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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

Die Länge dieser Route ist von Newcastle nach Hongkong 5000, nach Shanghat 
4900 und nach Yokohama 4600 Seem. 
Fünf Sogelschiffe und ein Dampfer haben diese Route benutzt; letzterer 
brauchte 25 Tage bis Shanghai, Die durchschnittliche Reisedauer betrug bei 
den Segelschiffen 48 Tage, also ebenso viel als die mittlere Route; die kürzeste 
Reise betrug 34 Tage und wurde von. dem Schiffe „Knie“ im April und die 
längste Reise von 75 Tagen im Juli von dem Schiffe „Helen Malcolm“ gemacht. 
In demselben Monat machte unter anderen Schiffen die „ Woodlark“ die Reise 
in 39 Tagen. 
Die Route durch die Torresstrasse. — Diese Route führt gleichfalls von New- 
sastle in der Richtung NO bis zum 157. Meridian und führt dann längs dem- 
selben bis zur Breite des Mellish-Riffes und dann NW nach dem Einlauf „Bligh’s 
Entrance“ und durch die Torresstrasse. Nachdem die Strasse passirt ist, führt 
lie Route zwischen den Inseln Tenimber und Arrow hindurch, dann durch das 
Fahrwasser zwischen Ceram und Bouro und durch das Molucca-Fahrwasser, um 
das NO-Ende von Celebes in die Celebes-Soe, durch das Basılan - Fahrwasser in 
die Sulu-See und durch die Mindoro-Strasse in das Chinesiche Meer. Die Ent- 
fernung von Newcastle nach Hongkong ist bei dieser Route 5300 Seem. und ist 
nur von einem Schiffe, die „England“, im Monat Juli gemacht worden, welche 
41 Tage gebraucht hat. 
Nach einer kritischen Bearbeituug der Statistik dieser Routen und mit 
Berücksichtigung der in den „Wind- and Current Charts“ (1872) enthaltenen 
Angaben golangt man zu nachstehenden Schlussfolgerungen: 
Während der Monate Januar, Februar und März beträgt die 
Jurchschnittliche Reisedauer bei der östlichen Route 62 Tage. Die längste 
Reise dauerte 66 Tage und die kürzeste 57 Tage. 
Die durchschnittliche Reisedauer bei der mittleren Route betrug 40 
Tage. Die längste Reise dauerte 45 Tage und die kürzeste 28 Tage. 
Hicrnach scheint die mittlere Route für Schiffe, welche in diesen Mo- 
Australien verlassen, vorzuziehen zu sein. ; 
Es ist allgemein bekannt, dass der vorherrschende westliche Monsun in 
jer Torresstrasse und östlich von Neu-Guinea weder für die westliche Route, 
noch für die durch die Torresstrasse für die Monate Januar, Februar und März 
zünstig ist. 
Während der Monate April, Mai und Juni wurde nur eine Reise 
auf der östlichen Route im April gemacht, welche 49 Tage dauerte. 
Die durchschnittliche Reisedauer bei der mittleren Route beträgt 57 
Tage. Die längste Reise dauerte 65 Tage und die kürzeste 49 Tage, während 
in demselben Monate 2 Reisen bei der westlichen Route, eine in 34 und 
eine in 38 Tagen, also im Durchschnitt in 36 Tagen, gemacht wurden, 
Durch die Torresstrasse wurde in diesen Monaten keine Reise ausgeführt. 
Hiernach scheint die westliche Route für Schiffe, welche Australien in diesen 
Monaten verlassen, die vortheilhafteste zu sein. 
Während der Monate Juli, August und September machten zwei 
Schiffe die Reise bei der östlichen Route und jedes derselben brauchte 61 
Tage. Die Durchschnittsdauer der Reisen bei der mittleren Route betrug 
54 Tage; die längste Reise dauerte 64 und die kürzeste 41 Tage. Die durch- 
schnittliche Dauer der Reisen bei der westlichen Route betrug 55 Tage; die 
längste Reise dauerte 57 und die kürzeste 39 Tage. Die Reisedauer bei der 
Route durch die Torresstrasse betrug 41 Tage, 
Hiernach scheint es sicher zu sein, dass in diesen Monaten beim Verfolg 
der mittleren Route eine bessere Reise zu machen ist, als bei der östlichen 
Route, aber es bleibt noch die Frage zu erledigen, welche Route, die vortheil- 
haftesto sei, die durch die Torresstrasse, die mittlere oder die westliche 
oute? 
Aantiecn 
Wenn ein Schiff Australien verlässt und die Torresstrasse vor Ende 
August erreichen kann, so würde die Route durch die Torresstrasse die vor- 
‚;heilhafteste sein. Kann ein Schiff aber nicht zu dieser Zeit die Strasse errei- 
ohen, so sollte es entweder die westliche oder mittlere Route einschlagen. 
Wahrscheinlich ist cs, dass die westliche Route eine raschere Reise ergeben 
wird, wobei man sich jedenfalls bemühen muss, nachdem der Aequator passirt
	        
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