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Plantage von Morey nahe der Ostspitze, ungefähr 3 Seem. von Nagaiduma
soll ein Ankerplatz sein. ?
2. Die Insel Vanua Levu. *)
Die Inseln Rabe oder Rabıi und Kea oder Kioa oder Owen liegen an der
Ostseite der Insel Vanua Levu und der Raum zwischen den drei Inseln ist voll von
zerstreut liegenden Untiefen; auch befinden sich einige flache Stellen. bis 2!/s
Seem. im SO der Insel Kea.**) . .
Die Naceva oder Nateva Bucht, deren Einfahrt zwischen der Insel Rabi
und der Spitze Udu oder Undu, der NO - Spitze der Insel Vanua Levu, liegt,
bietet keinen Ankerplatz, mit Ausnahme ganz dicht unter Land. Aber im SW
der Spitze Udu befindet sich eine Ankerstelle, woselbst zwei kleine Riffe sich
vor der Küste hinziehen.
An der Nord- und NW-Seite der Insel Vanua Levu liegen verschiedene
Untiefen, deren Lagen nicht genau bekannt sind und deshalb ist es nothwendig,
daselbst einen guten Ausguck vom Topp aus zu unterhalten. Innerhalb des Barrier
Riffes, welches sich von Vanua Levu nach der Yasawa Inselgruppe zu erstreckt,
liegen zahlreiche Riffe und blinde Klippen, desgleichen befinden sich zwischen
Vanua Levw und Viti Levu zahlreiche Riffe.
Die Cikobia oder Thikombia Insel liegt 20 Seem. im Norden der
Spitze Udu (Undu), au ihrem SO-Ende befinden sich zwei kleine Riffe, von denen
das äussere 2 Seem. von der Insel entfernt ist. ;
Die Vatava Insel, auch Korotuna genannt, liegt nach dem Schiffe
„Beagle“ ungefähr 14 Seem. westlich der Insel Nagali, ist ungefähr %/4 Seem.
in der Richtung NO — SW lang und von einem Riffe eingeschlossen, welches
ungefähr %/4 Seem. von der Küste entfernt liegt. Nach der „Pearl“ erstreckt
sich dieses Riff 1%4 Seem. von der Küste; ungefähr 14.Seem. östlich der
a Udu in 16° 8‘ Süd - Br. und 179° 44'/4‘ West - Lg. soll Brandung ge-
sehen sein.
3: Die Insel Tarviunij. ***)
Nach Lieutnant Rendell, Commandant I. Br. M. S. „Beagle“, 1874, ist
die Insel Taviuni die grösste Insel an der Westseite der Nanuku Passage; von
der Spitze Vuna, dem SW-Ende der Insel, erstreckt sich 1'/2 Seem. nach Westen
zu ein Riff, auf dem die See stets brandet. Die Südspitze der Insel ist steil-
abfallend und kann bis auf 2 Kblg. angesteuert werden.
Von der Südspitze erstreckt sich die Ostküste der Insel 13 Seem. weit
ungefähr NOY2N bis zu einer Landspitze, von der sich ungefähr 7 bis 8 Kblg.
weit ein Riff ausdehnt; von hier zieht sich die Küste nördlich hin und bildet
eine tiefe Bucht, die von einem Riffe umgeben ist.. Die Küste zwischen der
Südspitze und der eben erwähnten Landspitze ist steil und mit Ausnahme querab
von Salia Jevu steil abfallend, Salia Jevw liegt 5 Seem. von der Südspitze der
Insel; daselbst ist ein kleines Riff dicht an der Küste. N
Ankerplatz bei der Spitze Vuna. Bei der Spitze Vuna kann man
auf 18,3 Met. Wasser und Sandgrund, wenn Hamilton Waarenhaus, ein auffallen-
des Gebäude am Strande, in Linie mit einem kleinen Hause auf einem dahinter-
liegenden Hügel ist, ankern.
Lieutnant Henry Hosken von I. Br. M. S. „Pearl“ berichtet, dass man
den Ankerplatz bei der Plantage im Norden der Spitze Vuna nur bei schönem
Wetter und bei ablandigem Winde aufsuchen ‘sollte, da derselbe klein ist, der
Grund dicht dabei steil abfällt und der Ankergrund schlecht haltbar ist. Schiffe,
die hier geankert haben, müssen bereit-liegen, sobald westliche Winde einsetzen,
sogleich unter Segel gehen zu können, da auf der Stelle kein Platz zum schwaien
ist. Der beste Ankerplatz ist, wenn man Hamilton Waarenhaus in SOz0O'/40
und die Landspitze nahe bei der Spitze Vuna in S!Y2W peilt.
. 8. Findlay’s South Pacific Directory (1871) pag. 576-—578 und 581.
--) Nach Mittheilung des Mr, Cox, Führer des Missions-Schooners „Jubilec“,
**%) Früher Vuna genannt (s. Findlay’s South Pacific Directory (1871) pag. 575).