accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 44: System Nordsee - Zustand 2005 im Kontext langzeitlicher Entwicklungen

3.2 Strömung 
System Nordsee 
87 
tungen definiert (Abb.3-5), welche in einigen der nachfolgenden Statistiken als Rich 
tungstyp DIR zusammengefasst werden. Dabei ist wichtig, sich zu vergegenwärtigen, 
dass Strömungsrichtungen (im Gegensatz zu Windrichtungen) stets angeben, wohin 
der Strom setzt (und nicht woher er kommt). Strömungsmuster, die z. T. Wirbelstruk 
turen enthielten, aber keinem der genannten Muster zugeordnet werden konnten, wur 
den in der Sonderkategorie V (variabel) zusammengefasst. 
Abb. 3-5: Schematik der Zirkulationstypen des täglichen Reststroms in der Deutschen Bucht. 
Fig. 3-5: Classification scheme fordaily residual currents in the German Bight. 
Die zeitliche Abfolge der verschiedenen Zirkulationsmuster ist in Tab. 3-1 in Kalender 
form wiedergegeben. Im Jahr 2005 (2004) wurden an 135 (160) Tagen zyklonale, an 
65 (71) Tagen antizyklonale, an 88 (77) Tagen variable und an 77 (58) Tagen gerich 
tete Zirkulationsmuster beobachtet. Diese Zahlen bestätigen die Dominanz zyklonaler 
Strömungsverhältnisse in der Deutschen Bucht (s. a. Abb. 3-1,5.82). Gleichzeitig zei 
gen sie im Vergleich zum Vorjahr eine erhebliche Abnahme der Rotationsmuster zu 
gunsten des diffusen V-Typs und vor allem der gerichteten Strömungsmuster (DIR) an. 
Unter den Richtungsmustern ereigneten sich N (14, 13), NW (32, 21) und W (13, 7) 
am häufigsten, zusammengenommen an 59 gegenüber 41 Tagen im Jahr 2004. E- (3, 
1) und SE-Muster (5, 8) wurden hingegen sehr selten beobachtet. Mittelwerte und 
Standardabweichungen des »Durchschnittsmonats« lagen im Jahr 2005 (2004) bei 
11 ± 3 (13 ± 5) Tagen für zyklonale, 5 ± 4 (6 ± 4) Tagen für antizyklonale, 7 ± 2 (6 ± 3) 
Tagen für variable und 6 ± 3 (5 ± 3) Tagen für gerichtete Zirkulationsmuster. Dass der 
mit dem Mittelwert assoziierte »Normalfall« eher die Ausnahme ist, machen neben 
7. SW- und NE-Strömungen sind in dieser Klassifizierung nicht enthalten, denn aufgrund der geographischen 
Orientierung der Deutschen Bucht treten solche - bei geeignetem Windantrieb ansonsten zu erwartenden - gerich 
teten Strömungen alsA- bzw. C-Typ in Erscheinung.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.