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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

4A- 
mM 
Die Richtung der Strömung schwankt zwischen 0SO und ONO; hiernach 
scheint der Haupttheil der Wassermasse in den Busen von Gwinea zu gehen; 
wir finden hier zwischen 3° und 4° Breite aus 6 Beobachtungen wieder eine mittlere 
Geschwindigkeit von 38.6 Seem. in der Richtung längs der Küste nach Osten. 
Die Aequatorialströmung zwischen 0° und 2° Nord-Br. hat die grösste 
Stärke im Quadrat 1, wo sich im Mittel aus 6 Beobachtungen eine Geschwindig- 
keit von 41.2 Seem. ergiebt, während wir im Quadrat 2 im Mittel aus 16 Beob- 
achtungen nur eine Stärke von 20.0 Seem. finden. 
Die mittlere Stärke der Strömungen im Quadrat 3 ist folgende: 
° 9 Saar 
Acquatorialströmung | yon A. Ze Nord-Br. ze Seem, 
” — ” A 
f — 4°— 6° ” 120 
Guineaströmung * 5°— 8° » 180 
1 , 3°—10° » 184 
Südlich vom Aequator ergiebt sich nach der unten folgenden Tabelle eine 
ziemliche Uebereinstimmung mit dem Monate Juli, nur scheint auf den höheren 
Breiten die Richtung im Durchschnitt etwas südlicher zu sein; nordwestliche 
Strömungen sind im Ganzen seltener. Die grösste Geschwindigkeit findet sich 
wie immer auf der Breite von Cap St. Roque. 
Westliche Hälfte, 
Oestliche Hälfte, *) 
Breite 
Anzahl d.| 
Beobach- 
tungen, 
Süd 
0°— 20 10 
a0 4° 17 
A°— 6° 16 
6°— 8° 16 
89109 
Mittlere | Stärkster Strom, 
Richtung Stärke 
W1/2S 19.2'West 40.0 
West 19.4 W1/4S 55.0] 
W3/4S 92.5SWZW1/4W 61.2 
WSW3/4W 17a WW 82.0 
SWI/W KA WRWIAW 08,8 
Anzahl d., 
Beobach- 
tungen. ‘Richtung Stärke’ 
Stärkster Strom. 
a 
IR 
West 
W185 
W1/4N 
WSWS4W 
01/45 
WSW3SLW 
17.21WSW 28.2 
19.7/NW1/2W 32.1 
24.2/N W1/aN 36.2 
15.SWzW1/2W 35.6 
14.61 0N03/40 175 
13,81SW3/4W 23.6 
Monat September. Im Quadrat 3 ist in der Vertheilung der Strö- 
mungen gegen den Monat August keine wesentliche Aenderung eingetreten; 
westliche Strömungen sind vorherrschend zwischen 0° und 4° Nord-Br., zwischen 
4° und 5° Nord-Br. sind westliche und östliche Strömungen ziemlich gleich ver- 
theilt, während östliche Strömungen zwischen 5° und 10° Nord-Br. vorherr- 
schend sind. Die mittleren Geschwindigkeiten der Strömungen haben indess 
überall abgenommen, namentlich die der Aequatorialströmung, wie aus der fol- 
genden Tafel hervorgeht.: 
A 2 N von 0°— 2° Nord-Br. mittlere Geschw. 16.9 Seem. 
equatorialströmung \ 90__ 4° 15.0 
” 4° 6° 2” ” 2 13. ” 
” — ” ” » OÖ 
Guineaströmung | „ 6°%— 8° » # » 164 
„ 8°%—10° ” » ” 16s 
Der Guineastrom kann in 37° West-Lg. bis 8° Nord-Br. verfolgt wer- 
den; in 30° West-Lg. erstreckt sich derselbe von 5° bis 13° Nord-Br. und in 
20° West-Lg. von 3° bis 11° Nord-Br.. Die Geschwindigkeit schwankt zwi- 
schen 8 und 32 Seem., welche auch noch im Golf von Gwinea beibehalten 
wird, wo die südliche Grenze zwischen 1° und 2° Nord-Br. liegt.**) 
Auch südlich vom Aequator hat die Strömung gegen den Monat August 
beträchtlich abgenommen, und scheint dieselbe im Ganzen auch weniger regel- 
mässig zu scin. Es muss indess immer in Betracht gezogen werden, dass, wenn 
die Strömung überhaupt schwach ist, die Fehler der Loggrechnung, die ja in 
allen unsern Angaben mit enthalten sind, mehr zum Vorschein kommen; die 
vorwiegende Westrichtung ist überrall unverkennbar, wie aus folgender Tabelle 
hervorgeht: 
*) Die Beobachtungen reichen zwischen 0° und 2° Süd-Br. bis 0° Länge, weiter südlich 
nicht östlicher als bis 12° West, 
**) Currents and Surface Temperatures pag, 17 (die Beobachtungen aus den Wetterbüchern 
ler Seewarte sind hier unzureichend).
	        
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