accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

“1 
„4. 
Beschreibung der Küste von Viti-Levu (Fiji-Inseln) und Segel- 
Anweisung für die Route innerhalb des Barriere-Riffes der West-, 
Nord- und Nordost-Seite dieser Insel. 
Die Ergebnisse der Aufnahmen der Küsten verschiedener Inseln der 
Fii-Gruppe durch I. Br. M. Schiffe „Pearl“ und „Beagle“ in den Jahren 1873 
und 1874 sind in zwei Nummern der „Hydrographic Notice“ 1874 No. 31 (vom 
31. Dezember 1874) und 1875 No. 13 (vom 13. Mai 1875) veröffentlicht worden. 
Wir theilen hier zunächst eine ausführliche Beschreibung der Küstenumrisse 
der grössten Insel der Fiji-Gruppe von Viti-Levu (220 Seem. im Umfange), mit. 
Diese Beschreibung umfasst die Küste von Mbau im SO der Insel um die Süd-West- 
und Nordküste herum bis Nananu-Levu, einem kleinen Inselchen an dem Nord- 
rande von Vitz-Levu, und enthält auch noch eine Segelanweisung für die zwi- 
schen der Insel und dem dieselbe im Westen, Norden und Nordosten umgeben- 
den Barriere-Riffe. Wir bemerken hierbei, dass eine solche bisher noch nicht 
bekannt gewesen ist und Beachtung verdienen dürfte. Sie ist von dem Navi- 
gyating-Lieutnant Henry Hosken von I. Br. M. S. „Pearl“ gegeben und nach 
dem Berichte des Commodore J. G. Goodenough, Befehlshabender Officier 
in Australien, in der Hydrographic Notice No. 30 vom Hydrographischen 
Amto in London veröffentlicht worden.”) Die hierbei vorkommenden Peilungen 
sind missweisend; die Variation beträgt 9° 45‘ Ost 1874, 
Viti-Levu. 
Mbau Roads und deren Ansegelung. IL. Br. M. S. „Pearl“ erreichte 
Mbau Roads durch das Moturiki Fahrwasser, welches südlich der Moturiki-Insel 
liegt. Wenn man die kleine Insel Cagalai N 35° O peilt, so führt diese Rich- 
tung westlich der Riffe, welche sich nach SWzW 1'/2 Seem. weit von der klei- 
nen Insel Leleubea erstrecken, und sobald man von denselben frei ist, führt 
ein Kurs SzW nach der Einfahrt zwischen den Mbau Riffen (s. B. XI. 11 
Hydr. Notices 1—23 1856—1873 pag. 50). 
Von der Mitte des östlichen und breitesten Fahrwassers aus sicht man das 
westlichste Ende der kleinen Insel Leleubea, gerade oberhalb des östlichen Endes 
der kleinen Insel Cagalai in Nz0/40. Dieses ist das gewöhnlich gebräuchliche 
Fahrwasser, aber es sind ausserdem östlich davon noch verschiedene andere 
tiefe Rinnen, von denen die eine, durch welche die „Pearl“ einlief, 11 bis 22 Met. 
Wassertiefe hatte. 
Vom Topp aus wurden zwei kleine Untiefen in dem äusseren Theil der 
Mbau Roads erblickt, von diesen liegt die eine nahe der Ostseite des östlichen 
Fahrwassers und die andere gerade ausserhalb des einen mittleren Fahrwassers. 
Die kleinen Inseln Tailau, Viwa und Mbau können in einer Entfernung 
von 6 Seem. gesehen werden und kann man dieselben zum Peilen, um den 
Stand des Schiffes zu bestimmen, benutzen. Die Riffe sind alle unterhalb der 
Meeresfläche und dieselben bei trüber Luft oder wenn die Sonne vor dem 
Schiffe steht, schwer zu erkennen; unter solchen Umständen ist es besser zu 
ankern und zu warten, bis die Luft klar wird oder einen Ortslootsen anzu- 
nehmen. Ein Fremder darf‘ aus den angeführten Gründen. nicht versuchen, 
Mbau zu erreichen, ehe die Riffe vom Topp aus deutlich zu erkennen sind. 
Ankerplätze. Wenn man die Insel Zailaw in NW*%/4N, das Südende 
der Insel Viwa in WSW und die Insel Mbaw in SSW peilt, findet man auf 
9 Met. Wasser einen Ankerplatz in Mbau Roads, und desgleichen, wenn man 
die Insel Viwa in SWzW*%/4W und die Insel Tailau in NW!AN peilt, auf 
8 Met. Wasser, ' . 
Der innere Theil der Mbau Roads ist anscheinend verschlammt, 
Fluss Rewa. Der Arm Kambia dieses Flusses, welcher sich 3!/2 Seem. 
südlich der Insel Mbaw ergiesst, wurde durch eine Abtheilung der Officiere 
des Schiffes „Pearl“ unter- Befehl des Commodore Goodenough im Monat 
*) S. Findlay South Pacific Directory 3%. ed, (1871) pag. 587 — 593 und Hydrographic 
Notices Islands, in the Pacific 0cean 1856—18738 pazg. 50.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.