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Das flachste Wasser auf derselben wurde zwar zu 7.s Met. gefunden, aber die
Schiffe sollten diese Untiefen vermeiden, da es wohl möglich ist, dass sich auch
noch flachere Stellen daselbst befinden.
Die Felseninsel Pangavini liegt 1 Seem. nach SW von der Insel Mbudya
auf einer 3/4 Seem. lange Korallenbank. Diese Insel liegt 1 Seem. von der
Küste und dazwischen ist ein schmales aber tiefes Fahrwasser.
Die Three Fathoms Bank liegt %/1 Seem. im Norden der Insel Pangavini
und ebenso weit im Westen von der Insel Mbudya, hat 3 Faden (5.5 Met.)
Wasser und bildet die Westseite der nördlichen Einfahrt des Konduchi-
Hafens.
Das Korallenriff Fungu Mkadya liegt nördlich von der vorstehenden Bank
and fällt bei Niedrigwasser trocken. Von dem linken Ende dieses Riffes peilt
die 1!/4 Seem. entfernte Insel Mbudya in SOzO; zwischen dieser Insel und dem
Riffe ist ein über !/% Seem. breites, 18.3 Met. tiefes, reines Fahrwasser, aber
nur das Auge allein giebt einen Führer für dasselbe ab.
In diesem Fahrwasser ist während des SW-Monsuns ein guter Ankerplatz
in Lee der Insel Mbudya, auf 20 Met. Wasser, Sandgrund, wenn die kleine
Sandzunge an der Westspitze der Insel Mbudya SO'/40 und die Insel Panga-
yini SzW peilt. ;
(Schluss folgt.}
Beschreibung der Insel Rodriguez im Indischen Ocean.
(Mit Bemerkungen über die Arbeiten I. Br, M. S. „Shearwater“),
Diese im Indischen Ocean gelegene Insel ist neuerdings von I. Br. M.
Vermessuugs-Fahrzeug „Shearwater“ aufgenommen worden, einem Schiffe, wel-
ches, wie in diesen Blättern mehrfach erwähnt ist, in den letzten Jahren in
verschiedenen Gewässern Küstenaufnahmen gemacht hat und jetzt nach mehr-
jähriger Thätigkeit heimgekehrt ist. Der „Times“ vom 31. Juli d. J. entnehmen
wir nachstehenden kurzen Rückblick über die wichtigen Arbeiten dieses Schiffes.
Die „Shearwater“ wurde am 20. Juli 1871 unter dem Commando des Capitain
Nares, jetzigen Commandanten der arktischen Expedition, nach dem Mittel-
meer gesendet, um daselbst Vermessungen zu machen. Am 12. August 1871
verliess das Schiff den Hafen von Portsmouth, machte verschiedene Lothungen,
Temperatur- und Strombeobachtungen im Atlantischen Ocean, erreichte am 23.
desselben Monats Gibraltar und verliess diesen Hafen nach genauer Aufnahme
der Rhede wieder am 2, September. Nachdem die „Shearwater“ längs der Nord-
küste von Afrika mehrere Lothungen ausgeführt hatte, ankerte sie am 17. October
in Port Said und erreichte am 22. October das Rothe Meer. Von dieser Zeit
bis zum 23. März 1872 wurden im Golf von Suez Vermessungen gemacht und
ehe das Schiff am 4. April 1872 nach Malta zurückkehrte, wurde auch noch
der Hafen und die Rhede von Port Said aufgenommen. In Malta wurde der
bisherige Commandant, Capitain Nares, von dem Commander J. L. Wharton
abgelöst, da ersterer das Commando I. Br. M. S. „Challenger“ erhielt. Dann
ging das Schiff nach den Dardanellen, dieselben zu vermessen, von hier begab
g8 sich nach Dede Agatch im Golf von Enos um die Rhede daselbst aufzu-
nehmen und kehrte dann am 11. November 1872 nach Malta zurück. Am
4. Januar 1873 dampfte das Schiff nach Cap Bon, dann nach dem Hafen von
Girgenti, an der Südküste von Siecilien, darauf nach Catania und der Nordküste
von Sicilien, um gleichfalls Vermessungen zu machen, von wo es über Malta nach
Port Said ging, woselbst es am 20. Mai eintraf. Obgleich die Vermessungen bei
Sicilien noch nicht beendet waren, wurde das Schiff nach Zanzibar beordert,
erreichte am 18. Juni Aden, und segelte am 21. Juni nach den Seychellen und
legte nach mehreren Kreuzfahrten am 26. Juli in Zanzibar an. Die Ver-
messungen bei der Insel Zanzibar und der gegenüberliegenden Küste von dem
Pangani-Fluss bis Ras Kimbiji (s. Juli-, August- und Septemberheft dieser An-
nalen) waren am 15, Februar 1874 beendet und das Schiff segelte darauf nach
der Capstadt, woselbst es am 11. März eintraf. Hier wurde das Schiff ausge-
rüstet, die Expedition zur Beobachtung des Vorübergangs der Venus vor der
Sonne nach der Insel Rodriguez zu bringen. Vier Monate vergingen, eho die