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Hafen, Vulcan-Cove und Cascade-Reach sind aber nach NO nicht hinreichend
geschützt, Elisabeth-Hafen ist überdies beschränkt und.hat ein die Einsegelung
erschwerendes Riff im Hafeneingänge, auch ist er im Innern ganz mit Tang
verwachsen,
Betsy-Cove, ein Seitenzweig der offenen Accessible-Bai, ist so beschränkt,
dass kaum ein grösseres Schiff darin verteit liegen kann. UVeberdies ist in
diesem kleinen Hafen niemals ruhiges. Wasser, weil die See längs der Westküste
der steinigen Halbinsel fast immer hineinsteht. Die nächsten guten Häfen
finden sich erst an der Südostküste im Royal Sound.
Observations-Halbinsel. Diese Halbinsel, welche die vorgenannten
Häfen enthält, unterscheidet sich im Aussehen wesentlich von den vorher. be-
schriebenen nördlicheren Theilen der Nordostküste. Während an der letzteren fast
nur terrassige Tafelberge vorkommen, sind die höheren Berge der Observations-
Halbinsel hohe Piks, in der Regel mit schroffen Felsen und Abfällen, zuweilen
dachförmige oder terrassenförmige Spitzen. Sie bilden gewissermassen den Ueber-
gang von den Tafelbergen des nördlichen Theils der Insel zu den mehr kegel-
förmigen und rundlichen Piks der Berge südwestlich des Royal Sound.
Die Halbinsel wird durch das über 940 Met. hohe Crozier-Gebirge resp.
durch das sich am nördlichen Fusse desselben hinziehende von See’n angefüllte
Studer-Thal von dem übrigen Theile der Hauptinsel getrennt. Letzteres Thal
verbindet die Hillsborough-Bai mit dem Royal-Sound.
Wenn Kerguelen von Ost oder NO bei klarem Wetter angesegelt wird,
geben die Berge der Observations - Halbinsel durch ihre zum Theil schon aus
der Benennung abzuleitenden eigenthümlichen Formen (Chimneytop, Terrassen-
spitze, Dachberg) nicht zu verkennende Marken ab. In der Regel aber sind
sie völlig in Wolken oder Dunst gehüllt. Dann ist die einzige und ausser bei
Nebel stets sichtbare Marke der viel niedrigere Mount Campbell.
Mount Campbell, Steinige Halbinsel. Beim Sichten hält man den
Mount Campbell für eine kegelförmige Felseninsel, da das niedrige Land der
steinigen Halbinsel erst sehr spät in Sicht kommt. Von den meisten Seiten
gesehen, bildet er einen etwas schräg abgeschnittenen und etwas nach einer
Seite geneigten Felsenkegel. Sich dem Mount Campbell .nähernd, wird man bald
die vierkantigen Kent - Inseln und die flacheren Rocks of Despair in Sicht be-
kommen und die Orientirung und Navigirung ist dann nach der Karte. einfach,
Der Mount Campbell ist fast aus allen Himmelsrichtungen, selbst von der anderen
Seite der Halbinsel, von Osten her, sichtbar, nur aus südöstlicher Richtung
wird er durch einen zwischen ihm und Cap Digby hinlaufenden kurzen Berg-
rücken von 94 bis 125 Met. Höhe verdeckt, Dort hat man aber als Marken:
die Berge südlich des Royal-Sound, den hohen Bergrücken des Prince of Wales-
Foreland, den kraterförmigen niedrigen Mount Bungy oder den flachkegelför-
migen höheren Mount Pieper, welche letzteren beiden Berge sich trotz ihrer
geringen Höhe gut markiren, weil sie in dem flachen höhenlosen Terrain der
steinigen Halbinsel liegen.
Zusammenstellung der Reisetage S. M. Kbt. „Cyclop‘“, Capt.-Lt,
v. Reiche, auf der Fahrt von Kiel nach Singapore.
Die Reise S. M. Kbt. „Cyclop“ nach Ostasien bietet insofern ein beson-
deres Interesse, als mit ihr eine solche Fahrt zum ersten Male von einem Ka-
nonenboot der Deutschen Marine gemacht worden ist. Der Verlauf der Reiso
war in Kurzem folgender: ;
S. M. Kbt. „Cyclop“ verliess am 9. Mai d. J. um 8 Uhr Vormittags
Kiel und langte, nachdem es unterwegs 36 Stunden schlechten Wetters wegen
in Häsndsö geankert hatte, am 18. Abends 10 20win° in Plymouth an. Die
Dauer dieser unter Dampf zurückgelegten Reise war 9 Tage 14 Stunden,
Durch starke westliche Winde aufgehalten, konnte „Cyclop“ erst am
24, Mai, Morgens 4'% Uhr, Plymouth verlassen, fand aber bald östlichen
Wind, ’dem an der spanischen Küste ‘Stille und dann westlicher Wind