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Lader
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unchen
die Küste auf 7.5 Kblg. nach SW, bis zu der von einem Fort gekrönten Punta
de San Carlos, von der sich eine 1l.s bis 2,7 Met. über der Meercsfläche befind-
liche Sandbank ungefähr 2 Kblg. weit von der Küste, nahe bis zu dem Felsen
Frayle erstreckt. Die hier auf den älteren spanischen Karten mitten im Fahr-
wasser verzeichnete Untiefe „Placer de Donzel“ konnte von S. M. Kbt. „Nau-
tilus“ nicht aufgefunden werden. Von der Punta de San Carlos aus wendet
sich der Santoca Berg fast ganz nach Westen bis zum Fort San Martin und
von da nach Norden. An der so gebildeten Westscite des Berges liegt, wie
schon erwähnt worden, die Stadt und bildet der Strand der Düne, auf welcher
die Stadt eigentlich steht, die Fortsetzung des Nordufers der Einfahrt in den
Fluss Santona. Das Südufer Ah wird dur 5 Arenal de Layedo ge-/4
bildet, von welchem der Puntal del Pasage 3 Kblg. weit vom nördlichen Ufer”
hervorspringt. Auf dem Puntal befinden sich die Ruinen eines Festungswerkes,
welche jetzt als Landmarke dienen. Vor dem Arenal de Lavedo liegt 0.9 bis
1.s Met. über, der Meeresfläche eine Sandbank, Banco de Pitorro genannt.
Der Fluss theilt sich in mehrere Arme, von denen der bedeutendste, der
von Colindret, sich nach Süden zu erstreckt; ein anderer, der Canal del Ano,
erstreckt sich nach WSW; derselbe hat seinen Namen nach dem Monte del Ano,
einem auf einer durch kleine Canäle gebildeten Insel liegenden isolirten Berg-
kegel von ungefähr 180 Met. Höhe. Die Seiten dieses Berges fallen in einem
Winkel von 45° ab und die Oberfläche ist von dichtem Gestrüpp bedeckt. An
der SO-Seite desselben Berges liegt das Kloster San Francisco del Ano, das einzige
in der Nähe befindliche Gebäude.
Der beste Ankerplatz im Hafen von Santona ist der Batterie Isabel II
gegenüber und man hat daselbst in 12.8 bis 14.6 Met. Wasser guten Sandgrund.
Die Batterie Zsabel II liegt am Strande auf der Stelle, welche in den älteren
Karten mit Fuerte del Pasage bezeichnet ist. Die Breite des Flusses beträgt
hier ungefähr 2!/2 Kblg. und die Wassertiefe ist sowohl hier als bis zum Canal
del Ano 7.s bis 9 Met,
Der Berg Santora, in den spanischen Segelanweisungen G&raltar gleich
gestellt, ist mit zahlreichen Festungswerken versehen, die jedoch nur nach der
Landseite zu armirt sind. An dem niedrigen Ufer läuft eine mit Schiessscharten
versehene, theilweise noch unvollendete Mauer hin, in deren Mitte eine halb-
runde Bastion, die Batterie /sabel II, vorspringt. Die Forts San Carlos und San
Martin sind zweistöckige Etagenforts. Von hervorragenden Gebäuden besitzt
Santona nur ein Zuchthaus, ein Gymnasium mit Alumnat und das Haus des
Stifters des Gymnasiums.
Segelanweisung. Um in den Hafen einzusegeln, muss man den Monte
del Ano gerade frei vor dem Castillo di San Carlos halten, bis sich der Felsen
Frayle mit der Punta de Cavallo deckt. Von hier steuert man SO, bis sich die
Ruinen des Schlosses auf dem Puntal del Pasage mit dem Kloster von San Fran-
ci8sco de Ano decken, oder die dritte untere Pforte von San Martin frei vom
nächsten Felsenvorsprung ist. Auf dieser Strecke passirt man die Barre von
Santora, zwischen dem Placer del Pitorro und der Punta del Peon, deren flachste
Stelle bei Springzeit Niedrigwasser nur 3 Met. beträgt. Von hier aber nimmt
die Wassertiefe beständig bis zum Ankerplatze zu. Da die Bänke sich jedoch
durch die Gezeitenströmung und Anschwemmungen von Jahr zu Jahr ändern, so
lässt sich über die Breite und Tiefe der Barre nichts absolut sicheres sagen.
[st man in der zuletzt genannten Deckpeilung angekommen, so kann man direct
auf das Fort /sabel II zu steuern, dem gegenüber sich in einer Entfernung von
1’ Kblg. der Ankerplatz befindet, auf dem man sich in der Richtung NO—SW
verteien. muss.
Gezeiten. Die Fluthhöhe beträgt im Hafen von Santonxa zur Springzeit
3.5 bis 3.6 Met., bei gewöhnlichem Wasserstande 2,5 Met. Die Ebbe läuft stets
stärker als die Fluth und erreicht eine Geschwindigkeit von 3 Knoten die Stunde;
dieselbe ist besonders stark nach heftigem Regen, da alsdann die hier münden-
den Flüsse eine bedeutende Wassermasse zuführen.
Im Winter ist es für kleine Schiffe vortheilhafter, am Eingange des Canal
del Ano zu ankern, da dann auf dem Ankerplatze durch den längs des Canal
del Colindres heftig wehenden Südwind ziemlich hoher Seevang entsteht.
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