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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

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sich bei Niedrigwasser Springzeit in einer schmalen Rinne unmittelbar neben 
dem Leuchtthurm noch ungefähr 6 Met. Wasser befinden. ° 
Bei westlichen Winden findet man hier hinreichend Schutz und kann 
man, sobald die ersten roth und weissen Thurmbaken passirt sind und man 
sich in der Deckpeilung des neuen Leuchtthurmes und der Kirche von TreEguier 
befindet, ankern, Der Grund ist hier gut und hat Capt. J. Frobeen mit seiner 
3.66 Met. tief gehenden Brigg hierselbst schon öfters zu Anker gelegen. Selbst 
bei nordöstlichem Sturm findet man bei Niedrigwasser wenig See, da sich 
dieselbe dann auf den ausserhalb liegenden Klippen bricht; sobald die Fluth 
einsetzt, kann man sich dann mit Hülfe des Lootsen weiter stromaufwärts 
bringen lassen, woselbst man für alle Winde Schutz findet. 
Will man, nachdem man den neuen Leuchtthurm passirt hat, weiter strom- 
aufwärts segeln, so kann man bei Tage daselbst immer Lootsen erhalten, man 
muss dabei den neuen Leuchtthurm mit dem Leuchtthurm les Heaux über Heck 
in Deckpeilung halten, bis man zu den ersten Stangen kommt, welche dann 
das Fahrwasser kennzeichen. An Steuerbord stehen roth-weisse und an Back- 
bord schwarz-weisse Stangen. 
Das Lootsenwesen ist hier im Allgemeinen schlecht und bei auflandigen 
heftigen Winden und Stürmen ist es auch nicht möglich, dass dieselben gegen 
die Fluth, den Wind und die See hinauskommen können, weshalb man alsdann 
draussen in See vergebens auf einen Lootsen warten kann. 
Schleppdampfer existiren hier nicht, auch sind in Treguier keine Docks, 
und man muss mit dem Schiff an der gemauerten Anlegestelle trocken fallen; 
der Grund ist daselbst aber gut und weich. Will man jedoch sein Schiff nicht 
trocken fallen lassen, dann muss man auf dem Flusse vor Anker liegen bleiben. 
Wasser und Proviant ist zu gewöhnlichen Preisen zu haben, grössere 
Schiffsreparaturen sind jedoch wegen Mangels an Material wie an Arbeitskräften 
nicht ausführbar.“ 
Hydrographische Notizen über die Magellan-Strasse, die Fahrwasser 
an der Westküste von Patagonien und die Küste von Chile. 
Die nachstehenden hydrographischen Notizen, die Magellan- Strasse, die 
Fahrwasser nach dem Golf von Pemas und die Küste von Chile betreffend, 
sind, zur Ergänzung des 2. Theils des „South America Pilot“, der „Hydrographie 
Notice“ No. 30, London 1875, entnommen; alle darin vorkommenden Peilungen 
sind missweisend.”) 
Magellan - Strasse. 
Dungeness. HEine dreieckige, pyramidenförmige 12,2 Met. hohe roth und 
schwarz horizontal gestreifte Bake ist auf der Spitze Dungeness, 137 Met. von der 
Hochwassergrenze entfernt, errichtet worden. Die Spitze der Bake befindet sich 
18 Met. über der Meeresfläche und ist in klarer Luft 12 Seemeilen weit sicht- 
bar. Diese Bake kommt in Sicht, sobald die von Norden kommenden Schiffe 
das Cap Virgins passirt haben (s. „Nachr. f. Seef.“ 1875, No. 433). 
Die Variation beträgt hierselbst 20° 30‘ Ost. (1875.) 
Cap Possession. Ungefähr !/z Seom. westlich dieses Caps ist 107 Met. 
über der Meeresfläche eine dreieckige, pyramidenförmige 12.2 Met. hohe Bake 
errichtet worden. Dieselbe ist roth und weiss horizontal gestreift und in klarer 
Luft 20 Seem. weit sichtbar (s. „Nachr. f. Seef.“ 1875, No. 561). 
Direction Hills. Auf dem nördlichsten und höchsten der Richtungs- 
berge (Direction Hill) ist eine dreieckige, pyramidenförmige 12.2 Met. hohe 
Bake errichtet worden. Die Spitze dieser Bake befindet sich 68.3 Met. über 
Hochwasser und die Bake ist in klarer Luft 18 bis 20 Seem. weit sichtbar. 
*) South America Pilot, Part II, 7, Ausgabe, London 1875, pag, 49, 141, 116, 149, 154, 
176, 191, 241, 242, 255, 299.
	        
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