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Monat Januar. Die Karten zeigen zunächst, dass die westliche
Aequatorialströmung über den ganzen Atlantischen Ocean von 20° West-Lg.
an (weiter ostwärts fehlen uns Beobachtungen) zwischen den Parallelen von0° und 3°
ziemlich regelmässig sich ausbreitet. Die Richtung ist durchschnittlich von West
bis WNW; die Geschwindigkeit schwankt zwischen 17 und 49 Meilen per Tag,
und beträgt im Mittel etwa 24 Meilen. Westwärts von 40° West an der Nord-
küste von Brasilien scheint die Intensität des Stromes zuzunehmen, es sind hier
Geschwindigkeiten bis zu 70 Meilen beobachtet. Der Guineastrom scheint in
etwa 27° West und 5° Nord seinen Ursprung zu nehmen; westlich von diesem
Meridian sind östliche Strömungen sowohl nach den englischen Karten, als auch
nach denen der Seewarte nur äusserst selten beobachtet.‘ Bis Cap Palmas ist
dieser Strom sowohl in Richtung als Stärke“ veränderlich, er ist namentlich
zwischen 4° und 6° Breite beobachtet; die Geschwindigkeit schwankt zwischen
11 und 24 Meilen. Südlich vom Cap Palmas wird die Intensität des Stromes
grösser und seine Richtung ist ziemlich constant längs der Küste. Die Journale
der Seewarte geben folgende Beobachtungen:
Anz, d,
Beob.
zwischen 4° und 5° Nord 8
3 „ 4° 8
Mittlere
Richtung u, Stärke,
ONO 23.0 Seem,
ı Ost 280
Die grösste Geschwindigkeit war 33.6, die geringste 19.0 Seem. Weiter
züdwärts fehlen Beobachtungen.
Im nördlichen Theile der Quadrate 3 und 4 ist wieder die westliche
Strömung vorherrschend, doch weder so regelmässig noch so intensiv, wie unter
dem Aequator. Die Richtung schwankt zwischen SO und NW und die mittlere
Geschwindigkeit beträgt zwischen 6° und 10° Nord, nicht mehr als 9 Meilen
in 24 Stunden (die grösste Geschwindigkeit ist 29 Meilen, wobei zu berück-
sichtigen ist, dass unter 42 Beobachtungen 13 sind, bei denen kein Strom nach-
gewiesen wurde. Die mittlere Geschwindigkeit der Strömung nimmt vom Aequa-
tor nach Norden hin überhaupt beträchtlich ab, wie aus folgenden Zahlen aus
Quadrat 3 ersichtlich ist:
zwischen 0°— 2° ist die mittlere Geschwindigkeit 24.9 Seem.
2°— 4° „ % # 150»
4°— 6° „ » » 135
6°— 8° » rn 9.0 ”
8°—10° » Y Pr Do
Südlich vom Aequator geben uns die Beobachtungen aus den Wetter-
büchern der Seewarte den gewünschten Aufschluss über Richtung und Stärke
der allgemeinen Westströmung, die hier durchschnittlich über die ganze Breite
des Atlantic, so weit die Beobachtungen reichen, die herrschende ist. "Theilt
man mit dem Meridian von 25° West diesen Meerestheil in eine Ost- und West-
hälfte und fasst Zonen von 2° Breite zusammen, so ergeben die Beobachtungen
folgende Mittelwerthe, denen noch der stärkste beobachtete Strom beigefügt ist.
Die Stärken sind in dieser und den folgenden Tabellen stets in Seemeilen aus-
gedrückt.
Breite,
38° — 25° West,
Anzahl d. ü
Beobach-" Mittlere [stärksten Strom.
tungen, Richtnng Stärke
0°— 2° 21
20— 4° 16
4°— 6° 14
5°— 8° B
39.109 cn
5WzW1/2W 15,6/W1/45S Ba
West 17.9/WSW1/2W 48.
W148 19.2/ West 30.9|
3W1/4W 1L4SW 19.
W148 16.6152 W1/2W 19,9
Anzahl d. z
Beobach-. Mittlere Stärkster Strom,
tungen. Richtung Stärke _
NWzZWI/2W 21.8 West 28.0
WNW 18.0|\| WSW1AW 22.1
WSW 12.0 WNW 20.0
W1/45 9.71 W1/25 14.1
WNWILW 11.5|W1/2N 25.0