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Seekartenwerk
1. Allgemeines
Das Jahr 1962 wird, wegen des Beginns der Umstellung des Seekartendrucks
auf das Offsetverfahren, in die Geschichte des Seekartenwerks eingehen. Die
Umstellung ist geboten und war nicht mehr zu umgehen, weil die Steindruck
schnellpressen, die sich mehr als 50 Jahre bewährt hatten, nicht mehr betriebs
sicher und leistungsfähig sind. In Dienst gestellt wurden eine großformatige
Offsetandruckpresse für den Druck der größten Seekartenformate und eine Zwei
farbenoffsetpresse; außer Dienst gestellt wurden eine großformatige Stein
druckschnellpresse und mehrere Andruckpressen. Die Druckkapazität wird allen
Anforderungen gewachsen sein, wenn, wie vorgesehen, eine weitere Offsetan
druckpresse 1963 und eine weitere Zweifarbenmaschine 1964 aufgestellt sein
werden.
Die Mechanisierung bei der Herstellung der Kartenoriginale wurde im Be
richtsjahr weiter vorangetrieben; es werden jetzt fast alle Kartenzeichen mon
tiert. Der Ausstoß an Seekarten war im Berichtsjahr größer als in jedem vor
hergehenden Jahre. Diese Höchstleistung konnte bei gleichbleibendem Personal
stand nur durch äußersten Einsatz aller Mitarbeiter erreicht werden.
Der Farbfilm "Die Entstehung einer Seekarte", der im Jahre i960 gedreht
wurde, hat so viel Anklang gefunden, daß seine Vorführung bei jeder der häu
fig stattfindenden Besichtigungen gewünscht wird.
2. Kartographie
Folgende Karten kamen im Berichtsjahr heraus (die Vorjahrszahlen in Klam
mern) :
29
(
26)
Karten als "Heue Karten"
49
(
60)
Karten als "Heue Ausgaben"
147
(118)
Karten als "Zur Beachtung" mit größeren Berichti
gungen
98
(
93)
Deckblätter zu 75 (70) Karten
16
(
16)
Karten wurden seit 1946 erstmalig auf den neuesten
Stand gebracht
24
(
27)
neue Karten ersetzen gleichwertig 27 (36) veraltete
Karten.
Im einzelnen sind die im Berichtsjahr veröffentlichten Seekarten im Abschnitt
D, "Veröffentlichungen des Instituts"(S.104) angeführt.