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der Stärke vorhanden; aber hier wie auch in der nächsten Nähe befindet sich
keine Rettungsstation, desgleichen sind keine Docks und keine Krähne vorhan-
den, bei dem Flusse Back ist augenblicklich ein hölzerner Kai im Bau begrif-
fen. Reparaturen und dergleichen kann man in Doboy nicht vornehmen, in
solchen Fällen muss man sich nach Savannah schleppen lassen.
Der Ballast ist von der Schiffsbesatzung zu löschen und zwar muss der-
selbe vermittelst Körbe an das Ufer gebracht werden. Frisches Trinkwasser
kann man erhalten, ist aber sehr theuer; dasselbe wird mit einem Wasserboot
für 1'/2 Cent pro Gallon längsseit gebracht.
Eine Telegraphenverbindung ist erst von Darien ab und die Chronometer
kann man auch nur in Savannah reguliren lassen.
Hafenkosten. Die Lootsen werden nach einem festgesetzten Tarif be-
zahlt und betrug solches für das 439 Register Tonnen grosse Schiffe, bis
10’ engl. (3.0s Met.) Tiefgang, einsegelnd 31 Dollars und ausgehend bei 17‘ engl.
(5.18 Met.) 89 Dollars; ein am Bord bleibender Lootse erhält 3 Dollars für den
Tag. Desgleichen haben die Schleppdampfer einen Tarif und betrugen diese
Kosten für dasselbe Schiff von See bis zum Lösch- und Ladeplatz am Back
Flusse 61l.so Dollars und von dort nach See zu 103 Dollars, Innerhalb des
Hafens muss man für die Hilfe beim Verlegen des Schiffes 10 Dollars und dem
Hafenmeister besonders noch 8 Dollars bezahlen. Die KEinklarirungskosten
betrugen 8.25 Dollars und die Kaigelder für 25 Tage & 1% Dollars =
41.66 Dollars, dagegen betrugen dieselben an Brown’s Ladeplatz, gegenüber von
der Insel Doboy, für den Tag zwei Dollars. Die eigentlichen Hafenabgaben
waren 131.97 Dollars und wurden Tonnage dues und Custom fees benannt.
Ein Hospital ist in Doboy nicht, und muss man in Krankheitsfällen einen
Arzt von Darien zu Rathe zu ziehen, der sehr theuer bezahlt werden muss und
dazu bei jedem einzelnen Besuche. Die Beerdigungskosten betragen für einen
Mann 10 Dollars, bei langwieriger Krankheit ist es jedenfalls rathsamer den
Kranken nach dem in Savannah befindlichen Hospital zu schaffen.
Die Commissions - Gebühren für Vorschuss betragen 2! bis 5%, und
Adress-Commissionen 2 bis 2!/44°%, der Ablader besorgt gleichzeitig die Makler-
geschäfte. Das Steuerlohn beträgt für 10 1fde. Fuss Tannenholz 2 Cents, arbeitet
jedoch die Schiffmannschaft beim Stauen mit, was während der heissen Monate
nur in geringem Maasse geschehen kann, so wird von dem Stauerlohn pro
Mann und Tag 1'/2 Dollar bis 2 Dollars abgezogen. Die Leute des Stauers
müssen vom Schiffe aus verpflegt werden, wodurch das Stauerlohn besonders
theuer wird. Für andere Arbeiter muss man 2 bis 6 Dollars pro Tag und
Verpflegung bezahlen, je nachdem es farbige oder weisse Arbeiter sind. Zim-
wierleute etc. kann man nur in Savannah haben.
Proviant: Schiffsartikel sind hierselbst nicht zu haben und die in Da-
rien sind enorm theuer; Raftketten zum Festmachen des Holzes längsseit thut
man gut mitzubringen, da solche hier nicht zu kaufen, auch nicht zu miethen
sind. Proviantgegenstände haben folgende Preise: Rindfleisch pro englisch
Pfund 12'/2 Cents, Schinken 18 Cents, Eier das Dutzend 30 Cents, 1! Schef-
fel Kartoffeln 6,50 Dollars, Speck kostet pro englisch Pfund 12 Oents, Thee
1 Dollar, Kaffee 35 Cents und das Hundertweight Schiffsbrod 6'/2 Dollars.
Alles Uebrige ist ziemlich gleich theuer.
Kleinere hydrographische Notizen.
1. Flaschenpost. Von $. M. S. „Undine“ wurde auf der Reise von
Rio de Janeiro nach Barbadoes am 30. November 1874 um 1* Nachmittag
in 4° 25’ 6“ Süd-Br. und 35° 10‘ 42“ West-Lg. eine Flasche mit einem für solche
Zwecke gebräuchlichen Zettel über Bord geworfen. Diese Flasche wurde am
10. Dezember 1874 um 5* Nachm. in 3° 55‘ Süd-Br. und 38° 25‘ West-Lg. in
der Nähe von Zgnape am Strande von einem Fischer gefunden.
Demnach hat diese Flasche in etwa 10 Tagen einen Weg von 196 Seem.
in der Richtung N 81° W (rw.) zurückgelegt, mithin in 24 Stunden ungefähr
19.2 Seem., unter der Annahme, dass dieselbe sofort beim Antreiben aufgefunden