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Monat Mai. Die Karten zeigen für diesen Monat in der Vertheilung
der Strömung eine wesentliche Aenderung gegen den Monat April. Der
Aequatorialstrom, der sich im Quadrat 3 bis 3° Nord und im Quadrat 2
und 1 respective bis 2° und 1° Nord erstreckt, hat im Ganzen an Stärke zu-
genommen; seine mittlere Geschwindigkeit ist zwischen 1 und 2° Nord 25 Meilen
and sind hier Stärken von über 30 Seem. häufig beobachtet. Die Richtung ist
fast rein West bis 20°, weiter westwärts zwischen West und NW von 6° bis
10° Breite ist die vorherrschende Richtung der Strömung westlich im west-
lichen Theile des Quadrat 3, während im östlichen Theile südwestliche und süd-
liche Strömungen, die bei weiterem Vorschreiten in den Guineastrom übergehen,
häufiger vorkommen. Die mittlere Geschwindigkeit der Strömung überhaupt er-
giebt sich für Quadrat 3 wie folgt:
Zwischen 0°— 2° Nord. . . 19.8 Seem.
m 4° » 16.7 »
4°— 6° 47
6°— 8° „ +0 5116 m
» 8°—10° „ . 0. .1l5
also im Ganzen etwas grösser als im vorigen Monat mıt derselben Abnahme
nach Norden hin.
Die Guineaströmung hat bedeutend an Ausdehnung gewonnen, 80
dass im Quadrat 3 zwischen 3° und 5° Nord die herrschende Strömung bis
28° West-Lg. östlich beobachtet wurde. Nach den englischen Karten ergeben
sich zwischen den Parallelen 3° und 4° 34°% nordöstliche Strömungen mit einer
mittleren Geschwindigkeit von 22 bis 24 Seem., 23°% südöstliche von im Durch-
schnitt 24 Seem. Geschwindigkeit, während zwischen 4° und 5° Breite 34%
züdöstliche Strömungen mit 21 Seem. Stärke beobachtet wurden. In den Qua-
draten 2 und 1 ist die Strömung ebenfalls beständiger und namentlich in
letzterem von grösserer Stärke, als im Monat April. Unsere Wetterbücher er-
yeben zusammengestellt Folgendes:
20°— 10° West-Leg.
10° — 0° West-Lg.
Anzahl d. x Anzahl d. ;
Beobach- Mittlere (Stärkster Strom. Beobach- | Mittlere |Stärkster Strom.
—_ tungen, Richtung Stärke] — tungen. Richtung Stärke]
2°—50 12 |Ost 15.1J0N0120 2504 8 |0zN 28.4 O0st 42.0
5°—89 12 10zN 10.8|0zN 313 - +— ; =
Südlich von 2° Nord liegen nur vereinzelte Beobachtungen vor, die eine
herrschende Strömung nach Westen geben, doch werden bis unter den Aequator
östliche Strömungen nicht selten bemerkt und im Quadrat 3 weisen die Karten
selbst noch bis 30° Länge Beobachtungen von 30 Seem. und darüber in Ööst-
licher Richtung nach,
Südlich des Aequators finden sich ebenfalls, wie die folgende Tabelle
zeigt, namentlich zwischen 0° und 2° Süd östliche Strömungen oft von ziemlich
beträchtlicher Stärke nicht selten, wie denn überhaupt, obgleich die westliche
und westsüdwestliche Richtung entschieden vorherrscht, eine grössere Unregel-
nässigkeit sich bemerkbar macht. Es kommen im Ganzen nicht so starke Strö-
mungen vor, auch bei Cap Roque scheint im Allgemeinen die Geschwindigkeit
nicht so gross zu sein wie in den vorhergehenden Monaten.
Breite.
Westliche Hälfte.
Oestliche Hälfte.
Breite.
Anzahl d. n
Beobach- | Mittlere
tungen. !Richtung Stärke’
"‘Stärkster Strom
Anzahl d. Ben
Se Mittlere Syärkster Strom.
tungen.
‚Richtung Stärke
00—2°| 5
g 1
20 — 4° 99
4° 60] 27
[A 8°
ao 1001
0N01/0
W1/2S
0N01/40
WSW
W3/45
50140
W145
NOzO
W3LS
15.210N01/40 55
De WSW1/2W 332.2
5. -— ;
5.1|W1/4S 32.0]
"8.4 W145 30.
12.8150 15,0)
15.8)JSSW1AW 22
13.0/'NzO 21.
12.3 WzS 25.
6
Q
01/45 20.410zN 41.1
W3/4N 16.6/\WzN 35.0
S014S 92.0 —
WSWS/aW 97.1|WNWS/4W 404
WSWI/AW 19.9 WzS 30.0
S03/40 13.910S0%/40 25.0
West 11.9 West 19.9
SS03/40 8.5/SzO 15.0
WzS 15.11W1/35 56.6
12
16
D
29
8
8