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gessen. Die fast mit Händen zu greifende Chionis (ein weisser, taubenartig
aussehender Vogel, welcher sich in der Regel paarweise auf den Klippen in
Gesellschaft der Pinguine aufhält) ist ebenfalls essbar, hat aber keinen beson-
ders guten Geschmack.
Weihnachtshafen oder Christmas Harbour. Die erwähnten
terrassenförmigen Basaltplateaus bilden zugleich die Umgebung des Weihnachts-
hafens. Das Cap Francais ist der Ausläufer eines schräg gelagerten terrassir-
ten Plateaus. Mehr nach dem Boden des Hafens steht auf demselben ein
kraterartiger Kegel, dessen Spitze ca. 400 Met. über dem Meeresspiegel liegt.
Der gegenüber d. h. auf der Südseite des Hafens liegende terrassenförmige
Bergrücken hat eine etwas abgerundete Kuppe, den Mt. Havergal, mit einem
grossen, auf seiner nördlichen Abschrägung ruhenden Felsblock, Der Rücken
macht eine Ausbuchtung nach Süd und fällt zu dem sehr charakteristischen
Arch-Rock ab. Dieser letztere Fels, ein vollkommenes Felsenthor, mit ganz
regelmässigem Bogen überspannt, ist die beste Marke für den Weihnachtshafen
und schon aus ziemlicher Ferne sichtbar.
Es ist hier überall bis dicht unter die Felsen tiefes Wasser und daher
weitere Anweisung für die Einsegelung nicht erforderlich. Der beste Anker-
platz ist im oberen Ende der Bai auf 17 bis 19 Met., woselbst man kleine
Bäche zum Auffüllen des Wassers in der Nähe hat.
In der Richtung der herrschenden Winde (NW mw.) hat die Küste lei-
der eine Einsenkung, so dass heftige Böen hier durchzustossen pflegen und ein
Treiben des Schiffes oder Brechen der Kette möglich machen.
In der erwähnten Ausbuchtung der Südseite des Hafens zwischen Mt.
Havergal und dem Arch-Rock traten bis 1.3 Met. starke Kohlenschichten an 3
bis 4 Stellen der steilen Basaltwand zu Tage. Diese Stellen liegen 6 bis 10
Met. über Wasser und sind schwer zugänglich, weil sie an der steilen Fels-
wand, theilweise mit Felstrümmern überdeckt liegen und weil an den Felsen-
trümmern. des Strandes starke Brandung steht. An den mittleren dieser Stel-
len bilden die Trümmer eine Art von kleinem Bootshafen und dort ist es allen-
falls möglich, die gebrochenen Kohlen in Boote zu laden.
Die südlich vom Weihnachtshafen gelegenen Baien und Fahr-
wasser. Die zunächst südlich vom Weihnachtshafen gelegenen „Foul Hawse
Bay“ und „Muscle Bay“ sind noch nicht vermessen, sollen aber nach Angabe
der Robbenschläger gute Ankerplätze gewähren. Nach „Cumberland Bay“ kann
man zwischen den Davis-Inseln und einem östlich von Cap Cumberland gelege-
nen Felsen „Sentry Box“ benannt, durchsegeln. Es wurden in der Passage
39 Met. gefunden. Die im Eingang zur „Cumberland Bay“ in der Englischen
Karte als zweifelhaft bezeichnete Untiefe existirt, soweit man aus dem dort sehr
dicken Tang und der Wasserfarbe schliessen kann; der offene Eingang in die
Bai ist der südlich von der Untiefe gelegene, wenigstens erstrecken sich auf
der Nordseite Tangstellen nach dem Sentry Box hin.
Cumberland Bay, Breakwater Bay, White Bay, Centre Bay, Bear up Bay
sind gar nicht oder nur mangelhaft ausgelothet, sollen nach Angabe der Robben-
jäger aber sämmtlich gute Ankerplätze gewähren. In Breakwater Bay kämen
nach derselben Angabe bessere Kohlen vor, als im Weihnachtshafen.
Die Passage nach dem Aldrich - Kanal und durch denselben ist frei von
Gefahren. Das Riff bei Breakers Bluff kennzeichnet sich durch Brandung; die
Insel Mc. Murdo fällt sehr steil nach der Strasse hin ab, deren Tiefen in der
Mitte nicht unter 43 Met. sind. Der Ausgang des Kanals nach SO wird durch
Tangbänke von beiden Seiten eingeengt, man bleibt aber in tiefom Wasser,
wenn man der tangfreien Passage folgt, welche nahe an der NO-Spitze der Prinz-
Adalbert-Insel vorbeiführt. Bevor man aus der Strasse kommt, passirt man
nördlich eine Bucht, welche von der Me. Murdo Insel und den kleinen Inselchen
östlich von ihr gebildet wird. Diese Bucht wurde tangfrei gesehen und bietet
wahrscheinlich einen guten Ankerplatz. Die Strasse zwischen den Mc. Murdo
und Howes Inseln soll nach Angabe der Robbenjäger für kleinere Schiffe mit
raumem Winde von Fullers Harbour aus passirbar sein.
Prinz-Adalbert-Insel und Rhodes Bai. Die Prinz- Adalbert - Insel
ist in ihrem nordöstlichen Theile bis gegen 625 Met. hoch. Vom mittleren
Theile (Marienhafen) an flacht sie nach der Tucker-Strasse ab. Die Berge und