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Volltext : 20, 1897

46

Aus  dem  Archiv  der  Deutschen  Seewarte  —  1S97  No.  4  —

weitere  Reihe  von  Aufzeichnungen,  hei  denen  aus  dem  Gange  im  Nachlassen  und  Anwachsen  des  Windes
auf  ungleichen  Stand  der  Uhren  geschlossen  werden  musste,  ist  dennoch  in  die  Vergleichung  mit  aufgenommen
worden,  da  man  annehmen  darf,  dass  solche  Abweichungen  in  der  länger  fortgeführten  Reihe  sich  ausgleichen
  müssen.
Aus  diesen  Vergleichungen  ist  die  folgende  Tabelle  hervorgegangen,  deren  erste  Spalte  die  nach  der
Robinsonschen  Regel  mit  dem  Normalanemometer  bestimmte  Windgeschwindigkeit  giebt.  Die  zweite  enthält
die  Anzahl  der  Vergleichungen  in  Stunden,  die  dritte  den  Reduktionsfaktor  f,  mit  dem  die  nach  der
Robinsonschen  Regel  berechneten  Windgeschwindigkeiten,  wie  sie  das  Stationsanemometer  giebt,  multiplizirt
werden  müssen,  um  die  entsprechende,  in  der  ersten  Spalte  angeführte  Angabe  des  Normalanemometers  zu
erhalten.

Vergleichung  des  Normal-  und  des  Stations-Anemometers  des  Seewarte.

Geschwindigkeit
nach
dem  Normal

Anzahl  der
Vergleichungen

Reduktionsfaktor ­

/

Geschwindigkeit
nach
dem  Normal

Anzahl  der
Vergleichungen

Redaktionsfaktor ­

/

0.0—  0.9

—

—

13.0—13.9

56

1.07

1.0—  1.9

355

1.36

14.0—14.9

31

1.07

2.0—  2.9

529

1.18

15.0—15.9

13

1.07

3.0—  3.9

795

1.14

16.0—16.9

15

1.06

4.0—  4.9

924

1.11

17.0—17.9

10

1.06

5.0—  5.9

848

1.10

18.0—18.9

2

1.05

6.0—  6.9

761

1.10

19.0—19.9

11

1.05

7.0—  7.9

737

1.09

20.0—20.9

2

1.05

3.0—  8.9

500

1.09

21.0—21.9

4

1.05

9.0—  9.9

440

1.09

22.0-22.9

2

1.04

10.0—10.9

207

1.08

23.0-23.9

1

1.04

11.0—11.9

145

1.08

24.0-24.9

4

1.04

12.0—12.9

99

1.08

25.0-  25.9

1

1.04

Die  Ableitung  der  Interpolationsformel  für  das  Stations-Anemometer  geschah  in  folgender  Weise.  Mit
Hülfe  der  oben  gegebenen  Formel  für  das  Normal-Anemometer  wurde  mit  den  durch  3  dividirten  Angaben
desselben  die  Windgeschwindigkeit  V  berechnet.  Ebenso  gestattete  der  Reduktionsfaktor  f  die  Geschwindigkeit ­
  v  des  Schalen-Mittelpunktes  des  Stations-Anemometers  zu  berechnen.
V  ist  wieder  die  nach  der  abgeleiteten  Formel  für  das  Stationsanemometer  berechnete  Geschwindigkeit.

Stationsanemometer  der  Seewarte.

V

V

V

V—  V

1.14

0.245

1.26

—0.12

1.88

0.565

1.97

—0.09

2.62

0.877

2.67

—0.05

4.10

1.515

4.08

+0.02

6.31

2.446

6.15

+  0.16

8.53

3.395

8.25

+  0.28

10.75

4.667

11.07

—0.32

12.23

4.984

11.78

+  0.45

14.45

6.333

14.78

—0.33

V  —  0.720  -(-  2.2184  v

Diese  Formel  stimmt  in  ihren  Ergebnissen  sehr  gut  mit  der  für  das  Wilhelmshavener  Stationsanemometer ­
  gefundenen  überein,  wovon  man  sich  leicht  überzeugt,  wenn  man  für  einige  Werthe  von  v  die  zugehörigen ­
  Werthe  von  V  nach  beiden  Formeln  berechnet.
            
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