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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

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weisungen anführen — in diesen beiden Monaten die ganze Bucht von San Fran- 
eisco sehr oft vollständig in Nebel gehüllt, welcher durch den draussen wehen- 
den NW-Wind (von der Küste her) hereingejagt wird, so dass auf 3—4 Seem. 
Entfernung die Stadt selbst ganz unsichtbar bleibt. 
4. Die Stromverhältnisse zwischen Bermuda und Halifaz hat der Com- 
mandant S. M. Brigg „Undine“ Corv.-Capt. Köster im Juni d. J. von den in 
den Maury’schen Karten und Segelanweisungen gegebenen sehr abweichend ge- 
funden. Bis zu 34° Nord-Br. setzte der Strom in geringer Stärke nach ver- 
schiedenen Richtungen, von 35°—38° Nord-Br. aber in nordnordöstlicher 
Richtung ungefähr 18 Seem. in 24 Stunden; und gerade hier war ein kräftiges 
Einsetzen des Golfstromes zu erwarten, der hier in fast östlicher Richtung in 
einer Stärke von 24—60 Seem. setzen soll. „Undine“ passirte aber hier schon, 
wie sich auch aus dem Besteck herausstellte, die Nordgrenze desselben. Die 
Stromscheide war ausserdem noch an der völlig veränderten Farbe des Wassers, 
die von dem tiefsten Blau in ein schmutziges Graugrün überging, deutlich zu 
erkennen; sie zog sich in der Richtung von SSW —NNO hin. Der Himmel 
wurde bedeckter und eine starke nördöstliche Dünung stellte sich ein; dabei 
verminderte sich die Temperatur des Wassers, die bei dem Verlassen von Ber- 
muda 22°—24° C. betrug, allmälig bis zu 9° C., während dieser Verminde- 
rung unter gewöhnlichen Verhältnissen in dem Passiren des Golfstromes auf 
der Route zwischen Bermuda und Halifax oder Norfolk plötzlich stattfindet. 
Berichtigungen. 
In dem Artikel: „Hydrographische Notizen über einige Häfen 
und Flussmündungen an der Küste von Brasilien“ in No. 26 der „Hyär. 
Mitth. vom Jahre 1874 sind folgende Druckfehler zu berichtigen: 
S. 308, Z. 18 v. 0. muss es heissen: Umstände statt Uebelstände, 
Z.207.0. „ » » mindestens statt mitunter. 
Z.27.0. » ” auf der Barre statt auf dem Rande. 
Z.117.0. x» 4 Seemeilen von ausserhalb statt 
4 Seemeilen ausserhalb. 
Montevideo statt Morkerides. 
Itajahy statt Itajaby. 
Cabessudo statt Cabessado, 
200 Meter statt 2000 Meter. 
Z.35 V.0. » » 
a. m. O. » » % 
a. m. O. » » » 
Z. 757. u. “rm ” 
(Abgeschlossen am 18. September 1875.) 
Inhalt. 
Aus den Reiseberichten S. M, S. „Hertha“, Corv.-Capitain Knorr. 1. Reise S, M. S. „Hertha“ 
von Rio de Janeiro bis Singapore, vom 5. Januar bis 11. März 1875. — 2, Ueber 
einige Häfen auf Borneo und den Philippinen, — 3. Bemerkungen über das Klima 
der Philippinen. — 4. Hydrographische Beobachtungen und Wahrnehmungen wäh- 
rend der Reise S. M. S. „Hertha“ von Singapore über Borneo, die Sulu-Inseln und 
Philippinen bis Hongkong. Von Corv.-Capt. Knorr. 
Beschreibung der Ostküste von Afrika von der Pangani Bucht bis Ras Kimbiji. 
Beschreibung der Insel Rodrignez im Indischen Ocean. 
Ueber den Hafen Minatitlan in Mexico, 
Reihentemperatur-Beobachtungen im Kuro-siwo und am nördlichen Rande desselben, angestellt au 
Bord des V. St. D. „Tuscarora“ zwischen Japan und der Insel Tanaga (Aleuten) 
im Juni und Juli 1874, 
Die Chronometer-Beobachtungen auf der Sternwarte in Kiel und die bisher aus ihnen gewonne- 
nen Resultate, Von Dr. C, F. W. Peters in Kiel. 
Kleine hydrographische Notizen: 1. Flaschenpost. — 2. Die Stromverhältnisse im Hafen von San 
Francisco. — 3. Ueber die Witterungsverhältnisse zu San Francisco im Monat Juni 
1875. — 4. Die Stromverhältnisse zwischen Bermudas und Halifax, 
Meteorologische, magnetische und Gezeiten-Beobachtungen, angestellt auf dem Kaiserlichen Ob- 
servyatorium zu Wilhelmshaven für den Monat August 1875.
	        
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