Prof. I)r. C. St ediert: Zeit- und Breitenbestimmungen durch die Methoden gleicher Zenitdistanzen.
31
Fd
U s
A U
4
«a
Os
Cts
tn
ts
cos \ (4+ d s ) = 9.765008
sin 4 (4— da) = 9.934979
Zähler = 4.384545
Nenner = 9.699987
(5)
17 h 49 m 13?50
18 6 27.96
+ 2 9.35
17 51 22.85
16 44 30.59
18 8 37.31
19 1 12.10
1 6 52.26
23 7 25.21
(1)
17 h 58"50f50
18 12 2.02
18 0 59.85
18 14 11.37
1 16 29.26
23 12 59.27
cos 4 = 9.606808«
A = 4.684558
—cos ö s = 9.998329«
A n
m s
A s
An nhi
A s m s
A (Brem.)
B (Brem.)
Summe
ty i (4+ 4)
B (Brem.)
C (Brem.)
U J <T
cp
A n = 4.290866«
A s = 4.682887«
3.940422
4.290866«
3.732762
4.682887«
8.231288»
8.415649»
9.815639
0.218559
8.634208»
0.145140
1.510932
9.986397
0.131537
+ 53° 32' 49?3
4.056178
3.635927
8.347044«
8.318814«
9.971770
0.287144
8.634188«
1.510952
9.986397
0.131537
+ 53° 32' 49*3
Ebenso wie bei der Berechnung der Zeitbestimmungen sind bei den scheinbaren Oertern der Sterne die am Schlüsse
des Berliner Jahrbuchs angegebenen vorläufigen Verbesserungen berücksichtigt, dagegen die Verbesserungen wegen täglicher
Aberration vernachlässigt worden.
Als Mittelwert der beiden obigen Breitenbestimmungen ergibt sich:
cp = +53°32'49?7
Aus einer längeren Beobachtungsreihe am großen Universal-Instrument des Nordturms der Deutschen See
warte („Archiv“, Jahrg. 1900, No. 4 und Jahresbericht 1900, S. 56) war für den Südturm gefunden worden:
<p = +53°32'49:'4
Diese fast vollständige Uebereinstimmung beider Werte, sowie andererseits die in Anbetracht des kleinen
Instruments vortreffliche innere Uebereinstimmung der obigen Beobachtungen zeigen wohl am deutlichsten
die Ueberlegenheit der hier angewendeten Methode gegenüber den Breitenbestimmungen aus einzelnen Zenit
distanzen. Zum Vergleich möge erwähnt werden, daß aus Beobachtungen nach der letzteren Methode mit
dem gleichen Universal (C. Bamberg No. 7866) sich häufig Werte für die Breite ergeben haben, welche um
15" bis 20" von der Wahrheit ahwichen.
Abschnitt 3.
Zeitbestimmungen an einem festen Beobachtungsorte.
§ 14. Grundgedanke der Methode.
Für die Ausführung der regelmäßigen Zeitbestimmungen an einem festen Beobachtungsorte mit Hülfe
des Universal-Instruments möge hier ein Verfahren in Vorschlag gebracht werden, welches der in Abschnitt 1
dargestellten Methode ähnlich ist, andererseits aber unter der soeben genannten Voraussetzung (fester ße-
obachtungsort) aus verschiedenen Gründen vor jener Methode den Vorzug verdient. — Die zur Zeitbestimmung
erforderlichen Beobachtungen sind — um das Verfahren kurz zu beschreiben — in folgender Weise aus
zuführen. Das Universal-Instrument wird vor Beginn der Beobachtungen auf eine gewisse Zenitdistanz ein
gestellt; bei dieser Zenitdistanz werden innerhalb der Azimute 50° bis 130° einerseits und 230° bis 310°
andererseits je eine gleiche Anzahl Sterndurchgänge durch die Horizontalfäden beobachtet. Es handelt sich
also um Beobachtungen in einem festen Höhenparallel.