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Ebenso gute Landmarken sind noch der Berg Aya und die drei Kronen,
gewöhnlich Batallera genannt, welche sich in S 74° 0 in 9 Seem. Entfernung
von dem Berge Urgull befinden und durch drei Spitzen kenntlich sind. Ihre
Höhe über dem Meeresspiegel ist ungefähr 910 Met,
Bei näherem Herankommen an das Land wird man die Bucht deutlich
erkennen, sodann die Insel Santa Clara, den Stadttheil San Martin in der Mitte
des südlichen Ufers der Bucht gelegen, und endlich die Stadt San Sebastian
in Sicht bekommen.
Gezeiten. Die Hafenzeit von San Sebastian ist ungefähr 3 Uhr;
je nach den herrschenden Winden verfrüht oder verspätet sich das Hoch-
wasser. Die Fluthhöhe beträgt 3.7 Met. bei Springzeit und 1.s bis 2.4 Met.
bei Nippzeit. Bei starken Winden aus dem 3, oder 4. Quadranten steigt die
Fluthhöhe um 0.s bis 0.s Met. über den gewöhnlichen Stand, wie es an der gan-
zen cantabrischen Küste der Fall ist. Sie bleibt um dasselbe Maass unter dem
gewöhnlichen Stand, wenn Winde aus dem ersten und zweiten Quadranten herr-
schen. Die biscayische Meeresströmung dringt nicht in die Buchten hinein und
ist daher auch in der Bucht von San Sebastian fast unmerklich. An der Küste
entlang läuft bei stillem Wetter die Fluth nach Osten und die Ebbe nach Westen.
Bei starken SW und NW-Windemn entsteht ein starker östlicher Strom.
Die Stadt und ihre Befestigung. Die Stadt San Schastian, Hauptort
der Provinz Gwipuzcoa, liegt auf der schmalen Landenge, welche den Berg
Urgull mit dem Festlande verbindet, am Fusse des ersteren. Sie ist von
Festungsmauern umgeben und hat ungefähr 9000 Einwohner. Schiffsproviant ist
genügend vorhanden. Wasser erhält man aus einer Wasserleitung, welche sich
auf der Mole befindet.
Ausser dem befestigten Berge Urgull und der Befestigung des Monte
Frio befinden sich noch auf den die Bucht umgebenden Höhen verschiedene
Befestigungsanlagen als detachirte Forts. Alle diese Befestigungsanlagen be-
stehen grösstentheils aus Mauerwerk und sind mit wenigen Geschützen leichten
Kalibers und meist nach alter Construction armirt. Die Spitze dor westlichen
Mole des Hafens von San Sebastian befindet sich in 43° 19‘ 35“ Nord-Br. und
1° 59‘ 51‘ West-Lg. Die Stadt hat eine Anzahl schöner grosser Gebäude; das
Aussehen der Stadt zeugt von Wohlhabenheit. Wegen ihrer schönen Lage wird
dieselbe im Sommer als Badeort besucht; auch ist Bisenbahnverbindung mit dem
Innern vorhanden. Der Seehandel wird fast nur durch kleine. Dampfer und
Küstenfahrzeuge bewirkt; grössere Fahrzeuge kommen nur selten im Sommer
nach San Sebastian.
4. Hafen von Pasares.
Der Hafen von Pasages, sowie San Sebastian in der Provinz Guipuzcoa
an der Nordküste Spaniens (in 43° 19.5‘ Nord-Br. und 1° 55.5‘ West-Lg.) ge-
legen, ist der einzige Hafen, ostwärts von Santona, welcher Schutz gegen die
in dieser Gegend vorherrschenden NW-Stürme gewährt und bei Tage das
Einlaufen zu jeder Zeit gestattet. Bei schwerem Wetter jedoch ist für einen
Schiffsführer, welcher den Hafen vorher nie besucht hat, das KEinlaufen sehr
beschwerlich, da die Lootsen bei hohem Seegange den Schiffen nicht entgegen-
gehen, sondern sie in der Einfahrt erwarten und alsdann vorher durch Winken
mit Flaggen oder Laternen den zu steuernden Kurs angeben, wodurch allerdings
öfters Missverständnisse hervorgerufen werden können.
Einfahrt. Die sehr schmale Einfahrt liegt zwischen den beiden Bergen
Arando-grande (im Osten) und Arando-chico (im Westen); sie ist bei Tage bis
zu einer Entfernung von 10 Seem. noch sehr deutlich zu erkennen; bei grösserer
Entfernung von der Küste ist sie leicht dadurch kenntlich, dass das an der
ganzen Nordküste sich entlang ziehende Gebirge bei Pasages mit dem Arando-
grande plötzlich abschliesst und das Land nach der Bidassoa-Mündung hin völlig
flach wird, Eine weitere Landmarke bildet der vor dem Hafen von Sebastian
liegende Berg Orgullo (s. pag. 23), welcher in geringer Entfernung westlich
von der Einfahrt von Pasages sich erhebt. Rechts und links von der Einfahrt
befinden sich in einer Entfernung von je !/% Kblg. zwei felsige Untiefen, Ost-
und West-Bank genannt; sie sind aber leicht zu vermeiden, da es stets auf