accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

302 
SW-Monsuns müssen die Secgelschiffe Ras Muari (oder Cap Monze), welches 
18 Seem. W!AN von dem Manora Leuchtthurm HKegt, ansegeln und von hier 
windwärts des Hafens halten, besonders wenn unsichtiges Wetter oder die Ge- 
zeit dem Einlaufen nicht günstig ist. Beim Ansegeln des Hafens ist auch auf 
den stark nach SO setzenden Strom, welcher mehr oder weniger während des 
SW-Monsuns vorherrscht, zu rechnen, und darf man Manora Point nicht südlich 
von Ost bringen oder auch nicht in weniger als 27 Met, Wasser in der Nähe des 
Cap Monze gehen. Die Führer der Schiffe sollten es überhaupt so einrichten, 
dass sie den Hafon bei Tage anlaufen können, wo derselbe mit aller Sicherheit 
bis in 15 Met. Wasser ungefähr 2 Seem. vom Leuchtthurm entfernt, gehen kön- 
nen und dort zwischen den Peilungen NO und Nord beidrehen, um einen Loot- 
sen zu erhalten. 
Ankerplatz auf der Rhede. Vom Juni bis in die Mitte des Septem- 
ber dürfen die Schiffe unter keinen Umständen ankern, sondern müssen unter 
Segel bleiben und sich zwischen den Peilungen „Leuchtthurm in NzO bis NO“ 
bei 1 bis 2 Seem. Abstand aufhalten. Vom September bis Ende März kann 
man zwischen den Peilungen „Leuchtthurm in NzO bis NNO“ in einem Abstande 
von 1 Seem., auf 13 Met. Wasser, ankern. Vom April bis Mai zwischen den 
Peilungen „Leuchtthurm in NNO bis NO“ in einem Abstande von !4 Soem., 
auf 14.6 Met. Wasser. 
Beiträge zur Meereskunde. 
Von Prof, Dr. Orth zu Berlin, 
(Mit einer Skizze,) 
l. Ueber einige Aufgaben betreffend die Kartographie des Meeresbodens 
und die Benutzung der Seekarten. 
Das Heft No. 7 und 8 (1875) der „Annalen der Hydrographie und mari- 
timen Meteorologie“ enthält eine Abhandlung über einige Aufgaben der wissen- 
schaftlichen Meereskunde, worin ich die allgemeinen wissenschaftlichen Grund- 
lagen dieses grossen Gebietes mit Bezug auf gewisse praktische Fragen der 
Marine eingehend erörtert habe. Wenige Tage nach der Publication des ge- 
nannten Heftes hat der traurige Schiffbruch des Deutschen Dampfschiffes 
„Schiller“ in der Nähe der Scillyinseln die Augen der ganzen gebildeten Welt 
auf die Hülfsmittel gelenkt, welche der Schiffer an regnerischen und nebeligen 
Tagen bei Abwesenheit astronomischer Kennzeichen besitzt, um sich auf dem 
Meere zu orientiren und sich in der Nähe gefährlicher Küsten, Klippen und 
Untiefen vor Unfällen zu schützen. Mögen nun diese Hülfsmittel beachtet oder 
vernachlässigt sein, unter allen Umständen sind die zahlreichen beklagenswerthen 
Opfer dieser traurigen Katastrophe eine ernste und unwiderlegliche Mahhung, 
eingehend zu prüfen, wie weit die oben genannten Hülfsmittel als sichere oder 
unsichere, oder als zur Zeit unvollkommene, aber verbesserungsfähige angesehen 
worden müssen und bis zu welchem Grade hier durch praktische Methoden und 
strenge und präcise Instructionen den Gefahren vorgebeugt oder dieselben ver- 
mindert werden können. Die hohe Bedeutung und die wichtigen Aufgaben der 
Marine und des Seewesens weisen hier darauf hin, dass die Staaten im eigenen 
Interesse, im Interesse aller der Angehörigen, welche den Ocean befahren, im 
Interesse des Handels und der dadurch auszutauschenden Güter Ursache haben, 
dieser Angelegenheit ihre volle Aufmerksamkeit zuzuwenden, die hier vorliegen- 
den Aufgaben nicht allein zu stellen und bestimmt zu formuliren, sondern sich 
auch zu bemühen, denselben mit allen wissenschaftlichen Hülfsmitteln ganz und voll 
und in praktischer Weise gerecht zu werden. Schon die bestimmte Fragestel- 
lung, die Erkenntniss und das Bewusstwerden dieser Aufgaben ist als werth- 
voll zu betrachten, indem es dahin führt, sich zugleich klar zu machen, welche 
Mittel hier zur Abhülfe nothwendig angewendet werden müssen, und insofern die 
Aufgabe der Realisirung näher zu bringen. Mag diese letztere auch die Benutzung
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.