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gelbes. Gebäude, welches auf einem kleinen kegelförmigen Hügel in der Mitte
der Stadt steht. , 8 0 ;
Spitze Gallipoli. Die Ostspitze der Gallipoli Bucht ist felsig und von un-
reinem Grund umgeben; letzterer erstreckt sich bis zu einer blinden Klippe,
welche 3.7. Met. unter der Wasserfläche, WSW 1 Kblg. von der Spitze entfernt,
liegt. Ausserhalb der blinden Klippe ist tiefes Wasser. Von dieser Spitze
erstreckt ‘sich die Küste 2 Seem. weit NO’ und bildet das Stadtufer von Galli-
poli. . Die Strasse ist überall felsig und hat niedrige aber senkrechte Abhänge,
von denen bis auf 55 Met. Abstand Felsen oder Klippen sich befinden. . Dar-
auf zieht sich die Küste um die Landspitze, auf welcher der Leuchtthurm steht,
herum bis nach der Bucht von Baschesme-Liman, in. welcher sich der nördlich
gelegene Ankerplatz von Gallipoli befindet. ..
Stadt Gallipoli. Dieselbe ist auf dem felsigen Vorgebirge zwischen
der Gallipoli Bucht oder Baschesme erbaut und hat gegenwärtig 17,000 Ein-
wohner; bestehend aus Türken, Griechen und Juden. Die Stadt, in welcher der
Regierungssitz der. Provinz Gallipoli, im Valyat von Adrianopel, ist, besitzt
viele Moscheen und Minarets und ist sehr bekannt als der Begräbnissplatz heilig
gesprochener Muselmänner, deren Begräbnissplätze von grosser Ausdehnung sind,
Der Haupthandel besteht in Getreide, Baumwolle und Vieh, welches
nach Constantinopel befördert wird. Jede Art von Proviant.kann man hier. er-
halten, aber andere Ausrüstungsgegenstände sind sehr knapp.
Hafenbassins. An der Südseite der. Stadt Gallipoli sind zwei kleine
Hafenbassins, von denen das äussere eine Fläche von 60.7 Ar (l.s Arcres) ein-
nimmt, 2.1 Met. Wassertiefe hat und in der Einfahrt 9 Met. breit ist. |
Die Grösse des inneren Bassins beträgt ungefähr nur den dritten Theil
des äussern, wird nicht viel benutzt und an der Seite desselben steht ein alter.
genuesischer Thurm. Das äussere Bassin‘ wird viel von Küstenfahrzeugen be-
nutzt, aber die Fahrzeuge sind von der Rhede aus wegen der Häuser nicht
sichtbar.
Wasser. In der Nähe dieser Bassins ist ein Brunnen, von dem man
Wasser erhalten kann; aber derselbe spendet nur langsam Wasser und schicken
die Schiffe: gewöhnlieh ihre Boote nach einem Brunnen im Norden der Bucht
von. Baschesme, der bedeutend ergiebiger ist. .
— Klarirungsstelle. Das Gesundheits-Amt, welches gleich westlich der
Hafeneinfahrt steht, ist ein gelbes Gebäude, und kann man hier einen Pass zu
freiem Verkehr für Constantinopel erhalten. 5
Leuchtfeuer. Vor der Stadt von Sec aus gesehen, steht an der Grenze
des 27 Met. hohen Abhanges und kurz vor der Landspitze der Baschesme Bucht
der. weisse Leuchtthurm von Gallipoli; derselbe ist aus Stein erbaut, 9 Met,
hoch und führt ein weisses Drehfeuer mit Intervallen von 30 Sekunden, welches
18 Seom. sichtbar ist. Die geographische Länge desselben ist 40° 24‘ 27“ Nord-
Br. und 26° 41‘19“ Ost-Lg. von Greenw. .
Baschesme Linman oder Brunnen-Bucht liegt.an der Nordseite. der vorsprin-
genden Spitze von Gallipolt und um die felsige Sandspitze‘ dieser Bucht, er-
streckt sich die Küste zuerst nach Westen, darauf verliert sie ihren felsigen
Charakter und biegt als Sandstrand nach Norden um (4 Kblg.), von wo sie sich
mit: wenig‘ Unterbrechungen 1 Seom.: weit. nach Osten bis zu der Nordspitze der
Bucht, genannt Eski-Fanor-Burnu, herumzieht und wieder felsig wird. ;-
Ankerplatz. In dieser Bucht ist in 24 Met, Wassertiefe, ungefähr
21/2 Kblg. von der Küste entfernt, wobei der Leuchtthurm von Gallipoli SW'/S
peilt, ein Ankerplatz, Auf demselben hat man aber keinen Schutz gegen ‚die
NO-Winde und eine beträchtliche Dünung setzt in diese Bucht hinein; auch ist
der Grund hier nicht so haltbar als an der Bucht ‚von Gallipoli. Vom Ende
der Bucht erstreckt sich 1 Kblg.' weit flaches Wasser und bei. NO-Wind steht
anf demselben eine schwere Brandung; aber andererseits ist die Bucht frei von
ntiefen.
Wasser: In der NW-Ecke der Bucht und in Lee einer kleinen Fels-
spitze, nicht weit .von dem Brunnen, nach dem diese Bucht ihren. Namen hat,
kann man gewöhnlich landen. Von dem Brunnen können die Schiffe durch
Fässer und mit Booten Wasser einnehmen.