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Muhamedanern verboten ist), könnten sehr bedeutend sein, weun sie rationeller
betrieben würden.
Klima von Mogador 31° 30‘ 25“ Nord-Br., 9° 46‘ 15“ West-Lg.
Seehöhe 16.5 Met.
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761.9 | 19.7
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627 189
1631 167
762.2
19.7
Anzahl der Tage mit
Treten tere bi
Regen | Nebel | heiter | deckt
2
Bo |
5.3
10
17
0.0
0.0
0,3 |
19 f
2.7
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12.0
0.7
0.0
06
0.4
10
0.4
1,4
5
78
13
0.8
Ds
21: 82
20.1 | 79 10
24.2 62 1
24.6 50,3
26.9 a2
26.1 5
38.4
27.6
25.6
24.1
22,2
21.1
vu
9
56
7A
31
60.9
49 6
11, |
92939
Häufigkeit der Winde in Tagen
aus
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202
Klima. Marokko besitzt von allen Staaten Nordafrika’s unstroitig das
yesündeste Klima. Der Grund hiorvon ist zum Theil in der bedeutenden Er-
hebung des Landes zu suchen, in den erfrischenden Winden vom Mittelmeer
and vom Atlantischen Ocean her, in der Abwesenheit sumpfiger Nicderungen,
wie man sie in Algerien so häufig bei dem Anfange der Besiedelung durch die
Franzosen antraf, dann in den reichen Waldungen der Stufen des Atlas, welche
die Hitze mildern und zugleich den Flüssen in Verbindung mit dom Schnec der
Gipfel im Sommer constant crhalten; endlich in der Abwesenheit jener Schotts
oder flachen Seen und Sümpfen, wie sie Algerien und Tunis von Westen
ach Osten durchziehen.
Der Atlas bildet die natürliche Scheide in den Regenverhältnissen des
Innern von Marokko. Während nördlich vom Atlas die Regenmonate im Oc-
tober beginnen und bis Ende Februar anhalten, ist der Regenfall südlich vom
Atlas nur im Januar und der ersten Hälfte des Februar und erstreckt sich
landeinwärts bis zum 10. Grad westlicher Länge. In der Oase Tafılot ist
Eat schon äusserst selten und in Tuat regnet cs höchstens alle 20 Jahre
ein Mal.
Bestimmte Beobachtungen über die Witterungsverhältnisse des Innern
and der Küstenplätze liegen nur wenige vor. Doch besitzen wir gerade von
Mogador eine fünfjährige Reihe von Beobachtungen aus den Jahren 1866 bis
1871 (mit Ausnahme der Monate September bis December 1868), welche Herr
A. Beaumier im französischen Consulate zu Mogador angestellt hat und deren
Resultate im „Bulletin de la Societe& de Geographie“ 1868, pag, 338 und 1872,
pag. 150 und 305 veröffentlicht, und aus welchen in dor Zeitschr. der österr.
Ges. f. Meteor. 1873, pag. 7 die in der beifolgenden Tabelle wiedergegehenen
Mittel berechnet und zusammengestellt sind.
Besonders auffallend ist die niedrige Sommertemperatur von Mogador;
sie stimmt aber überein mit den Wahrnehmungen von Rohlfs, welcher im Monat
August in Agadir (oder Santa Cruz, der südlichste Punkt von Marokko am
der atlantischen Küste) sich aufhielt und hierüber schreibt: „Es ist auffallend,
wie kalt das Klima in Agadir und an der umliegenden Küste ist. Vor Mittag
durchdringt die Sonne den dichten Nebel nie, und selbst in der Sonne ist es
dann nicht übermässig warm. Die Einwohner versicherten, dass selbst im
hohen Sommer diese aus dem Meere aufsteigenden Nebel selten vor Mittag zer-
streut würden.“
Ferner erscheint es eigenthümlich, dass nach diesen Beobachtungen von
Beaumier die Monatsschwankungen der Temperatur selbst geringer sein sollen,
als zu Funchal auf Madeira (s. „Hydr. Mitth.“ 1874, pag. 21), und dass das so
stark erhitzte Innenland keinen, wenn auch nur vorübergehenden Einfluss auf