38
Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte ■— 1905 No. 1. —
7) Abgekürzte Tafel für den Stundenwinkel und für
das Azimut. Diese Tafel ist durch Kürzung und durch Inter
polation aus den Tafeln 1 und 2 herzustellen.
Beispiel. Hamburg: </> = 53°32'8.
8) Verzeichnis der zur Zeitbestimmung geeigneten
Sterne und Berechnung ihrer Durchgangszeit durch den ge
wählten Höhenparallel. Es sind aus dem Berliner Jahrbuche sämt
liche Sterne herauszuschreiben, deren Deklinationen innerhalb der oben
ermittelten Grenzen liegen. Aus der Tafel 7 entnimmt man mit der
Deklination jedes Sterns als Argument die Werte t und A und berechnet nach den Formeln
T 0 = u—t
T lc = a + t
90
die Durchgangszeiten des Sterns durch den gewählten Höhenparallel. Als Epoche für die Sternörter wähle
man einen mehrere Jahre vorausliegenden Zeitpunkt.
Beispiele. Hamburg: </> = +53° 38'-.
Name des Sterns
Gr.
« (1910)
d (1910)
t
A
T 0
To
43 Comae
4.1
13 h 7'.”7
+ 28° 20'
4 h 24T1
89° 36'
8 h 43'."6
17 h 31T8
r Bootis
4.6
13 43.0
+ 17 54
3 28.6
69 5
10 14.4
17 11.6
a Bootis
1
14 11.6
+ 19 39
3 38.6
72 46
10 33.0
17 50.2
y Delphini sq.
4.0
20 42.5
+ 15 48
3 16.0
64 31
17 26.5
23 58.5
1 Pegasi
4.3
21 17.9
+ 19 25
3 37.3
72 16
17 40.6
0 55.2
n Pegasi
4.2
22 6.0
+ 32 44
4 45.7
97 33
17 20.3
2 51.7
9) Aufstellung des Beobachtungsprogramms und der für die Berechnung der Zeit
bestimmungen zu verwendenden Hülfsgrößen. Die in Tafel 8 aufgezeichneten Sterne sind nach ihren
Durchgangszeiten (T 0 und T w ) durch den gewählten Höhenparallel chronologisch zu ordnen; außerdem sind
verschiedene aus den früheren Tafeln zu entnehmende Werte beizufügen. Es möge empfohlen werden, zu
nächst nur die Spalten 1 bis 5 des folgenden Schemas aufzustellen und erst im Laufe der Zeit nach Bedarf
die übrigen Spalten auszufüllen; bei der großen Anzahl der zur Verfügung stehenden Sterne wird man manche
Sterne überhaupt nicht benutzen. Die zur Reduktion auf den Mittelfaden dienenden Werte mögen hier in
der Reihenfolge eingetragen werden, wie sie bei der Berechnung zur Verwendung kommen, d. h. bei west
lichen Sternen möge die Reihenfolge der Fäden (1), (2), (3), (4), (5), dagegen bei östlichen Sternen die Reihen
folge (5), (4), (3), (2), (1) gewählt werden. Der Niveaufaktor N sowie der Faktor des Zenitdistanzfehlers F
haben bei westlichen Sternen das positive, bei östlichen Sternen das negative Vorzeichen.
Beispiel. Beobachtungsort und Instrument wie oben.
i
2
3
i
&
6
7 II 8
9
10 _
11
la
13
14
15
Name
des Sterns
Gr.
-S ' rS
S
a Sr
—
T
+
« (1910)
Ii Zur Reduktion auf den Mittelfaden
T910; j Vor dem Mf. ! Nach dem Mf.
Niveaufaktor
N
Tflgl.
A Ci
Aberr.
Ad
1 Faktor des
Zenitdistanz-
Fehlers F
r Bootis
4.6
w
17 h 1 T."6
69° 5'
13 h 43 m
+17° 54' +44?61
+22f 33
—2 2?22
—44?45
+0.137
+0?01
+on
+0.120
it Pegasi
4.2
Ü
20.3
262 33
22 6
+32 44 +41.94
+20.96
-21.04
-42.01
-0.129
+0.01
-0.1
-0.113
y Delphini sq.
4.0
Ô
26.5
295 29
20 42
+15 48 +46.03
+23.02
-23.12
-46.21
-0.141
+0.01
-0.1
-0.124
43 Comae
4.1
w
31.8
89 36
13 8
+28 20 i +41.66
+20.86
-20.78
-41.57
+0.128
+0.01
+0.1
+0.112
1 Pegasi
4.3
0
40.6
287 44
21 18
+19 25 +43.63
+21.81
-21.91
-43.77
-0.135
+0.01
-0.1
-0.118
a Bootis
1
w
17 50.2
72 46
14 12
+19 39 +43.62
+21.83
-21.75
-43.49
+0.134
+0.01
+0.1
+0.117