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schnell nach Norden zu gelangen wünschen, ist das Beste, wenn sie nach einem
der, 24—36 Stunden wehenden, Stürme mit voller Kraft nordwärts dampfen,
wobei ich bemerke, dass die See, welche verhältnissmässig schnell aufkommt,
sich ebensobald wieder beruhigt. .
Bei der Ansegelung des Landes in der Nähe vom Cap Shantung markirte
sich bei Tage der Berg Wade, nordwestlich von diesem Cap gelegen, auf weite
Entfernung. Bei Nacht ist das jetzt brennende neue Feuer auf Cap Shantung, welches
20 Seem. weit sichtbar ist, von grossem Werth, da es sehr gut und hell brennt.“
Oberflächentemperaturen in den Aequatorialgegenden des
Atlantischen Oceans,
Von C. Koldewey..
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte,)
Im engen Zusammenhange mit den Strömungen des Oceans stehen unstreitig
die Temperaturen der Oberfläche der Meere; dieselben sind, ganz abyesehen
von der grossen Wichtigkeit, die ihre genaue Kenntniss für die Klimatologie
der Erde überhaupt hat, für den Seemann schon deshalb von unmittelbarem
praktischen Werthe, als derselbe oftmals allein mit Hülfe des Thermometers
die Strömung, in welcher er sich befindet, in Bezug auf ihre Richtung
erkennen. kann. Namentlich ist dieses der Fall, wo zwei entgegengesetzte Strömungen,
mit verschiedener Temperatur je nach der Gegend, woher sie kommen,
nahe bei einander vorbeifliessen, wie z. B. der Golfstrom und der an der Ostküste
von Nordamerika herunter kommende kalte arktische Strom und ebenso
im gsequatorialen Theile des atlantischen Oceans die warme Guineaströmung
und der kalte, von Südost heraufkommende Aequatorialstrom, aus deren Temperaturverschiedenheit
man sofort erkennt, ob man sich in dem einen oder dem
anderen Strome befindet. .
Im Anschluss und gleichsam als Ergänzung zu den in den beiden vorigen
Heften dieser Annalen gegebenen Aufsätzen über die Strömungen in den
Aequatorialgegenden des atlantischen Oceans erschien es daher zweckmässig,
auch die Oberflächentemperaturen, soweit es das vorhandene Material
gestattet, einer eingehenden Untersuchung und Besprechung zu unterziehen.
Gerade für diesen Theil des atlantischen Öceans liegen eine verhältnissmässig
grosse Anzahl von zuverlässigen Beobachtungen vor, welche von dem Königlich
Holländischen meteorologischen Institut in Utrecht, dem meteorologischen
Amte in London und der früheren norddeutschen Seewarte
seit einer Reihe von Jahren gesammelt sind, so dass für die meisten Felder
nicht allein zuverlässige Mittelwerthe für die verschiedenen Monate gewonnen
werden können, sondern dass man auch im Stande ist, die periodischen Veränderungen
in der Wasserwärme, die Jahresschwankungen, Sowie den Einfluss
kalter und warmer Strömungen überall deutlich zu erkennen,
Die Vergleichung der in den „Onderzoekingen mit den Zeethermometer,
Utrecht. 1861,“ gegebenen holländischen Beobachtungen mit den in den „Charts
of Meteorological Date for Square 3“ veröffentlichten englischen Beobachtungen
einerseits und den aus den Wetterbüchern der Seewarte extrahirten andererseits
ergab eine so grosse Uebereinstimmung in den: Mitteln (der Unterschied
betrug selten mehr als + 0.2° bis + 0.s° ©), dass dieselben unbedenklich als
von gleicher Güte und gleichem Gewicht im Verhältniss der Anzahl der Beobachtungen
zusammengestellt werden konnten. Da indess in den holländischen
Untersuchungen die Mittel für Zonen von 5° Länge und 1° Breite, in den
englischen Karten für Felder von 2° Breite und 2° Länge und Zonen von
2° Breite und 5° Länge gegeben sind, während die Beobachtungen der Seewarte
für Ein-Grad-Felder extrahirt wurden, so mussten die letzteren, sowie
die holländischen Daten ebenfalls in Zonen von 2° Breite und 5° Länge zusammengezogen
werden. Dadurch werden allerdings einzelne Details, sowie
auch manchmal die genauen Grenzen verschiedener Strömungen verwischt, aber