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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

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Wasser. Boote können aus dem Brunnen bei Keonga Wasser ent- 
nehmen, und gleichfalls aus dem Brunnen in der Nähe der Küste, ungefähr 
ı Seem, nördlich von Ras Meimbati in der Mnazi-Bucht, aber zwischen dem 
Cap Delgado und der Mikindani-Bucht ist weiter kein Platz, wo ein Schiff 
Wasser mit Leichtigkeit einnehmen könnte. 
Gezeiten, Zu Msimbati ist die Hafenzeit 4 0%" und die Fluthhöhe bei 
Springzeit beträgt 3.4 Met. Im Fahrwasser läuft der Strom bei Springzeit 
4 bis 5 Knoten und erzeugt heftige Kabbelungen bei dem Riffe im SO der 
Mana Hawanja. 
In der Mnazi-Bucht nimmt man nur wenig von Ebbe und Fluth gewahr; 
ausserhalb derselben hat der Gezeitenstrom die Richtung der Küste und zwar 
läuft die-Ebbe NW und die Fluth SO mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 3 Knoten 
zur Springzeit. In der Nähe der Riffe ist die Strömung am stärksten, 
Beschreibung des Hafens Bahrain und dessen Ansegelung. Arabien. 
Die Indische Regierung hat der Britischen Admiralität zu London nach- 
stehenden Bericht über die Vermessungen des Hafens Bahrain von Seiten des 
Commander (von der Indischen Marine) Morris Chapman, mitgetheilt (s. „Hy- 
drographie Notice“ Nr. 15 London 1875). Alle dabei vorkommenden Peilun- 
gen sind missweisend die Variation beträgt 1° 21‘ West (1875)*). . 
Fasht-al-Yarim. — Dieses grosse Riff giebt dem Bahrain Hafen gegen den NW- 
oder Shamal-Wind Schutz; es ist birnenförmig, in der Richtung Nord — Süd 
ungefähr 13 Seem. lang und an seinem nördlichen Knde 8 Seem. breit. Die 
Mitte und das südliche Ende bestehen aus Felsen und Sand, aber das nörd- 
liche Ende besteht aus Korallen, von denen grosse Stücke von der See abge- 
brochen und aufgethürmt sind; auf der Kante des Riffes brandet die See sehr 
heftig. Bei Niedrigwasser Springzeit ist das ganze Riff gut sichtbar; am nörd- 
lichen Ende befinden sich Haufen abgestorbener Korallen und der südliche 
Theil erscheint gleich einer grossen Sandbank. 
Ras-al-shab ist die nördliche Spitze des Riffes und liegt in 26° 32‘ 30“ 
Nord-Br.; innerhalb !/4 Seem. von dieser Spitze ist das Wasser 5.3 Met. tief, 
aber 3 Secem. NWzW von derselben ist es 4.6; Met. und weniger tief. 
An .der östlichen Seite des Riffes liegt eine Bucht, genannt Har-afe, 
welche 1.s bis 3.7 Met, Wassertiefe hat und in der die Boote der Perlfischer 
gegen NW- oder Shamal-Winde Schutz finden. Südlich von Har-afe und bei 
Ra-aine nimmt die Wassertiefe in der Richtung 0SO sehr regelmässig zu, So 
dass 4 Soem. entfernt sich die 3-Fadenlinie (5.5 Met.) befindet. Oestlich von 
Jadum, der südlichen Spitze, sind 5.5 Met. Wasser %/4 Seem. von dem Riffe 
entfernt, aber die Tiefe fällt dann: plötzlich von 5.5 auf 3.7 Met. 
Die westliche Seite des Riffes bei Rds-al-Slah ist. steilabfallend, daselbst 
sind 7,3 Met. Tiefe, dicht an der Grenze des Riffes; aber. 2 Seem. WSW von 
der NW-Spitze sind nur 4.6 Met. Wasser. . 
Kaliyah ein Fels auf dem grossen Riffe, ist bei Hochwasser kaum 
über der Meeresfläche sichtbar, 
. Ankerplatz. Bei Jadum ist ein guter Ankerplatz, vollständig gegen 
NW-Winde durch das Riff geschützt. . 
Khor-Fasht, Dieses Riff liegt 21% Seem. westlich von Jadum, ist ungefähr 
3 Seem. lang, und hat 2 oder 3 Sandbänke; die grösste dieser Bänke liegt an 
der Südseite und fällt bei Viertel-Ebbe trocken. Auf dem Riffe in der Nähe 
der grossen Sandbank ist 1 Met. unter Niedrigwasser eine Süsswasser - Quelle; 
diese Quelle wird stark von den Perlfischern benutzt, bei kaltem Wetter aber 
wird sie von den Eingeborenen abgeschlossen. Das Riff besteht im Allgemeinen 
aus Korallen, aber der grösste Theil derselben ist abgestorben; der östliche 
*) Siehe „Persian Golf Pilot“ pag, 117.
	        
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