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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

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Eski-Faner Burnu ist eine felsige, ungefähr 7.6 Met. hohe Spitze, auf welcher 
der alte Leuchtthurm von Gallipolz steht; derselbe ist ein weisser, viereckiger, 
9.1 Met. hoher Thurm. Von dieser Spitze erstreckt sich 1 Kblg. weit felsiger 
Grund mit 11 Met. Wassertiefe, über welchem das Wasser aber ein entfärbtes 
Aussehen hat. | 
Von der Spitze Eski-Fanar erstreckt sich die Küste 2 Seem. nach Nor- 
den und bildet eine lange sandige Bucht, in welcher 2 Kblg. von der Küste 
entfernt tiefes Wasser ist. Am Strande 4 Kblg. im Norden von der Spitze 
steht ein einzelner auffallender Felsen, welcher Tchan-Kair genannt wird. 
Durch die gut angebaute Ebene, die sich längs dieser Bucht hinzieht und Ok- 
Meidan genannt wird, führt der Weg von Gallipoli in das Innere des Landes 
und quer über die Landenge von Bowulair. 
Von dem Ende dieser Bucht erstreckt sich die Küste längs des Fusses 
der Karaiokous Berge nach ONO und weicht in den ersten 30 Seem. nur wenig 
von einer geraden Linie ab; dieselbe bildet bereits die Nordküste des Marmara 
Meeres. Im oberen Theil der Bucht liegt 3!/a Kblg. von der Küste eine flache 
Bank mit 4.5 Met. Wassertiefe, die sich aber allmälig der Küste nähert, so dass 
1 Seem. weiter nach Osten zu sie nur noch 1 Kblg. von der Küste entfernt ist. 
Boulair ist ein grosses türkisches Dorf, welches an der Nordseite der 
Karaiokous Berge liegt, es kann von See aus nicht gesehen werden, nur die 
Spitzen der Minarets kann man erblicken, was ziemlich weit nach Osten zu ist. 
Spitze Dohan-Aslan. Dieselbe liegt 9 Seem. östlich von Eski-Fanar-Burnu 
und ist ein 29 Met, hoher gelber Felsabhang, der aber nur so wenig hervor- 
springt, dass er, wenn man nicht sehr dicht bei im ist, sich nicht als eine Land- 
spitze markirt. Auf dem oberhalb dieser Spitze aufsteigenden Lande ist ein 
yrosses weisses Bauerngehöfte und weiter landeinwärts und noch höher hinauf 
ist ein auffallender 20 Met. hoher Erddamm, welcher auf einem Ausläufer der 
Megarislik Berge steht. Man glaubt, dass dieser Erddamm der Begräbnissplatz 
des Lysimachus ist, von den Türken wird er Mal-Tepe benannt. 
Untiefen. Bei der Spitze Dohan Aslan ist eine Bank aus Sand und 
Felsen bestehend, welche Dohan Aslan Bank benannt wird; das abgerundete 
Ende derselben ist 6 Kblg. von der Küste entfernt, hat 5.5 Met. Wasser, wäh- 
rend gleich ausserhalb derselben 7 und 9 Met. Wassertiefe ist und solche sehr 
allmälig zunimmt, so dass bei 3 Seem. Abstand 37 Met. Wasser sich befinden. 
Der flachste Theil der Bank ist 5!/2 Kblg, von der Küste entfernt und 
hat nur 2.7 Met. Wasser. Auf dieser Bank sind die Ueberreste eines im Jahre 
1853 daselbst gestrandeten eisernen Dampfschiffes versandet und innerhalb dieses 
Wrackes ist ein Fahrwasser mit 5.s Met. Wassertiefe, welches von den Küsten- 
fahrern benutzt wird; aber in dieses Fahrwasser erstreckt sich auf einer Stelle 
noch eine Untiefe von 3 Met. Tiefe. Peilt man das Grab des Lysimachus in 
N'!2W, so führt diese Richtung auf die 3 Met.-Stelle. Hält man die Spitze 
Gallipole in Linie mit dem Einschnitt zwischen Ak-Yarlar und dem nächsten 
Gipfel nach links im SWzW!/2W, so führt diese Richtung in 15 Met. Wasser- 
tiefe frei von Dohan Aslan Bank, 
Tonne. Die äussere Grenze der Dohan Aslan Bank ist durch eine rothe 
Tonne, welche in 14.6 Met. Wasser liegt, gekennzeichnet. Man peilt an dieselbe. 
Das Grab des Lisimachus in N!AW und die Spitze Dohan Aslan in Nz01/40 
1 Seem. entfernt, 
Dohan Aslan Bucht, Von der Spitze Dohan Aslan erstreckt sich die Küste 
die nächsten 7!/2 Seem. bis zu der Spitze Injeh zuerst nach NO, biegt dann 
nach Osten und bildet eine lange flache Bucht, die frei von Untiefen ist. Die 
Dohan Aslan Bank tritt ganz an die Küste, wie schon erwähnt worden, heran 
and die 5.5 Met.-Linie ist hier über 3'/ 2 Kblg. weit von der Küste entfernt. 
Die Küste wird von einem Sandstrande gebildet, hinter welchem niedrige Lehm- 
abhänge liegen, ähnlich wie im Westen von Dohan Aslan, aber niedriger; öst- 
licher an einigen Stellen ist die Küste sumpfig. 
Mehr landeinwärts fällt der Megrislik Berg nach Osten zu eben und auf 
dem östlichen Ausläufer steht das Dorf Kxamile, von welchem von Soe aus nur 
einige Windmühlen zu sehen sind. 
Injeh Burnu. Diese Spitze wird durch einen 9 Met. hohen Abhang ge- 
bildet, welcher allmählig landeinwärts bis zu dem Westende des Bergrückens
	        
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