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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

A a nr 
Auch hier finden wir in der westlichen Hälfte die stärkere Strömung, 
namentlich gegen Cap St. Roqwue, sonst im Ganzen ebenfalls eine Abnahme der 
Geschwindigkeit nach Süden, Zwischen 0° und 2° Breite scheint indess die 
Strömung nicht ganz so regelmässig zu sein, wie weiter südlich. Es sind unter 
den 48 Beobachtungen 10 als nach SO und Ost gerichtet notirt, die sämmtlich 
östlich von 26° liegen. Die meteorologischen Daten zeigen, dass überall, wo 
diese östlichen Strömungen beobachtet sind, der SO-Passat nicht durchgestan- 
den hatte, sondern veränderliche Winde herrschten. Südlich von 2° Breite 
sind östliche Strömungen nicht mehr beobachtet, doch unter der brasilianischen 
Küste häufig nordwestlich. 
Monat März. Die Aequatorialströmung zwischen 0° und 3° Nord 
ist in diesem Monat nicht ganz so regelmässig und intensiv, wie in den vor- 
hergehenden Monaten. In Quadrat3 sind hier allerdings nordwestliche Strömungen 
vorherrschend, die zwischen 1° und 2° eine mittlere Geschwindigkeit bis zu 
24 Meilen erreichen, während näher dem Aequator die Strömung im Allgemei- 
nen schwächer und etwas unregelmässiger ist und dort zwischen 20° und 22° West 
mehrere östliche Strömungen beobachtet sind, Weiter östlich in den Quadraten 
2 und 1 wird die Westströmung öfters durch die Guineaströmung verdrängt, wie 
folgende Zusammenstellung aus den Beobachtungen für die Seewarte zeigt. 
20° — 10° West. . ; 
10° — 0° West, 
Anzahl d, "ar: Anzahl d. N . 
Booboch-| MEER [Stärkster Strom.]Beobsch- Mittlere [Seörkstor Strom, 
tungen, |Richtung Stärke ° tungen. ‚Richtung Stärke 
0020 N} { 4 1080140 10.508010 136| 9 iNOV20 20.210N0 39 
) 7 WNWSAW 24.71NW 54. 10 INWzWI1/AW 22.9|W3/4W 435 
Die Guineaströmung kann bis 27° West in 8° Nord verfolgt werden, 
es kommen hier einzelne Beobachtungen bis zu 20 Meilen Geschwindigkeit 
nach SO vor; doch ist dieselbe im Quadrat 3 eigentlich nur zwischen 4° und 
5° Breite und östlich von 25° West vorherrschend mit einer mittleren Ge- 
schwindigkeit von 13 bis 20 Seem. In den Quadraten 2 und 1 sind nördlich 
von 2° Westströmungen nur äusserst selten und von geringer Geschwindigkeit 
beobachtet und östliche Strömungen entschieden vorherrschend. Unter 37 Be- 
obachtungen sind 28 östliche und nordöstliche und 9 westliche und nordwest- 
liche Strömungen. Die mittlere Geschwindigkeit schwankt zwischen 10 und 
20 Seem.; der stärkste beobachtete Strom war OzN 33 Seem. ; 
Zwischen 5° und 10° Nord im Quadrat 3 sind südwestliche Strömungen 
vorherrschend und im nördlichen Theile kommen eine grosse Anzahl reiner Süd- 
strömungen vor, doch ist die Geschwindigkeit schwächer, als die der Aequa- 
torialströmung. Wie in den vorhergehenden Monaten nimmt die mittlere Ge- 
schwindigkeit der Strömung ebenfalls vom Aequator nach Norden hin ab. In 
Quadrat 3 ergeben die Karten folgende Werthe: 
Von 0°— 2° Nord ist die mittlere Geschw. 16.3 Seem, 
» 2°— 4° „ nn » ” 144 
4 —6 „ nm ” ”„ 115 
5°— 8° nn » ” 9.0 
„ 8°—10° „ m ” ” 10.5 
Der stärkste beobachtete Strom war West 53.0 Seem. 
Südlich vom Aequator finden wir für diese Monate folgende 
der Strömungen bis zu 10° Süd-Br. nach ihrer Richtung und Stärke. 
Breite. 
DEE Ca 
Uebersicht 
Westliche Hälfte. 
Destliche Hälfte. 
Breite. 
Anzahl d, . 
Yoobach-” Mittlere |Stärkster Strom. 
tungen. ichtung Stärke 
9N0 15.5/NOVAN 23 
'SWzW 11.7 W1/aN 18.0 
WSW3/W 16.21 WSW34W 46. 
M/4S 15.3 WSW1ZW 42. 
WzW3/4W 11.8|SWzW1/4W 23.3 
IWzWIOW 12.0NW1AW 3 
Anzahl d. x 
Beobach- Mittlere |Stärketer Strom. 
tungen. !Richtung Stärke 
080340 13.8020 18.9 
NWzN SalNNWIAW . 16.6 
Ost ‘ANO „19.1 
WSWS/W 0 WSW1I/W 19.9 
WSWI/W 17,6 — 
WSW1/2W 17.81 WSW3/4W 322 
Ws 3 3lW1/N 241 
we) {B 
20__4°| 38 
40 6°| 28 
50— 8°| 22 
20.100] 19
	        
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