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zwischen Bäumen gelegen, ist ungefähr 8!/a Kblg. breit, aber bei Niedrigwasser
wird die Breite durch eine Sandbank, welche an der westlichen Seite liegt und
trocken fällt, bis auf 4 Kblg. verringert.
Von Ras Rovuma ist die Hauptrichtung des Flusses SWzW, aber beinahe
11/2 Seem. von dieser Spitze ist das Fahrwasser von Sandbänken blokirt, auf
welchen an einigen Stellen bei Niedrigwasser Springzeit nur 0.s Met. Wasser
sich befinden. Dieses letztere war im September, während der trocknen Jahres-
zeit, als der Fluss sehr niedrig war. ;
Ras Matunda oder Matoonda Spitze, an der Nordseite der Rovuma
Bucht ist leicht an einer Reihe weisser Sandberge zu erkennen,. welche sich
ungefähr 1 Seem. weit nahe an der Küste erstrecken; auf dem östlichen Ende
steht ein einzelner grosser Baum, welcher von Norden sowie von Süden sehr
in die Augen fällt, aber wenn man sich östlich davon befindet, ist derselbe
schwer zu erkennen, da sich im Hintergrunde mehr Bäume befinden. _
Da die Matunda Sandhügel die einzigen an der ganzen Küstenstrecke
zwischen dem Cap Delgado und Zanzibar sind, so können die Seeleute, welche
die Position des Schiffes nicht genau kennen, sich leicht orientiren, ‘ -
Ein Riff, welches beinahe 1 Seem. östlich und südöstlich von Ras Ma-
tunda trocken fällt, erstreckt sich ungefähr SW°/4W bis zu den Bäumen süd-
lich von Mto Letokota, woselbst die Entfernung von der Küste bis zu dem
Riffe sich bis auf 1!/a Kblg. verengt.
Gezeiten. In der Rovuma Bucht ist die Hafenzeit 4* 10" und die Fluth-
höhe beträgt bei Springzeit 3.7 Met. Die Ebbe läuft nordwärts und die
Fluth ostwärts. Ausser der grossen Wassertiefe unmittelbar ausserhalb der
Flussmündung ist, wenn der Wind östlich ist, eine sehr gefährliche Kabbelung,
so dass Boote nicht einlaufen können; die See brandet dem Anschein nach
quer über die Mündung. .
Ankerplätze. An der Südseite der Rovuma Bucht ist auf 12.8 Met.
Wasser ein sehr guter Ankerplatz, Schlammgrund, in folgenden Peilungen;
Einzelner Baum auf Matunda Point in NzW ; leicht erkennbarer Baum in NW%/AN:
Kilima Mundo in SW!/W; und Ende von Ras Swafo in SO'/4S. Dieser Anker-
platz wurde als der beste befunden, auch stand daselbst eine geringere Dünung
als sonst in der Bucht. An der Nordseite der Bucht sind gleichfalls gute
Ankerplätze auf 18 Met. Wasser, Schlammgrund, wenn das Ostende von Ras
Matunda NzO, die leicht erkennbaren Bäume in W*/aN, und Kilima Mundo in
SSW*A4W peilt. ;
Unmittelbar bei der Flussmündung ist kein Ankerplatz, da die dort be-
findliche Bank sehr steil abfallend ist und die Wassertiefen fallen innerhalb
einer Entfernung von 2 Kblg. von 165 Met. bis auf 9 Met,
Kilima Mundo ist ein sehr spitzer gut bewaldeter Pik von. 640 Met.
Höhe, und liegt an der Südseite .des Rovuma Flusses. Da dieser Pik die
höchste, Stelle des Landes auf grössere Entfernung ist, so ist derselbe auch
über die an der Küste stehenden Bäume mehrere Seem. von der Küste aus
sichtbar, und da das Hochland im Norden des Flusses keinen besonders er-
hebliehen Pik hat, so kann man den Kilima Mundo auch nicht leicht von See
aus verwechseln. N
Kilima Macheriuka ist das SO-Ende eines langen flachen Bergrückens,
welcher im Norden des Flusses Rovuma sich nach NW hin erstreckt. Von See
aus ist dieses SO-Ende des Bergrückens an den drei grossen Baobab Bäumen
gut zu erkennen; letztere stehen beinahe auf dem Gipfel an der Ostseite, der
eine der Bäume ist 107 Met. über der Meeresfläche.
Die Küste. Von Ras Matunda an erstreckt sich die Küste und das
Riff bis Ras Ruvura im Allgemeinen nach NNW!AW; das Riff ist steil abfallend
und bleibt Ye bis %/4 Seem. von der Küste ab. Bei Ras Ruvura ist das Riff
durch ein‘ tiefes ungefähr %4 Seem. breites Fahrwasser unterbrochen; letzteres
führt in die Mnazi-Bucht. Von Norden kommend, erstreckt sich dieses Fahr-
wasser 10 Seem. weit nach NW, von hier wendet es sich 1%4 Soem. weit
nach Westen und von dann nach SSW bei Ras Sangamku bis an die Mikin-
dani-Bucht. „m i
Inseln. Auf dem Riffe im Norden des Fahrwassers sind innerhalb der
Mnazi-Bucht zwei Inseln. von denen die eine Mana Hawanja und die andere