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Sicht und desgleichen eine auffallende Reihe von 9 Windmühlen, welche an der
Nordseite der Stadt stehen.
Das Schloss von Koum-Kaleh kommt dann gleichfalls in Sicht, dasselbe
steht auf einer niedrigen Landspitze, welche sich von dem Berge von Yeni-shehr
nach Norden erstreckt.
Seddul- Bahr ist an. der Nordseite der Strasse und steht auf dem Berg-
abhang, welcher das Cap Greco bildet, 3/4 Seem. östlich von Cap Helles entfernt,
Hier befindet sich das eine der alten Felsenschlösser, welches mit der Stadt
gleichen Namen hat und welches durch seine Grösse und.den niedrigen, aber
sehr starken Thurm, welcher sich auf der Ecke desselben befindet, in die Augen
fallend ist. .
Sobald diese beiden Städte erkannt werden, befindet man sich recht vor
der Einfahrt in die Dardanellen-Strasse.
Für einen Dampfer oder ein Segelschiff bei gutem frischem
Winde ist anzuempfehlen, sich an der europäischen Seite, in ungefähr 2 Kblg.
Abstand, zu halten, bis man in den engen 'Fheil bei Chanak kommt, woselbst
die Mitte der Strasse zu wählen ist, weil der Strom daselbst schwächer als an
den Seiten ist. Hinter dem engen Theile muss man sich, um den Strom zu ver-
meiden, an der asiatischen Seite halten und Nord steuern, um ausserhalb der
Nagara Tonne zu bleiben, welche aber ganz dicht bei passirt werden kann.
Nachdem diese Tonne passirt, halte man NO auf die Spitze Sestos, bis
innerhalb 3 Kblg. Abstand von der europäischen Küste und bleibe längs dieser,
die dazwischen befindlichen Buchten liegen lassend, in demselben Abstand von
allen Landspitzen, bis das Marmara Mecr erreicht ist. Von der Spitze Galata
muss man direct auf die Spitze Gallipokk steuern, um die Middle- Bank zu ver-
meiden. Auf dieser Route wird ein Dampfer zwar stets Gegenstrom haben,
aber nicht den stärksten, und sollte ein Dampfer es vorziehen, den geraden
Weg gegen den stärkeren Strom einzuschlagen, so würde er dabei mehr Zeit
verlieren, als wenn er diese angegebene Route verfolgt.
Bei der Landspitze findet man häufig entfärbites Wasser, solches ist aber
kein Anzeichen von Untiefen.
_ Marmara-Meer. Von querab von Eski- Fanar muss ein Dampfer
0N01/40 steuern, um von der Spitze Heraclitza frei zu kommen. Aber kein
Schiff sollte versuchen, innerhalb einer Seem. von der Küste zu passiren, da
die gefährliche Dohan- Aslan- Bank, auf welcher schon viele Schiffe gestrandet
sind, sich %4 Seem. von der Küste erstreckt, Während der Nacht muss, sobald
das Feuer von Mora in Sicht ist, Vorsicht gebraucht werden, bei der Annähe-
rung an dasselbe innerhalb 10 Seem., und das Feuer dann nicht östlich von
N0%/0 bringen, da die Spitze Heraclitza niedrig und gefährlich ist.
Auf dem Wege vom Marmara-Meer nach dem Griechischen Archipel ist
die Mitte der Strasse zu halten.
Ein Segelschiff mit schwachem, aber gutem Winde muss bei An-
segelung der SW - Einfahrt der Dardanellen - Strasse innerhalb der Tenedos und
Rabbit Inseln passiren, um die Strömung so viel als möglich zu vermeiden, und
dann NNO'L0 auf Cap Helles steuern, bis die Südtonne von Yeni-shehr in Sicht
kommt, von wo aus recht auf die NW-Tonne zu halten und diese dicht bei
ausserhalb zu passiren ist. Von hier muss ein Kurs eingeschlagen werden, der
2 Kblg. ausserhalb der Spitze Koum-Kalch vorbeiführt, und dabei Vorsicht
gebraucht werden, wenn man sich längs der Grenze der Untiefe befindet, und
dabei in nicht weniger Wasser als 18 Mot. gehen, da die Untiefe plötzlich an-
steigt.
Sobald Koum - Kaleh SW peilt, ist der Kurs nach 0S0'0 auf der
Kavanlık Liman Tonne zu setzen, welche nicht zu dicht passirt werden darf,
Von der Yeni-shehr NW-Tonne bis hier wird das Schiff einen schwachen
Strom mit haben und hier in Stillwasser kommen, deshalb muss man bis zur
Spitze Kephez dann in !/z Seem. Abstand von der Küste bleiben.
Die Spitze Kephez ist schwierig zu passiren, weil die Untiefe bei dem
Südende dersclben sie umgiebt und gefährlich ist; deshalb muss ein Schiff, nach-
dem es 1 Secm. weit die weissen Äbhänge daselbst passirt hat und ungefähr
1 Seem. von der Spitze Kephez, nach der europäischen Seite hinüber halten,