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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

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Ferner ist 10 Seem. westlich von der Insel Bo-aan, vor der Lubuk-Bucht, 
eine Insel gesehen, deren genaue Lage aber nicht bestimmt werden konnte, 
Eine kleine Stelle entfärbtes Wasser, welches dem Anschein nach von 
einer Korallen + Untiefe herrührt , wurde in ungefähr 6° 49’ Nord-Br. und 
117° 45‘ Ost-Lg. gesehen. 
Von einem Deutschen Dampfer ist Nachstehendes über zwei andere Untiefen 
gemeldet worden: Bei der Lubuk Bucht wurde in 6° 21‘ Nord-Br. und 118° 
9‘ 30“ Ost-Lg. eine Wassertiefe von nur 12.8 Met. gefunden; eine Korallen- 
stelle, welche 5.5 Met. unter Wasser sich befindet, lag 30 Seem, südöstlich von 
der Insel Cagayan Sulu in 6° 39’ Nord-Br. und 118° 57’ 30“ Ost-Lg. 
Imerhalb der Tawi-Tawi Gruppe soll in 5° 43‘ Nord-Br. und 120° 20‘ 
Dst-Lg. eine Insel, die bis jetzt nicht in den Karten verzeichnet ist, liegen. 
Die Insel Pata innerhalb der Sulu Inseln ist hoch und die Insel Kabingaan 
ist niedrig, 
Innerhalb der Tapul Gruppe findet man bei der Westseite der Insel 
Lapac einen guten Ankerplatz; und unmittelbar bei der nördlichen Einfahrt des 
Fahrwassers, zwischen der Insel Lapac und Siassi, sollen Schiffe während des 
SW-Monsuns Schutz finden. 
2. Anweisung für das Ansteuern der „Ile des Pins“, Neu-Cale- 
donien, Der Gouverneur von Neu-Caledonien hat zur Verhütung von Ent- 
weichungen der nach der dortigen französischen Strafcolonie deportirten Per- 
sonen folgende Bestimmungen erlassen: 
„Sobald sich ein Schiff der NO-Küste der Fichten-Insel (Ile des Pins), 
sei es bei Tage oder bei Nacht, nähert, wird das in der Uro-Bai auf Station 
befindliche Kanonenboot, unverzüglich demselben entgegeugehen und ihm mit- 
jheilen, dass es nur mit der Insel in Verbindung treten kann, nachdem es 
hierzu die Genehmigung des dortigen Commandanten erhalten hat, bis zu dessen 
Wohnort es das Schiff zu geleiten verpflichtet ist. 
Im Falle der Weigerung wird das Kanonenboot in der Nähe des Schiffes 
verbleiben. Ankert dasselbe, und dies wird nur in den territorialen Gewässern 
möglich sein, so wird das Kanonenboot zwischen ihm und dem Lande ebenfalls 
zu Anker gehen und seine Bewegungen überwachen. Es wird alle Boote, 
wolche versuchen sollten, eine Verbindung mit dem Lande herbeizuführen, weg- 
acehmen, ebenso diejenigen, welche vom Lande kommen und ferner das Schiff 
verhindern, Anker auf zu gehen, bevor es untersucht worden ist. 
Sollten Deportirte an Bord gefunden werden, so wird das Schiff mit 
Beschlag belegt und der Capitain, sowie die Schiffsmannschaft streng nach den 
Gesetzen bestraft werden.“ 
(Abgeschlossen am 20. November 1875.) 
Inhalt. - 
Die Expedition S. M. S. „Gazelle“, VI. — 1. Reise S, M. S, „Gazelle“, von der Kerguelen- 
Inselgruppe bis Mauritius und von da durch den Indischen Ocean bis West-Austra- 
lien und bis Koepaäang auf Timor. (Mit einer Karte.) — 2. Hydrographische Be- 
obachtungen und Untersuchungen im Indischen Ocean während der Reise S. M. S, 
„Gazelle“ von den Kerguelen bis Mauritius und von da bis West-Australien und 
Koepang auf Timor. Von Capt. z. See Frhrn, v, Schleinitz, — 3. Oceanische 
Untersuchungen im Indischen Ocean. Von Capt. z, See Frhrn., v. Schleinitz, 
{Mit zwei Diagrammen.) 
Aus den Reiseberichten S. M. Kbt. „Cyclop“, Capt.-Lt. v. Reiche, 
Reise S, M. S. „Arcona‘“, Capt. z. See Frhr. v. Reibnitz, von San Francisco bis Valparaiso., 
Der Columbia-Fluss. (Mittheilung der Deutschen Seewarte.) 
Ueber einige Inseln der Fiji-Gruppe, 
Ueber die Ansegelung von Hongkong. 
Kleine hydrographische Notizen: 1. Untiefen bei Borneo und im Sulu-Archipel. 2, Ansteuern 
der Ile des Pins, Neu-Caledonien. 
Meteorologische, magnetische und Gozeiten-Beobachtungen, angestellt auf dem Kaiserlichen Ob- 
servatorium zu Wilhelmshaven für den Monat October 1875. 
Berichtigung zu der Karte, 
Die Tiefe südlich von Mauritius (März 16, 1875) soll heissen 347 statt 3471.
	        
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