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Theil von der Jahreszeit beeinflusst sein mögen. Im Gebiete der Kuro-siwo
aber scheint überhaupt nach den oben angeführten Beobachtungen von v. Roib-
nitz (1875), v. Kotzebue (1817) und de Tessan (1837) im April der warme
Strom unter den kalten stellenweise untorzutauchen, und unter demselben seinen
Kurs nach der NW-Küste von Amerika fortzusetzen , während der kalte Strom
an der Oberfläche weiter nach Süden vordringt. Im August dagegen ist auch
an der Oberfläche der warme Strom vorherrschend und drängt den kalten mehr
nach Norden. Aus dem Herunterschicben des kalten Stromes nach Süden lässt
sich das Herunterdrücken des Passates, sowie die von den englischen Wind-
und Stromkarten abweichende Richtung des Passates erklären, wic sie die
„Arcona“ gefunden hatte. Der Nordost-Passat schwankte erst südlich von 25°
Nord-Br. zwischen rw. O0zN und OzS hin und her, wehte anfänglich nur mit
der Stärke 3—5 und wurde noch durch einzelne Regenböen unterbrochen.
3. Bemerkungen über die Hawaii- (Sandwich-) Inseln und über den Hafen
von Honolulu.
Die Hawari-Inseln*) denen Cook bei seiner Entdeckung am 18. Januar
1778 nach dem damaligen ersten Lord der Admiralität, Sandwich, den Namen
Sandwich-Inseln verlieh — einen Namen, den man aber gegenwärtig in Hono-
Julu nie hört und der vollständig ausser Gebrauch gekommen ist —, liegen
zwischen 18° 52‘ und 22° 15‘ Nord-Br. und zwischen 154° 42’ und 160° 33‘
West-Lg., erstrecken sich in einer Richtung‘ von WNW—0SO ca. 40 Seem,
Jang und umfassen einen Raum von 359 geogr. Quadratmeilen oder 19757 Quadrat-
Kilometer.
Der Umstand, dass Cook bei den Eingeborenen dieser Inseln Eisen fand,
welches seiner Ansicht nach nur von spanischen Philippinen-Fahrern herrühren
konnte, lässt vermuthen, dass diese Inseln schon früher von spanischen Seefah-
rern besucht worden sind. Aber erst durch Cook ist die erste sichere Kunde
von diesen Inseln zu uns gelangt (s. Peschel’s Geschichte der Erdkunde, 1865,
pag. 323, 459 und Rosser - Jmray North Pacific Pilot. Part. II pag. 2). .
Von den die Gruppe bildenden 12 Inseln sind nur die 5 grösseren einiger-
maassen dicht bewohnt und die 5 kleinsten nur kahle, vegetationslose unbe-
wohnte Inseln. Die 5 grösseren Inseln heissen nach der von den englischen
Missionaren eingeführten Orthographie AS die in Klammern beigefügten
Namen die von Cook gegebenen sind): Hawaii (Owhyhee) mit 12620 []Kilom.,
Maui (Mowee) mit 1966 []Kilom., Oahu (Woahoo) mit 1823 [] Kilom., Kauai)
(Atooi) mit 2010 []Kilom. und Molokai (Morotoi) mit 468 UKilom. Oberfläche.
Die Inseln sind sämmtlich vulkanischen Ursprunges; auf fast allen findet
man erloschene und auf Hawali einige noch bis in die neueste Zeit thätigo
Vulkane. Der berühmteste derselben ist der Vulkan Kilauea auf der Insel
Hawali, welcher, obwohl nur ein Soitenkrater des fast 4200 Met. hohen Vul-
cans Mauna Loa (d. h. grosser Berg), doch an Grösse diesen noch übertrifft;
während bei dem Mauna-Los der Krater cinen Durchmesser von 3790 Met. hat,
ist der Durchmesser des Kraters des Kilauea 4700 Met. mit einer Tiefe von
etwa 300 Met. Dieser Krater ist fortwährend mit flüssiger Lava gefüllt und
stellt cinen Lavasec von mehr als 2 Scem. Breite dar, in welchem die Lava
fortwährend kochend auf- und abwallt. Diese beiden Krater des Mauna-Loa
und Kilauea sind überhaupt die grössten und tiefsten, die man bisher auf der
Erde angetroffen hat. In dem Krater des Kilauea ist der Volkssage nach der
Wohnsitz der höchsten Göttin der Eingeborenen Pele; auch findet man in ihm
eine eigenthümliche haarartige Lavabildung, die dort unter dem Namen „Haar
der Pele“ bekannt ist. Eine Probe hiervon, sowie cine Sammlung verschiede-
ner Lavasorten bringt Freiherr v. Reibnitz nach Europa mit. Der letzte grosse
Ausbruch der beiden Vulkane Mauna Loa und Kilauea geschah im März 1868
*) S. Findlay’s North Pacific Directory 2° edit. (1870) pag. 818—857 und Rosser-Jmray
North Pacific Pilot Part, II pag. 1—52.