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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

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Ein Segelschiff muss den Ankerplatz von Zanzibar am Morgen verlassen, 
um zur Nacht den Ankerplatz bei Ras Nungwe sicher zu erreichen, hier warten, 
mit der ersten Südwest- oder Land-Brise die Anker lichten und sobald als mög- 
lich den starken Strom durchkreuzen. Ein Versuch mit der nachmittägigen 
Seebrise auszufahren, würde das Schiff in den Pemba-Kanal setzen; ist der 
Wind des Morgens schwach. so kann dem Schiffe leicht dasselbe widerfahren. 
Hiergegen ist keine Abhülfe, und so manches Schiff befindet sich weit nördlich 
von Pemba, ehe es ausserhalb des Stromes kommt. 
Geht ein Schiff in dieser Jahreszeit nordwärts, so halte man, wenn 
irgend möglich, bei Tage innerhalb der Insel Pemba. Will man den südlichen 
Pass benutzen, so ankere man, mag man ihn früh oder spät am Tage verlassen, 
bei der Insel Chumbe, bis der Wind sich dreht. 
Während des Nordost-Monsums kann ein nach Norden bestimmtes Segel- 
schiff längs dem Lande nördlich von der Stadt bleiben, und um 2 Uhr Nach- 
mittags auslaufen, aber es muss zur Nacht ankern und bis zu derselben Stunde 
am nächsten Tage warten, wenn nicht am Morgen günstige Gelegenheit zu 
kurzen Schlägen zwischen den Shearwater Untiefen und der Insel Tumbatu sich 
darbietet. Unter allen Umständen gewinnt ein Schiff, wenn es südwärts segelt 
und dabei in den günstigen Strom ausserhalb von Ras Kizimkaz gelangt. 
Ein Ankerplatz kann überall im Zanzibar-Kanal in 45.7 Met. Tiefe ge- 
funden werden, und noch in geringerer Tiefe, wenn man durch die Nacht oder 
dickes Wetter überrascht wird, ausgenommen bei den Eingängen zu dem Kanal. 
Segelanweisung für die Ostküste von Irland. 
(Schluss von Seite 201.) 
Die Glassgorman-Bänke erstrecken sich längs der Küste zwischen Courtown 
und der Spitze Külmichael; die äussere Grenze derselben ist 3 Seem. von 
Courtown und 1!/s Seem. von der Spitze Kilmichael entfernt. Von dem flach- 
sten Theil dieser Bänke, mit nur 1.s bis 3.7 Met. Wasserfläche, peilt die Spitze 
Kilmichael zwischen WSW und NzO. Zwischen diesen Bänken und der Land- 
spitze ist nur beinahe eine halbe Seem. breites Fahrwasser. 
Tonnen. Die Tonnen kennzeichnen die Ostseite der Bank. Die Tonne 
No. 1 ist spitz, roth und weiss senkrecht gestreift und von einer Stange mit 
Kugel überragt; dieselbe liegt auf 14.6 Met. Wasser NNO, °%/4 Seem. von der 
1.8 Met.-Stelle der Bänke, Von dieser Tonne peilt der Flaggenmast zu Kül- 
michael W*%/4S und der grosse Schornstein zu Arklow N!/W. Die Tonne 
No. 2 ist stumpf, roth und weiss senkrecht gestreift und liegt auf 18.3 Met. 
Wasser bei der Östecke der Bänke, %4 Seem. in Süd von der 1.s Met.-Stelle; 
man peilt von derselben die Tonne No. 1 in NzO 1'/2 Seem. entfernt. Die 
Tonne No. 3 ist spitz, ebenfalls roth und weiss senkrecht gestreift und liegt 
auf 9.1 Met. Wasser am SO-Ende der Bank; man peilt von derselben ein in 
die Augen fallendes weisses, südlich von Courtown gelegenes Gebäude, in WNW 
3 Seem. entfernt, und die Tonne No. 2 in NO’/N, 5.4 Seem. entfernt. 
Segelanweisung. Das Fahrwasser an der inneren Seite der Glassgor- 
man-Bänke ist bei Courtown 2's Seem. breit und verengt sich bei der Spitze 
Kilmichael bis zu !a Seem. Die Wassertiefen desselben nehmen von der Küste 
nach den Bänken allmälig zu, wo sich 12.8 Met. Tiefe befinden. Wenn man 
innerhalb 2 Seem. von der Spitze Kilmichael sich befindet, muss man den 
alten Leuchtthurm auf dem Vorgebirge Wicklow, welcher westlich des Vorge- 
birges Mizen steht, in NOY«N halten, um von der SW-Seite der Bänke frei zu 
bleiben. Von der Spitze Kilmichael muss man wenigstens !/4 Seem. abbleiben, 
aber sich auch nicht weiter davon entfernen, als bis der Thurm auf dem Vor- 
gebirge Mizen zwischen dem äussersten Ende des Vorgebirges Wzicklow und. dem
	        
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