.477/0.433 0.292, 0 
<0.9540.8660.583 0 
< 1.430 1.3000.875/ 0 
x 1.907 1,783 1.167 0 | 
© 2.384 2.166 1.459| 0 | 
«12.8602600.1.730 = 
A=309 
60° 
90° 
120° 
150° 
1806 
F 
X 
< 
X 
X 
X 
FF 
D _0.567/1.079, LE 
0.385 0.3510.235| 
7,795 0.723 0.486 
1.246 1.134 0.761) 
1.747 1.590/1.067 
2.289 2.084 1.3991 
2.860/2.60011.745| 
Kleinere Mitteilungen. 
ı. Wetterskizzen, Nr. 17: Die aerologischen Entwicklungsbedingungen einer 
Labrador-Sturmzyklone. (Hierzu Tafel 16.) Das Entstehungsgebiet des bei weitem 
größten Teils aller nordatlantischen Zyklonen liegt im Grenzgebiet zwischen dem 
Golf- und Labradorstrom bzw. den östlichen Staaten von Nordamerika, Es ist 
in dieser Zeitschrift schon mehrmals auf die Bedeutung dieser Golfstrom- 
Frontalzone hingewiesen worden, der neben der von den Warmluftmassen des 
Kuro Schio und der aus Ostasien abfließenden Eisluft gebildeten westpazifischen 
Frontaizone fast alle winterlichen Sturmwirbel der Nordhemisphäre ihre Ent- 
stehung verdanken, und vor allem M. Rodewald hat in mehreren Wetterskizzen 
die Bildungsweise einiger typischer Sturmwirbel auf Grund einer eingehenden 
Analyse der Bodenwetterkarte bereits weitgehend geklärt. 
Es fehlt jetzt nur noch der Nachweis, daß die Golfstrom-Frontalzone tatsächlich 
hinsichtlich der Temperaturunterschiede von überragender Bedeutung ist und daß 
dort in der Höhe vor Entstehung eines nordatlantischen Wintersturms wirklich 
ein Druckgefälles aufgebaut wird, wie wir es sonst nirgends finden; eine An- 
schauung, die auf Grund der am Boden beobachteten Temperaturgegensätze schon 
eine erhebliche Stütze findet, für die der direkte Beweis aber sogar noch nach 
Einrichtung des amerikanischen Wetterflugstellen-Netzes schwer zu erbringen ist, 
da von den Vereinigten Staaten die Original-Beobachtungen nicht veröffentlicht 
werden und man daher auf die Mitteilungen in Einzeluntersuchungen angewiesen ist. 
Eine genügende Anzahl von Einzelaufstiegen ist kürzlich von H. C, Willett 
in einer Arbeit „Discussion and Illustration of Problems suggested by the analysis 
of atmospheric Cross-Seckons‘!) zusammengetragen worden, und bei der Durch- 
sicht der einzelnen Vertikalschnitte wird man bald auf den 8, Februar 1933 
aufmerksam, wo der Temperaturgegensatz an einer stark geneigten Front 
auf kurzer Entfernung in der gesamten unteren Troposphärenhälfte ein 
Ausmaß von mehr als 30° C erreichte?) 
„Ir diesem Schnitt finden wir eine Kaltfront“, schreibt Willet?), „an der der 
Luftmassengegensatz und die Schärfe der Front extrem sind wie selten. .... Der 
Durchzug dieser schroffen und scharfen Front wart) von einem schweren. Regen-, 
Graupel- und Schneeschauer und. einem Temperatursturz von 17° € innerhalb von 
1) Papers in Physical Oreeanography and Meteorology, publ. by Mass. Inst. of Technology and 
Woods El Camographie Institution, Vol, IV, No, 2%. — Yaa 0. Tafel XVII. — 9 as OO. 
% N — 01,
	        
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