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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

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1880 Met. Höhe, wird hierzu zu rechnen sein, wie auch die höheren Berge der 
Observationshalbinsel dahin zählen. Die Abhänge dieser Berge werden in der 
Regel ebenfalls von terrassenförmig angeordnetem Basaltfels gebildet, dagegen 
wurde ab und zu anderes den Basalt durchsetzendes Gestein und ein sehr zer- 
rissener Kamm, als aus Quarzit bestehend, in der Nähe dieser Berge aber 
auch Syenit gefunden. Da die hierhin gehörigen Bergzüge grossentheils mehr 
im Inneren der Insel liegen, war eine genauere Untersuchung nur bei wenigen 
derselben ausführbar. ; 
Die dritte Gruppe besteht aus Bergen mit langen, gleichmässig verlau- 
fenden Bergrücken, aus denen spitze Kuppen oder regelmässige hohe Kegel em- 
porschiessen. Obwohl auf den Abhängen mehrfach terrassenförmiger Basaltfels 
bemerkt wurde, so scheint doch die Form und die Färbung dieser Berge auf 
einen anderen Gesteinskern schliessen zu lassen. Die Kegel sind wahrscheinlich 
die Kerne erloschener Vulkane. Eine Untersuchung war nicht möglich, da 
hierzu nur die Gebirge südlich von Royal Sound, woselbst das Schiff sich nur 
ganz vorübergehend aufhielt, und einzelne aus dem ‚grossen Schneefelde der 
Insel hervorragende, gänzlich unzugängliche Kegel zu rechnen sind. 
Endlich kommen einzelne wenige Berge mit einer oder mit mehreren abge- 
rundeten Kuppen, auch wohl mit gleichförmigem Kamme und sanften Conturen 
vor, die, 199 bis 565 Met. hoch, grossentheils aus einem metamorphischen 
Gestein und hellen Basaltarten ohne Krystalldrusen, oft mit Olivin durchsetzt, 
bestehen, an den Abhängen aber ebenfalls von schwarzem Basalt einge- 
kleidet sind. 
Die- Gipfel resp. Kuppen dieser Berge pflegen mit tafelförmig gespalte- 
nem Steingeröll bedeckt zu sein. Es .gehören hierhin der Mount Peeper und 
Berge in der Umgebung des „Winterhafens‘“ und der „Deutschen Bucht.‘ 
Aeussere Erscheinung der Gruppe. Der erwähnten Mannigfaltig- 
keit in den Formen der Gebirgszüge ist es zuzuschreiben, dass die Insel an 
einem klaren Tage gesehen, welcher auch die weiter landeinwärts gelegenen 
Berge, schneebedeckten Hochplateaus und Kuppen dem Auge enthüllt, keines- 
wegs einen so einförmigen und trostlosen Anblick gewährt, als man bei dem 
Mangel an Strauch- und Baumparthien geneigt sein sollte anzunehmen und wie 
der vielfach acceptirte, von Cook der Inselgruppe gegebene Name: ‚Deso- 
lation Islands‘ vermuthen lassen sollte. 
Gestattet das Wetter, nur die nächsten Theile des Landes zu erblicken, 
welche fast überall aus den weit in die See hineinspringenden terrassenförmigen, 
schwarzbraunen Hochplateaus mit davorliegenden Inseln gleichen Charakters 
und Felsenriffen bestehen, so empfängt man allerdings den Eindruck der Ein- 
förmigkeit, in welche nur die mitunter grotesken Formen einzelner Felsmassen, 
z. B. die sehr eigenthümliche des, einen regelmässigen Thorbogen bildenden, 
Arch-Rock und einzelne imponirende senkrechte Felswände von bedeutender 
Höhe, oder die mit Vögeln bedeckten Klippen, an denen sich die Brandung 
schäumend bricht, einige Abwechselung bringen; andernfalls bieten aber die 
dahinter gelegenen grossartigen Berggruppen mit ihren schneeigen Spitzen und 
Dank der reichlichen Moosvegetation, welche nicht nur Schattirungen von hell- 
grün durch dunkelgrün ins braune, sondern auch einen Gegensatz von abge- 
rundeten zu den gewöhnlichen schroffen Formen bildet, einen malerischen 
Hintergrund zu der felsigen Staffage des Vordergrundes. 
Buchten und Häfen. Als eine geologische Eigenthümlichkeit der 
Inselgruppe muss es angesehen werden, dass die terrassenförmigen Basaltzüge, 
welche fast überall eine horizontale Lagerung der sämmtlichen Basaltdecken er- 
kennen lassen, aus denen sie aufgebaut sind, in überwiegendem Maasse parallel 
unter sich und zwar nach östlicher Richtung verlaufen, und hierdurch zwischen 
sich die Reihe von tief eingeschnittenen Buchten bilden, mit denen diese Insel- 
yruppe gesegnet ist, in schroffstem Gegensatze zu anderen vulkanischen Insel- 
yruppen dieses Meeres (Heard-, Crozets- etc. Inseln), welche kaum eine Spur 
von Gliederung ihrer Küsten erkennen lassen. Merkwürdiger Weise entspricht 
dieser Verlauf und somit die Längsaxe der Buchten der Richtung der vorzugs- 
weise herrschenden stürmischen Westwinde, weshalb sie alle auch wohl ge- 
achützte Häfen abgeben. Man könnte aus diesem Umstande geneigt sein, auf 
eine Beziehung zwischen der Buchtbildung und der herrschenden Windrichtung 
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