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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

A /

Die Segelanweisungen genügen für das Anlaufen der Inseln vor Tschifw,
welche sich alle scharf markiren und in dem Leuchtthurm auf der Insel Kungkung-taw
 eine nicht zu verkennende Marke haben.
Gezeiten. Die Gezeiten setzen auf der Rhede von Tschifu und bei der
Insel Kung-kung-tau wie folgt:
Die Ebbe von NW nach SO
Die Fluth von SO nach NW.
Witterungsverhältnisse. Ueber die Witterungsverhältnisse vom 20.
October bis 30. November 1874 sind an Bord S. M. S. „Arcona“ theils auf der
Rhede von Tschifu, theils bei den Kung-kung-tau Inseln folgende Beobachtungen
gemacht worden. Der Wind ist fast immer nördlich (NW bis NNO) gewesen
und dreht, sowie es flau wird, nach SW. Ist der Wind nördlich und das Barometer
 steigt schnell, so kann man sich auf einen Sturm aus dieser Richtung gefasst
 machen. Ist der Wind ausnahmsweise südlich und nimmt derselbe an Stärke
zu, so dreht er sicher wieder durch West nach Norden.
Das Barometer gewährte in Bezug auf die zu erwartende Witterung gar
keinen Anhalt und stand durchschnittlich ungewöhnlich hoch, da während des
ganzen Monats November kein Stand unter 762 mm. beobachtet wurde. Am
93. November, als es mit Windstärke 10 aus Norden wehte, stieg das Barometer
mit zunehmendem Winde (am 24. November) bis auf 780 mm.
Die Temperatur betrug während des Monats November durchschnittlich
8° €. und varürte von - 16.2° bis zu — 4.s° C., und zwar innerhalb 4 Tagen
vom 20. bis 23. November. Die höchste Temperatur wurde bei leichtem südlichen
 Winde, die niedrigste meistens bei starkem Nordwinde beobachtet, wie
solches auch aus der nachstehenden Tabelle zu ersehen ist.

Datum.

20. Oct, 74
21. » 2”
22. „» » |
23. 9»
24. „
2 49

26. » »
27. » »
28. » m
29. »” »
30, » »”
31. » ar
1. Nov. 74

2. » ”
3. >» 2
4, PP. “

5. ” »”
6. »
7. »
8. » »”
9, 5;

W ind-Richtung



ı Stärke

Nord
NO
So
Oestlich

5—6
223
a |

NO

24

NO

a

NO
NO
NW
NW
NNW
NW
WSW
NNW
SSW
Nord
WNW
SWzZW
WNW
SWzS
NNW
NzW
NzW
WSW
0zS | 1
Süd 9

5—7
'Q—3)
7—9)
;—10
315
3
‚x 9)

Ai
3—4
a. 4‘

Thermometer
Celsius,

Max. | Min.

oO

a

17.2 |
19.6
20.0
196

13.2
12.8
12.3
148

197

16.5

138

10.0

11.4 |
11.9

9.7
9.0 I
go!

113

85
8.1
11.6

7.3
6.8
6.8
7.0

IE

140

13.7

7.1
8.0
Qx

146

145
13.0
13.5

9.0
9.2
Q3

15,2 |
12.6 9.0

8.9

Datum,

10. Nov. 74
11. » »
12, ”
13. »
14.

1.
16.
17. ,
18.
19. » »
20. » »
21. m
22. » mn
23. ” ”
24. »” »
25. ” ”
26. » »
27. ” »”
28. » ”
29, 2” ”»
30. sr 3.

Wind-Richtung

 | Stärke

NNW 6—8
NNW 5—7
NWzZW a—7
West 5—71
NNW 2—3
SWzS 5—6
NWzZW 8
NNW 5—8
3SW 1—9
SWzS 5—6
NNW 5—7
NW 4—7
SO0zS 3—2
SSW 14—56
SSW Q—F$
SzW 1—7
SzO 2—35
so 1.
NNO 4—6)
Nord 0
Nord 6—8
NNW 4—7
NNW 4—5 |
SW 3—6 |
West 3—4)
NO 2
3z0 2—3
IWzZW. 1
Vördlich 1 u
Stille 0 9

Thermometer
Celsius,
Max. | Min.
° °

85 5.0
9,3 56
7.3 6.0
86 | 53

105 |

2.8

ga |

Ae

11.2 5.8
12.5 63
11.7 Bad
14.0
16.2
14.2
124 |

1.2

— 45

0a

Do

| 35

20 |— 0.8
7.2 1.0
5.2 1.7
10.0 3.0
10.0 5.8

Ueber den plötzlichen Witterungswechsel und den grossen Nordsturm vom
93. November berichtet der Commandant S. M. S, „Arcona“, Freih. v. Reibnitz,
            
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