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Monat Juni. Der Aequatorialstrom zeigt gegen Mai eine wesent-
liche Zunahme sowohl in der Geschwindigkeit als auch in seiner Ausbreitung
nach Norden. Die englischen Karten zeigen, dass von 0°—4° Nord westliche
und nordwestliche Strömungen fast ausschliesslich vorkommen mit ciner mitt-
leren Geschwindigkeit von 25 bis 30 Seem. und einer grössten Stärke von
66 Seem. Auch im Quadrat 2 und 1 ist die westliche Strömung von 0° bis
3° Nord entschieden vorherrschend und scheint die Geschwindigkeit noch
stärker zu sein. Unsere Wetterbücher, obgleich die Beobachtungen hier nicht
sehr zahlreich sind, geben eine mittlere Stärke von 40 Meilen nach WNW.
Westlich von 30° West-Lg. sind die Beobachtungen zu mangelhaft, um
den Strom weiter verfolgen zu können.
Die Guinesströmung hat sich ebenfalls weiter ausgebreitet und mehr
nach Norden geschoben, als im Mai. Zwischen 4° und 7° Breite herrschen
bis 30° Länge nordöstliche, zwischen 7° und 8° südöstliche Strömungen mit
einer mittleren Geschwindigkeit von 20 Meilen in 24 Stunden vor. Im Quadrat 2
scheint der Strom bis 10° Nord in nordöstlicher Richtung gegen die afrikanische
Küste zu stossen mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 20 Seem.; nur der süd-
liche Theil geht in den Golf von Gwinea und scheint hier in sehr engen Gren-
zen der Breite eingeschlossen zu sein, doch ist die Stärke grösser und wird
dieselbe zu 16 bis 36 Seem. angegeben.*)
Nördlich von 8° Nord sind. im Quadrat 3 südwestliche Strömungen Yor-
herrschend, deren Geschwindigkeit indess nicht grösser als im vorhergehenden
‚Monate ist. Im Mittel ergiebt sich:
Zwischen 0°— 2° mittlere Geschwindigkeit 29.s Seem.
2°— 4° 5 # 211
4°— 6° . » 186
6°— 8° » » 14.0
» 8°—10° » » 1lls
Südlich des Aequators finden wir ebenfalls eine beträchtliche Zunahme
der Intensität der Aequatorialströmung, die sich, wie die folgende Tabelle zeigt,
in ziemlich genau westlicher Richtung zwischen 0° und 6° Breite über den ganzen
Atlantischen Ocean erstreckt. Die Strömung ist sehr regelmässig und zeigen
die Einzelbeobachtungen hier wenig Abweichung. Südlich von 6° wird die
Strömung unregelmässig und bedeutend schwächer, namentlich finden sich unter
der brasilianischen Küste nicht selten nördliche und nordöstliche Richtungen
manchmal vor, von ziemlich bedeutender Stärke, während weiter östlich fern
von der Küste südwestliche Strömungen yorherrschend sind.
Breite
Süd.
00_. 90
D0__ 4°
4o— 6°
BO— 8°
30.100 |
Westliche Hälfte. 250° .. 38° West.
Oestliche Hälfte, „14° — 25° West.
Anzahl d.)
Beobach- |
tungen.
. 7 Anzahl 4. |
Mittlere jSörkater Strom.) Beobach- Stärkster Strom,
Richtung Stärke tungen. 'Richtung - Stärkel
30
37
34
}
30
6
93
V14S
W148
West
0
W198
0140
WNW1/1
20.8'SW14S
24,8 WzS
99.8 WNWS/W
‘0.1S0
“1|SW3/45
_*e|NzO
DalWIpS
52.0
52,8
46.7
17.7
31.0
36.8
41.6
u)
18
16
17
VAN 24.8 W145 40.1
WzS 95,2 WSWIAW 312
WIAS 21.8 W148 36.3
WzS 10.2] WNW14W 22.4
|SWzW 12.,3/|W34N 35.2
19
*) Currents and Surface Temperatures of the North Atlantic-Ocean pag. 13. (Von der
Seewarte liegen für diese Gegend im Juni nur sehr wenige Beobachtungen vor.)
(Schluss folgt.)
ce
a.