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1880 Met. Höhe, wird hierzu zu rechnen sein, wie auch die höheren Berge der
Observationshalbinsel dahin zählen. Die Abhänge dieser Berge werden in der
Regel ebenfalls von terrassenförmig angeordnetem Basaltfels gebildet, dagegen
wurde ab und zu anderes den Basalt durchsetzendes Gestein und ein sehr zer-
rissener Kamm, als aus Quarzit bestehend, in der Nähe dieser Berge aber
auch Syenit gefunden. Da die hierhin gehörigen Bergzüge grossentheils mehr
im Inneren der Insel liegen, war eine genauere Untersuchung nur bei wenigen
derselben ausführbar. ;
Die dritte Gruppe besteht aus Bergen mit langen, gleichmässig verlau-
fenden Bergrücken, aus denen spitze Kuppen oder regelmässige hohe Kegel em-
porschiessen. Obwohl auf den Abhängen mehrfach terrassenförmiger Basaltfels
bemerkt wurde, so scheint doch die Form und die Färbung dieser Berge auf
einen anderen Gesteinskern schliessen zu lassen. Die Kegel sind wahrscheinlich
die Kerne erloschener Vulkane. Eine Untersuchung war nicht möglich, da
hierzu nur die Gebirge südlich von Royal Sound, woselbst das Schiff sich nur
ganz vorübergehend aufhielt, und einzelne aus dem ‚grossen Schneefelde der
Insel hervorragende, gänzlich unzugängliche Kegel zu rechnen sind.
Endlich kommen einzelne wenige Berge mit einer oder mit mehreren abge-
rundeten Kuppen, auch wohl mit gleichförmigem Kamme und sanften Conturen
vor, die, 199 bis 565 Met. hoch, grossentheils aus einem metamorphischen
Gestein und hellen Basaltarten ohne Krystalldrusen, oft mit Olivin durchsetzt,
bestehen, an den Abhängen aber ebenfalls von schwarzem Basalt einge-
kleidet sind.
Die- Gipfel resp. Kuppen dieser Berge pflegen mit tafelförmig gespalte-
nem Steingeröll bedeckt zu sein. Es .gehören hierhin der Mount Peeper und
Berge in der Umgebung des „Winterhafens‘“ und der „Deutschen Bucht.‘
Aeussere Erscheinung der Gruppe. Der erwähnten Mannigfaltig-
keit in den Formen der Gebirgszüge ist es zuzuschreiben, dass die Insel an
einem klaren Tage gesehen, welcher auch die weiter landeinwärts gelegenen
Berge, schneebedeckten Hochplateaus und Kuppen dem Auge enthüllt, keines-
wegs einen so einförmigen und trostlosen Anblick gewährt, als man bei dem
Mangel an Strauch- und Baumparthien geneigt sein sollte anzunehmen und wie
der vielfach acceptirte, von Cook der Inselgruppe gegebene Name: ‚Deso-
lation Islands‘ vermuthen lassen sollte.
Gestattet das Wetter, nur die nächsten Theile des Landes zu erblicken,
welche fast überall aus den weit in die See hineinspringenden terrassenförmigen,
schwarzbraunen Hochplateaus mit davorliegenden Inseln gleichen Charakters
und Felsenriffen bestehen, so empfängt man allerdings den Eindruck der Ein-
förmigkeit, in welche nur die mitunter grotesken Formen einzelner Felsmassen,
z. B. die sehr eigenthümliche des, einen regelmässigen Thorbogen bildenden,
Arch-Rock und einzelne imponirende senkrechte Felswände von bedeutender
Höhe, oder die mit Vögeln bedeckten Klippen, an denen sich die Brandung
schäumend bricht, einige Abwechselung bringen; andernfalls bieten aber die
dahinter gelegenen grossartigen Berggruppen mit ihren schneeigen Spitzen und
Dank der reichlichen Moosvegetation, welche nicht nur Schattirungen von hell-
grün durch dunkelgrün ins braune, sondern auch einen Gegensatz von abge-
rundeten zu den gewöhnlichen schroffen Formen bildet, einen malerischen
Hintergrund zu der felsigen Staffage des Vordergrundes.
Buchten und Häfen. Als eine geologische Eigenthümlichkeit der
Inselgruppe muss es angesehen werden, dass die terrassenförmigen Basaltzüge,
welche fast überall eine horizontale Lagerung der sämmtlichen Basaltdecken er-
kennen lassen, aus denen sie aufgebaut sind, in überwiegendem Maasse parallel
unter sich und zwar nach östlicher Richtung verlaufen, und hierdurch zwischen
sich die Reihe von tief eingeschnittenen Buchten bilden, mit denen diese Insel-
yruppe gesegnet ist, in schroffstem Gegensatze zu anderen vulkanischen Insel-
yruppen dieses Meeres (Heard-, Crozets- etc. Inseln), welche kaum eine Spur
von Gliederung ihrer Küsten erkennen lassen. Merkwürdiger Weise entspricht
dieser Verlauf und somit die Längsaxe der Buchten der Richtung der vorzugs-
weise herrschenden stürmischen Westwinde, weshalb sie alle auch wohl ge-
achützte Häfen abgeben. Man könnte aus diesem Umstande geneigt sein, auf
eine Beziehung zwischen der Buchtbildung und der herrschenden Windrichtung
K