77
von Halva Tepe aufsteigt, der hier endigt und sich im Hintergrunde längs der
Küste nach Osten zu erstreckt; Hinter dem Dorfe Heraclitza erreicht dieser
Bergrücken in dem Pik Ay’ Ela oder Agia Elias seine grösste Höhe, 686 Met.
Bei Injeh Burnu liegt eine aus Sand und Stein bestehende Bank mit
7.3 Met. Wassertiefe, die %4 Seem. Ausdehnung hat. Eine flache Stelle der-
selben mit 5.9 Met. Wassertiefe liegt SWzS vor der Spitze.
Ankerplatz. Eine Seem. WNW von /njeh Burnu ist in 14.6 Met. Wasser
ein guter. Ankerplatz.
Von Injeh Burnu erstreckt sich die Küste 3 Seem. nach NOzN, biegt
dann für die nächsten 4 Seem, bis Sarkeni nach Osten zu um und ist ganz frei
von Untiefen, so dass man sich bis auf 2 Kblg. Entfernung der Küste nähern
kann. Die Küste ist theilweise aus niedrigen und theilweise aus hohen Ab-
hängen bestehend, letztere steigen bis zu dem im Innern liegenden Bergrücken
Halva hinauf. Das niedrige Land am Fusse des Bergrückens längs dieser
Küstenstrecke ist häufigen Ueberschwemmungen, besonders im Sommer, aus-
esetzt.
5 Das Dorf Keziljadere liegt an dieser Küstenstrecke 1!/2 Seem. landeinwärts.
Sarkioi oder Geristasi,, wie es von den Griechen genannt wird, ist
ein grösserer Ort an der Küste und steht unten am Fusse des Arapli-Ten6d,
In demselben sind 2 Moscheen und 3 griechische Kirchen; die Einwohnerzahl,
welche grösstentheils aus Griechen besteht, beträgt ungefähr 5000. ;
Wasser. In der Mitte des Ortes in der Nähe des Brumnens ist eine
kleine hölzerne Mole. .
Handelsartikel. Das diesen Ort umgebende Land ist gut kultivirt
und man gewinnt daselbst alle Sorten Getreide, Baumwolle, Seide, Taback
und Wein.
Ankerplatz. Der Ankerplatz bei Sarkiorz ist kein guter, es ist daselbst
zwar gut haltbarer Grund, aber kein Schutz gegen die vorherrschenden Winde,
und die Bank, welche die Küste in einem Ahstand von 1% Kblg. einfasst, fällt
plötzlich steil ab. Der beste Platz ist noch in 29 Met. Wassertiefe ungefähr
21/2 Kblg. von der Küste entfernt.
Spitze Heraclitza. Dieselbe ist 3'/2 Seem, östlich: von Sarkioi und bildet
die Südseite der östlich daran liegenden, !/a Seem. breiten Bucht, in welcher
das Dorf Heraclitza liegt. Die Spitze ist breit und sandig und bei derselben
befindet sich eine Bank von 2'/2 Kblge. Landeinwärts der Spitze ist das Land
ungefähr in einer Entfernung von !/a Seem. eben, und gleich dahinter erhebt
sich der Berg Arapli- Tepe, auf welchem das gut erkennbare Dorf gleichen
Namens Hegt.
Um von der Spitze Heraclitza frei zu bleiben, darf man den 7! Seem.
entfernten Leuchtthurm von Hora nicht östlicher als NO0%40 bringen. Sehr
häufig sieht man Wracke in der Nähe dieser Spitze.
Hinter der Spitze Heraclitza erstreckt sich ungefähr 7'23 Seem. weit bis
zu der Spitze Hora die Küste in N0z0!20; dieselbe ist steilabfallend und ohne
Untiefen.
Leuchtfeuer. Auf der Spitze Hora, auch Khoraz genannt, erhebt sich
ein weisser, 15.2 Met. hoher Leuchtthurm, dessen weisses festes Feuer mit einem
Blink alle 30 Sekunden, sich 55.2 Met. über der Meeresfläche befindet,
(Schluss folgt.)
Die Barre von Maracaybo.
Während des Aufenthaltes S. M. S. Augusta ‚an der Küste der Ver-
einigten Staaten von Venezuela in den Monaten November und Dezember v. J.
besuchte „Augusta‘“ auch u. A. die Häfen von Vela de Coro und Cumarebo,
sowie die Barre von Maracaybo. Der Kommandant S. M. S. „Augusta“, Cor-
vetten-Capitain Freiherr von der Goltz liess durch den Navigations-Offizier