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der Molucea-Passage und im Stillen Ocean in einer Tiefe von 750 Faden oder
1370 Met. und deshalb kann auch die Tiefe der unterseeischen Frhebung, welche
die Banda-See vom Stillen Ocean trennt, nicht grösser sein als 1370 Met. Da,
wie oben erwähnt, die Banda-See zwar mit der Arafura-See in freier Verbin-
dung steht, von letzterer aber bis jetzt keine Reihen-Temperaturmessungen be-
kannt sind, so kann die Tiefe des beide Meeresbecken in der Tiefe trennen-
den Höhenzuges auch nicht annähernd bestimmt werden. Die Lothungen, die
in den Karten des Indischen Archipels angegeben sind, scheinen aber für die
Tiefe desselben nicht mehr als 1463—1646 Met. zu ergeben. Obgleich wir in
der Banda-See nur eine vollständige Reihen-Temperaturbestimmung unterhalb
der Tiefe von 1425 Faden oder 2606 Met. besitzen, bei welche die niedrigste
Temperatur 3.1° erhalten wurde, nämlich bis zu einer Tiefe von2800 Faden
oder 5120 Met., so wurde doch auch bei dieser Tiefe dieselbe Temperatur von
3.1° gefunden und zwar schon von 900 Faden oder 1646 Met. ab.
Die Isotherme von 80° F. (26.7° C.) wurde in der Banda-See in einer
Tiefe von 40 Met., die von 75° F. (23.9° C.) bei 91 Met., von 70° F. (21.1° C.)
bei 146 Met., von 65° F. (18.s° C.) bei 183 Met., von 15.6° bei 238 Met., von
12.s° C. bei 302 Met., von 10° C. bei 366 Met., von 7.2° C. bei 603 Met., von
4.1° bei 1097 Met. Tiefe gefunden.
Folgende kleine Tabelle enthält die Tiefen, in welchen die verschiedenen
Isothermen in der Sulu-, Celebes- und Banda-See angetroffen wurden.
Isothermen
F.° | 0.9
von
A
75
70 |-
5
")
.
)
5
40
26.7
23.9 |
21.1
18.3
5.6
Tiefe in der
Sulu-See,
Fad. | Met.
0 |
40
RB
,£5
27
73
119
Tiefe in der
Celebes-See
Fad, | Met.
<o
© |
75
{')
}
73
128
139
183
219
256
R47
"29
„060
}
2
zZ,
Tiefe in der
Banda-See
Fad. | Met.
2 40
50 91
80 146
100 183
130 238
165 302
200 366
30% 603
606 1097
Das specifische Gewicht des Wassers in der Celebes-, Sulu- und Banda-
See ist geringer als das des Oberflächenwassers im Stillen Ocean; dies kann
durch den Ueberschuss der Regenmenge über die Verdunstung in jenen Meeres-
becken erklärt werden.
4. Die Temperatur der China-See.
Die Ergebnisse der Reihen-Temperaturmessungen in diesem Meerestheile
scheinen auf den ersten Blick höchst sonderbar zu sein, da bei der Lothung
der „Nassau“ in 1546 Faden oder 2827 Met. Tiefe bei der Küste von Cochinchina
die niedrigste Temperatur von 2.s C. näher an der Oberfläche gefunden wurde
als bei der Lothung des „Challenger“ vom 8. Januar 1875 in 3840 Met. (2100 Fad.
Tiefe in der Mitte dieses Meeres, obgleich die Oberflächen-Temperatur (29° S}
in ersterem Falle um 5° C. höher war als in letzterem (24° C.). Die Minimal-
Temperatur bei der Lothung von 3840 Met. Tiefo betrug 2.3° C. und ist ihrer-
seits wieder in einer geringeren Tiefe angetroffen worden, als bei der Lothung
von 1920 Met. Tiefe dicht bei der Küste von Luzon.
Die Temperatur von 29° €. des Oberflächenwassers bei Cochinchina war
im Sommer oder während der Herrschaft des SW-Monsuns gemessen, während
die Beobachtungen des „Challenger“ im Winter oder bei der Herrschaft des
NE-Monsuns stattfanden. Dies erklärt die oben erwähnten Unterschiede der
See-Temperaturen nahe an der Oberfläche, besonders wenn man erwägt, dass
ungefähr in einer Tiefe von 100 Faden (183 Met.) bei allen drei Lothungen
dieselbe Temperatur von 15.6° gefunden wurde. Diese Tiefe ist auch wahr-