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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

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30 Met. Tiefe ankert. Die Bai ist Brütplatz verschiedener Pinguin-Arten und 
anderer Seevögel. Trinkwasser ist an verschiedenen Stellen vorhanden, 
Palliser Rhede und Schlusshafen. Palliser Rhede, wo Cook zuerst 
ankerte, und Schlusshafen sind von NO, d. h. zwischen der Wittstein-Spitze 
und den Bobzien-Inseln und von SO, d. h. zwischen diesen Inseln und Cap 
Francis aus zugängig. Oestlich der Bobzien-Inseln sind eine Anzahl Klippen 
fast mit der Wasserlinie gleich und durch ausgedehnte Tangbänke mit einander 
verbunden. Der südöstliche Zugang ist vorzuziehen, wenn man von Osten oder 
yon der Hillsborough-Bai kommt, weil der NO-Eingang nur sehr schmale tang- 
freie Strassen bietet. Von hier kommendZist die Orientirung und Navigirung 
nach der Karte mittelst Peilung von Cap Neumayer und Cap Henry auf der 
gleichnamigen Insel nicht schwierig. Cap Francis ist die Spitze einer Insel 
mit ca. 125 Met. hohem, kleinem Plateau und schrägen, terrassenformigen Ab- 
fällen, vor der eine ca. 38 Met. hohe kleine Felseninsel liegt; die Insel resp. 
das Cap markirt sich schlecht aus östlicher Richtung. 
Der, Schlusshafen ist in seinem oberen Theile ein geräumiges, ganz land- 
geschlossenes Bassin und bildet einen ausgezeichneten Hafen, der aber für 
Segelschiffe schwerer zugänglich ist, als die Palliser Rhede. Diese hat den 
Mangel, dass der Ankergrund ziemlich steil ansteigt und dass sie gegen ONO 
ganz offen ist, Man kann aber, wenn es aus dieser Richtung anfängt zu wehen, 
ohne Schwierigkeit in den Schlusshafen flüchten. In demselben findet sich an 
mehreren Stellen leicht einzunehmendes Trinkwasser. 
Der Zwischen-Hafen und die Astronomen-Bai bieten ebenfalls 
gute Ankerplätze und sind am besten aus der nach Palliser Rhede führenden 
Strasse zugängig, da die direct nach der Astronomen-Bai gehende, noch nicht 
völlig untersuchte östliche Passage zwischen Klippen und Tang und diejenige 
von Eclipse-Bai über Stellen von weniger als 5,6 Met. Wassertiefe führt. 
Eclipse-Bai, Hoffnungs-Hafen und Tysack-Bai. Die vor Eclipse- 
Bai liegenden Klippen und Tangbänke sind noch nicht genügend untersucht, 
um die Eclipse -Bai empfehlen zu können. Auch ist diese Bai, wie der 
Hoffnungs - Hafen, von 0SO offen. Letzterer ist von der nach Tysack - Bai 
führenden Passage leicht zugängig. Zwischen den in diesem Zugange (nördlich 
von Cap Henri) gelegenen Tangbänken führen gute Passagen, in denen tiefes 
Wasser gefunden wurde. : 
Tysack-Bai ist eine sehr geräumige, ganz landgeschlossene Bai, die aber 
leider so grosse Wassertiefen und steil ansteigenden Boden hat, dass sie als 
Ankerplatz nicht sehr geeignet ist. Der Eingang zu der Bai wird ganz durch 
eine, sich von der Ostspitze des nördlichen Ufers aus erstreckende Tangbank 
geschlossen; wenn man indess auf ?%/s von der Nordseite einsegelt, wo der Tang 
sehr dünn ist, erhält man mit 26.4 Met. Leine keinen Grund. Will man in 
der Bai ankern, so ist der beste Platz die westlichste Ecke nahe bei einem 
dort gelegenen Felsen. Die südwestliche Ecke, in welcher eine kleine Felsen- 
insel liegt, ist versandet. In dieser Richtung fallen die sonst hohen Berge, 
welche die Bai umgeben, bis auf ca. 30 Met. ab. 
Cap Henry, die östlichste Spitze der Bismarck-Halbinseln, ist eine ca. 
63 Met. hohe Felseninsel, die das Aussehen einer dicken Felsplatte hat, auf 
welcher eine ebenso dicke etwas kleinere liegt. Sie fällt nach allen Seiten hin 
steil ab und markirt sich auch, von Ost gesehen, recht gut. . 
Walfisch-, Deutsche-, Uebungs- und Irische Bai. Zwischen 
der Südküste der Bismarck-Halbinsel und der Küste der Hauptinsel liegen vier 
ausgedehnte und tiefe Baien, die mit Inseln erfüllt und unter einander durch 
Strassen verbunden sind. Es sind dies die Walfisch-Bai, die Deutsche Bai, die 
VUebungs-Bai und die Irische Bai. Jede dieser Baien besitzt mehrere Häfen 
resp. Ankerplätze. 
Man passire zwischen dem Cap Henry und Fairway-Fels resp. der Hafen- 
insel. Die ganze Bai hat tiefos Wasser (in der Mitte fast überall über 94 Met.) 
bis auf einige Stellen dicht bei zwei Spitzen der Bismarck-Halbinsel, die sich 
durch Tang resp. sichtbare Steine kennzeichnen. 
Jeschke-Hafen. Der beste Hafen dieser Bai ist der Jeschke - Hafen 
am West-Ende der Bali. Derselbe ist von SW bis Nord durch hohes Land ge-
	        
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