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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 3 (1875)

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woselbst längs der Küste in 2 Kblg. Abstand bis zu dem engen Theile der 
Strasse Stillwasser gefunden wird. N ; 
“Bei den weissen Abhängen ist bei SW-Wind ein guter Platz zum Bei- 
drehen, um zu klariren. 
Ist man !/a Seem, vor dem engen Theil angekommen, So muss man das 
Mitte-Fahrwasser halten, wo der Strom am schwächsten ist, und von hier all- 
mälig nach der Mitte der Dardan-Bucht abhalten. 
Viele Schiffe ziehen es bei günstigem Winde vor, bei Chanak zu klariren. 
In dem schmalen Theil der Strasse von hier bis zur Spitze Nagara muss 
man ausserhalb der Tonnen der Dardan- Bucht und längs der asiatischen 
Küste ‚steuern, so dass man ungefähr 2 Kblg. nördlich der Medjieh Batterie 
bleibt, bis man dicht bei der Spitze Nagara angekommen ist. Daselbst halte 
man auf die bei dieser Spitze liegende Tonne und passire dicht an Backbord 
dieselbe; darauf ändere man den Kurs auf ONO’40 und passire 2 Kblg. ent- 
fernt die Spitze Abydos. 
Bei flauem SW - Winde ist aber zu beachten, dass der Strom auf den 
Backbord - Bug setzt und dadurch das Schiff leicht von seinem Kurse ablenken 
ann. 
Sobald die Spitze Abydos Süd peilt, muss man seinen Kurs nach der 
Ay-Jani Tonne auf 0'/2S ändern, mit dem man wieder in Stillwasser gelangt. 
Die Ay-Jani-Tonne darf aber nicht zu dicht passirt werden, und es ist 
nöthig, sobald man sich !z Kblg. von derselben befindet, den Kurs wieder auf 
‚ONO07/40 zu ändern, um von der Moussa- Tonne frei zu bleiben. 
Sollten diese beide Tonnen .nicht zu sehen sein, so führt die Richtungs- 
linie, der Gipfel des Maitos-Berges, ein wenig frei von der Spitze Abydos in W'/45, 
in 7.3 Met. frei von der Ay-Jani Bank und die Linie Bes-Chamlik (Sieben Fich- 
km) zn Deckpeilung mit Kair- Burnu in SW°/aW führt frei von der Moussa- 
ankK. 
Von der Moussa- Tonne an kann. ein Schiff innerhalb 2 Kblg. von der 
Küste, bis nach Saltık-Liman-Burnu zu, abbleiben.  Saltık - Liman - Burnu ist 
eine weisse Felsspitze, 1/2 Seem, SW von Kodjouk- Burnu. Bei dieser Fels- 
spitze muss man wieder versuchen, gegen den Strom vorwärts zu kommen, da 
derselbe sich hier von der Gallipoli - Bat bis zum Leuchtthurm von Bergaz von 
Küste zu Küste erstreckt. N 
Von Kodjouk-Burnu thut ein Schiff besser, das Mitte-Fahrwasser zu hal- 
ten, bis es querab von Lampsakti ist, von wo ab es mehr nach der Küste hin, 
m die Spitze Tschardak zu halten muss, um den schwächeren Strom anzu- 
treffen. 
In der Gallipoli - Bucht ist. zwar eine Gegenströmung, aber dieselbe ist 
nicht stark genug; als dass ein Schiff sich so weit deshalb von seinem Kurse 
entfernte, und dabei ist noch die daselbst befindliche Middle- Bank sehr ge- 
ährlich. 
Wenn man sich zwischen der Spitze Gallipoli und der von Tschardak be- 
findet, muss man gut für die Westtonne der Zindjir-Bozan Bank aufpassen und 
um gut frei von der Küste zu bleiben, muss man NO steuern, um von der sich 
1 Seem. weit von der Küste erstreckonden gefährlichen Untiefe abzubleiben. 
Hat man Gallipoli passirt, so muss: man ONO’/40 steuern, ‚aber dabei sich 
der europäischen Küste nicht mehr als auf 1 Seem. nähern, und‘ während der 
Nacht muss man von der Küste in der Nähe‘ des Feuers von. Hora gut weit 
‚abbleiben. | 
‚Ein Segelschiff mit Gegenwind, welches nach der SW-Einfahrt- der 
Strasse kreuzt, muss nördlich des fühlbaren Stromes kurze Schläge machen oder 
dicht unter der südlichen Seite von Imbros halten, da solche ausserhalb 1 Seem. 
vom Lande frei von Untiefen ist, bis man über den Steuerbord-Bug nach Cap 
Helles zu liegen kann. 
Beim Passiren des Cap Helles und Seddul- Bahr muss man darauf achten, 
wenigstens 2 Kblg. von diesen beiden Landspitzen abzubleiben. 
Sobald Seddul-Bahr Nord peilt, muss man, wenn der Wind es erlaubt, 
Ost steuern, und nachdem ‚die Morto- Tonne passirt ist, muss man nach der 
asiatischen Seite hinüber halten und daselbst innerhalb des Gegenstromes kreu- 
zen: dabei ist zu beachten, dass man stets kurz vor der Grenze der gut sicht-
	        
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