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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

Annalen der Hydrographie 
und 
maritimen Meteorologie. 
Organ des Hydrographischen Bureaus und der Deutschen Seewarte, 
Herausgegeben 
von der 
Kaiserlichen Admiralität. 
Il. Jahrgang. der Hydrographischen Mittheilungen 1875. No. 17 und 18. 
Gedruckt und in Kommission bei E. S. Mittler und Sohn, Königl. Hofbuchhandlung, Kochstr. 69. 
Die „Annalen der Hydrographie ete.‘“ erscheinen. in Monatsheften. Der halbjährige Pränumerationspreis beträgt 1 M. 50 Pf, 
Einzelne Nummern kosten 50 Pf. Die „Nachrichten für Seefahrer“ als Beiblatt zu den „Annalen der Hydrographie etc.“ 
aracheinen wöchentlich einmal, in dringenden Fällen in Extrablättern; Abonnementspreis 1 M, a einzelne Num- 
mern 5 Pf, Man abonnirt auf dieselben — getrennt zu obigen Preisen oder zusammen für 2 M. 50 Pf, halbjährlich — 
ausserhalb bei den Postanstalten und Buchhandlungen (in Kiel bei der Universitäts- Buchhandlung, Schuhmacherstrasse 86), 
in Berlin bei der Expedition, Kochstrasse 69. 
Aus den Reiseberichten S..M. S, „Hertha“, Corv.-Capt. Knorr. 
S. M. S. „Hertha“ hatte am 28. October 1874 den Hafen von Kiel ver- 
lassen, um ihre Reise nach den ostasiatischen Gewässern anzutreten und dort 
S. M. S. „Arcona“ abzulösen, welche, wie in dem vorigen Hefte der Annalen 
erwähnt ist, gegenwärtig auf der Rückreise nach Kuropa begriffen ist. Ueber 
den Theil der Reise der „Hertha“ von Kiel bis Madeira und von da nach Rio 
de Janeiro haben wir nach den hier eingegangenen Berichten des Commandanten 
S. M. 'S. „Hertha“, Corv.-Capt. Knorr, in den diesjährigen „Hydrogr. Mitth.“ 
pag. 14 und pag. 96 einige kleinere Notizen gebracht. 
Am 5, Januar 1875 verliess „Hertha“ den Hafen von Rio, wo sie seit 
dem 22. Dezember 1874 verweilt hatte, und‘ segelte um das Cap der guten 
Hoffnung durch den Indischen Ocean und durch die Sunda-Strasse nach ‚Singa- 
pore, wo sie am 11. März d. J. eintraf (s. S. 312). Während des Aufent- 
haltes' der „Hertha“ daselbst besuchte Capitain Knorr am 18. März auf ‘Ein- 
ladung des unabhängigen muhamedanischen Maharajah von Djohore mit der 
„Hertha“ diesen 4 Stunden von Singapore gelegenen Hafen am Flusse Djohore, 
welcher für den deutschen Handel von zunehmender Wichtigkeit geworden ist, 
und erfreute sich nicht nur dort einer sehr freundlichen Aufnahme von Seiten 
des Sultans, sondern erhielt auch von diesem am 21. März einen Gegenbesuch, 
Am 25. März setzte „Hertha“ ihre Reise über den Sulu-Archipel und die 
Philippinen nach Hongkong fort. Die während dieser Reise von Singapore bis 
Hongkong gewonnenen hydrographischen Beobachtungen und Wahrnehmungen 
werden wir nach dem Wortlaute des von Corv.-Capt. Knorr hierüber eingesen- 
deten Berichtes in dem vierten Abschnitte dieses Artikels mittheilen (s. S. 317). 
Ausserdem hat aber Capitain Knorr über einige der von der „Hertha“ an- 
gelaufenen Plätze auf. Borneo und den Philippinen mehrere nicht unwichtige 
und zum Theil neue Nachrichten gesammelt, deren weitere Kenntniss wohl Be- 
achtung verdienen dürfte (s. S. 313).
	        
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