accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : 44: System Nordsee - Zustand 2005 im Kontext langzeitlicher Entwicklungen

4  Meereschemie

230

System  Nordsee

Elemente  Zink  und  Kupfer  deutlich  überschritten,  während  Blei-  und  Cadmiumgehalte
auch  hier  innerhalb  der  Hintergrundintervalle  blieben.  Nach  heutigem  Kenntnisstand
geht  von  den  gemessenen  Metallbelastungen  des  Meerwassers  keine  unmittelbare
Gefahr  für  das  marine  Ökosystem  aus.
In  regional  begrenzten  Gebieten  der  Deutschen  Bucht  waren  einige  Elemente  im
Oberflächensediment  immer  noch  deutlich  über  den  Hintergrundkonzentrationen  angereichert, ­
  obwohl  der  Eintrag  von  Schwermetallen  durch  verbesserte  Abgas-  und  Abwasserreinigung ­
  und  Optimierung  von  Produktionsprozessen  abgenommen  hat.  Die
Metallfrachten  der  Flüsse  werden  vorzugsweise  im  küstennahen  Sediment  angereichert. ­
  Vor  allem  die  Gehalte  der  Elemente  Quecksilber,  Silber,  Zink,  Cadmium,  Blei
und  Kupfer  zeigen  eine  entsprechende  räumliche  Struktur  mit  deutlich  erhöhten  Gehalten ­
  in  Küstennähe  und  abnehmenden  Gradienten  zur  offenen  See  hin.  Silber  und
Quecksilber  sind  entlang  der  nordfriesischen  Küste  besonders  stark  angereichert,  was
auf  die  Elbe  als  Belastungsquelle  hinweist.  Abweichend  von  den  übrigen  genannten
Elementen  kommt  Blei  auch  im  äußeren  Teil  der  Deutschen  Bucht  in  erhöhten  Konzentrationen ­
  vor.  Die  Gehalte  der  Elemente  Quecksilber,  Zink  und  Blei  liegen  im  gesamten ­
  Untersuchungsgebiet,  die  von  Cadmium  und  weniger  ausgeprägt  Kupfer  vor
allem  in  Küstennähe  oberhalb  der  Hintergrundintervalle.
Seit  Beginn  der  regelmäßigen  Überwachung  in  den  1970er  Jahren  sind  vor  allem  die
Quecksilber-,  Kupfer-,  Cadmium-  und  Nickelgehalte  in  der  Feinkornfraktion  des  Oberflächensediments ­
  zurückgegangen;  dieser  Trend  zeigt  sich  im  küstennahen  Bereich
besonders  deutlich.  Für  die  Zinkgehalte  lässt  sich  nur  hier  und  insbesondere  vor  der
niedersächsischen  Küste  eine  abnehmende  Tendenz  feststellen,  während  die  Bleigehalte ­
  im  gesamten  Untersuchungsgebiet  unregelmäßigen  Schwankungen  unterliegen. ­
  Eine  Sonderrolle  nimmt  das  ehemalige  Dünnsäureverklappungsgebiet  nordwestlich ­
  von  Helgoland  ein.  Hier  wurden  weiterhin  vor  allem  erhöhte  Eisen-  aber  auch
Zink-,  Blei-  und  Arsengehalte  gemessen.  Ein  rückläufiger  Trend  hat  hier  trotz  Beendigung ­
  der  Verklappungsaktivität  im  Jahr  1989  bislang  nicht  eingesetzt.
Abweichend  vom  Gesamtbild  wurde  in  jüngerer  Zeit  wieder  eine  stärkere  Sedimentbelastung ­
  durch  Quecksilber  aber  auch  Blei  und  Zink  im  Einflussbereich  der  Elbe  festgestellt. ­
  Unabhängig  von  diesen  seit  1999  beobachteten  Veränderungen  führte  die
Umlagerung  von  Sedimenten  aus  dem  Hamburger  Hafen  zur  Tonne  E3  zu  einer  regional ­
  begrenzten  Zunahme  der  Konzentrationen  von  vor  allem  Cadmium,  Kupfer,
Quecksilber  und  Zink  im  Oberflächensediment.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.