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NNW, 9 Kblg. entfernt, von denselben. Alle drei sind dicht bewaldet und von
Korallenriffen umgeben.
Küste von Neu Guinea. Dieselbe erstreckt sich von der Spitze gegen-
über dem Coast Inselchen ab, die ersten 2! Seem. NO, von wo sie dam all-
mählich nach NzW bis North-Foreland umbiegt. Auf der ganzen Strecke sind
nur leichte Einbuchtungen vorhanden, dabei ist sie steil und dicht bewaldet und
steigt fast senkrecht vom Wasser bis zu einer Höhe von ungefähr 457 Met. auf.
Je mehr man sich North-Foreland nähert, zeigt sie desto tiefere und deutlicher
ausgeprägte Schluchten. In einer Entfernung von ungefähr 1'/2 Seem. von der
Küste wurden Tiefen von 44 Met., Korallengrund, gefunden, aber diese Tiefen
können für die Umgebungen keinen Maassstab abgeben, da dort wahrscheinlich
weit grössere Tiefen vorhanden sind. Eine Korallenstelle mit 7.3 Met: Wasser-
tiefe liegt ungefähr 1 Seem. SOzO von North-Foreland, und eine Stelle ent-
färbten Wassers, mit einer anscheinenden Wassertiefe von ungeführ 7 Met.
liegt ungefähr 1%/2 Seem. ONO'!/40 von demselben Vorgebirge entfernt; das Vor-
handensein der letzteren Untiefe ist übrigens zweifelhaft.
North-Foreland ist ein steiles, schroffes, abgerundetes Vorgebirge und
bildet die NO-Spitze der südlichen Halbinsel des gleich einem Fischschwanze
geformten Endes von New Guinea. Im Westen dann bildet das Land die
südliche Küste der Milne Bucht, ist gleichfalls schroff und steil und nur
von flachen Einbuchtungen, die nicht genau vermessen sind, unterbrochen
Kleine Wasserläufe von frischem Wasser finden sich in dieser Gegend häufig
und können von Schiffen zum Einnehmen von Wasser, wenn solches ‘benöthigt
ist, benutzt werden.
Insel Spike. Dieselbe liegt 1!/4 Seem. NW von der Umbiegung in
North Foreland und ist niedrig und bewaldet; sie ist in der Richtung NW-SO
eine Seem. lang und wird von einem Korallenriff umgeben, welches mit dem
Küstenriffe zusammenhängt, so dass daselbst nur ein schmales Bootsfahr-
wasser ist,
Ankerplatz. Der „Basilisk“ ankerte in 25.5 Met. Wassertiefe ungefähr
3 Scem. westlich der Insel Spike und die „Sandfly“ ankerte 1874 in derselben
Gegend und versah sich mit trefflichem Wasser.
Milne-Bucht theilt die NO- und SO-Halbinsel des östlichen Theiles von
Neu-Guinea und zieht sich in einer westlichen Richtung ungefähr 25 Seem. bei
einer durchschnittlichen Breite von 8 Seem. in das Land hinein. Das Owen-
Stanley-Gebirge, welches man als Rückgrat des östlichen Theiles von New
Guinea ansehen kann, endigt am Ende der Bucht. Parallel damit laufen, von
grossen 'Chälern durchschnitten, die Cloudy Mountains und der Bergrücken
Stirling. An der Südküste der Bucht sind zahlreiche Dörfer und viel bebautes
Land. Die Wassertiefe in der Bucht ist sehr bedeutend, da mit 366 Met. Loth-
leine ungefähr mitten in der Bucht, oder 4 Seem. von jeder Seite entfernt, kein
Grund zu erreichen war.
Discovery-Bucht liegt ungefähr 16 Seem. westlich der Insel Spike;
über diese berichtet Capitain Moresby 1873 wie folgt: „Dieser schöne Anker-
platz befindet sich an der Südküste der Miülne-Bucht ungefähr 5 Seecm. von
ihrem innern Ende, Nähert man sich demselben von See aus, so erscheint der
östliche Theil niedrig und bewaldet, aber wenn man näher kommt, ist der
Ankerplatz durch ein über Wasser liegendes Riff deutlich gekennzeichnet; auf
dem Riffe befindet sich ein kleiner Busch. Die Einfahrt liegt zwischen diesem
Rice und der östlichen Spitze der Bucht, und sollten Schiffe die östliche
Seite der Bucht dicht bei passiren, da die Küste daselbst stoilabfallend und
schon wenige Meter vom Strande 14.6 Met. Wassertiefe ist, während an der
westlichen Seite ein bedeutendes nicht immer erkennbares Küstenriff sich
hinzieht.
Das durch das Dorf fliessende Wasser kann nicht empfohlen werden,
dagegen kann man sowohl an der Ost- als Westspitze der Bucht frisches
Wasser in Fülle erhalten.“
„Vorräthe von Schweinen, von Yams und violen verschiedenen anderen
tropischen Früchten und Gemüsen wurden von den Eingebornen im Austausch
gegen alte eiserne Haken und Aexte erhalten; alle andern Handelsartikel sind
daselbst nicht zu verwerthen.