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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

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dem ehemaligen Offizier der Indischen Marine, Commander Alfred Dundas' Taylor 
(Verfasser der neuen Ausgabe von Horsbourgh’s „Indian Directory“) aus mehr 
als 100 Reisejournalen genommene und empfohlene längere, aber sicherere süd- 
liche Route. 
Diese geht zuerst von 18° 19‘ Nord-Br. und 71° 14‘ Ost-Lg. bis 9° 16 
Nord-Br.. und 68° 58‘ Ost-Lg., also 600 Seem. nach SSW, und dann 450 Seom. 
nach WSW bis 7° 6‘ N.-Br. und 61° 33‘ Ost-Lg. Der Weg zwischen diesen 
beiden letzten Punkten befindet sich innerhalb des elliptischen Raumes an der 
Westküste von Vorder- Indien, in dem Arabischen Meere zwischen 12° und 6° 
Nord-Br. und 60° bis 69° Ost-Lg., in welchem nach vieljährigen Erfahrungen 
stets ruhige See herrschen soll. Von dem letzterwähnten Punkte bis Aden sind 
noch 1100 Seem. zurückzulegen, . wobei die Route nach verschiedenen Compass- 
strichen des vierten Quadranten die Breitenparallele bis 12° Nord-Br. schneidet. 
(Das Nähere über diese im Ganzen 2150 Seom. lange Route s. Taylor-Horsburgh: 
India Directory pag. 315). 
Als der italienische Schiffscapitain Giacomo Merello im Juli 1870 den 
der Gesellschaft R. Rubattino & Co. gehörigen Dampfer „Persia“ von Bombay 
nach Aden führte, schlug er zum ersten Male, aber ‚nach längerer reiflicher 
Ueberlegung über die beste Route zwischen Bombay und Aden zu dieser Zeit, 
eine nördliche Route ein und zwar mit dem besten Erfolge; nachdem dieselbe 
sich bei den Fahrten in den Monaten August 1872 und Juli 1873 ebenfalls 
bewährt hatte, veröffentlichte Capitain Merello in einem eigenen Berichte die 
von ihm gemachten Erfahrungen und gab auf einer Karte seine nördlichen Rou- 
ten wieder, sowie die vorhin erwähnte südliche Taylor’sche Route und die 
mittlere oder gewöhnliche Route der Schiffe zwischen Bombay und Aden zur 
Zeit der leichten NO-Winde und Windstillen in den 7 Monaten von October 
is Mai, 
Aus folgender kleinen Tabelle kann man die südlichen Routen mit den 
nördlichen vergleichen, die selbstverständlich für denselben Zeitraum Juli bis 
August gewählt sind; die mittlere kürzeste. Route kann um deswillen in diesen 
Monaten nicht .gewählt werden, weil die von Bombay nach Aden bestimmten 
Schiffe alsdann stets mit‘ ungünstigen Winden zu kämpfen haben würden; im 
April aber, dem für diese Route günstigsten Winde, ist auf dieser auch die 
Fahrt am schnellsten, nämlich nur 6 Tage 21 Stunden, während im Juli und 
August auf der nördlichen Route die Reisedauer 10 Tage, auf der südlichen 
fast das Doppelte beträgt. 
Es schneidet die 
Südliche Route 
2150 Seem. lang 
Mittlere Route 
1665 Seem, lang 
Nördliche Route 
1710 Seem., lang 
70° Ost 
in 12° 38 N.-Br. 
in 17° 48‘ „ 
in 18° 0 
60° Ost 
in 7° 92 N.-Br. 
in 15° 380‘ , 
in18° 11‘ „ 
bis 19° 4 
50° Ost 
in 12° 15 N.-Br. 
in 13°40' 
in14°10 
Beschreibung des Hafens Empedocle. Insel Sicilien. 
Da der Hafens von Empedocle, der eigentliche Hafenplatz von Girgenti, 
noch wenig bekannt und auch nur ungenügend beschrieben ist, so geben wir hier 
die von dem Capitain Jacob F. Inge, Führer der Russischen Bark „J. H. van 
Gent,‘ im Jahre 1873 gemachte und in dem „Mercantile Marine-Magazine“ ver- 
öffentliche Beschreibung dieses Hafens. . 
„Port Empedocle, der Ladeplatz von Girgenti, hat ungefähr 6000 Ein- 
wohner, von denen Dreiviertel arme Leute oder Bettler sind, 
Wenn man sich diesem Hafen von Westen nähert und sich bei .dem 
Leuchtthurm von Rosello befindet, so kann man die Stadt Girgenti. sehen; die-
	        
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